Kompaktes Line-Array von Martin Audio mit moderner Abstrahlungs-Optimierung 

Martin Audio MLA Mini Line-Array im Test

Martin Audio MLA Mini Line-Array

Premiere: Mit dem MLA Mini gab es Ende 2014 erstmals einen PRODUCTION PARTNER-Testbericht des Multi-Cellular Loudspeaker Array-Konzeptes von Martin Audio.

„Mini“ nennt sich das dritte und bislang kompakteste Line-Array von Martin Audio nach dem MLA-Konzept. In einer mehrtägigen Test- und Hör-Reihe haben wir getestet, wie „Mini“ oder „Maxi“ die Performance des Systems ausfällt. Spannend ist bereits der eigene Ansatz zur Systemkonfiguration im Beschallungsalltag.

Mit der MLA-Linie hat Martin Audio ganz besondere Line-Arrays im Angebot: Über ein Planungs-Tool wird dem System die zu beschallende Fläche bekanntgegeben – danach optimiert es in mehreren Schritten seine Coverage auf den Zuschauerraum. Mit vielen Messungen und Live-Versuchen haben wir getestet, wie gut diese Beschallungs-Optimierung beim neuen Martin Audio MLA Mini, das sich besonders gut für eine Fülle an mittelgroßen Beschallungen eignet, gelingt und zu welcher Performance es fähig ist.

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Mit dem Erscheinen des MLA Mini (und dessen kompakten Abmessungen) bestand jetzt erstmals die Aussicht, sinnvolle Messungen im gut kontrollierbaren reflexionsarmen Raum zu machen. Leider bestätigte sich das dann zwar nicht ganz … der Messraum als reflexionsarmer Halbraum ist einerseits vom Prinzip her sehr gut geeignet, für die maximal mögliche Messentfernung von 8 m und eine Array-Größe von vier Einheiten ließ sich das MLA-Prinzip aber noch nicht wirklich gut darstellen.

Mit zusätzlichem Aufwand wurde daher noch ein weiterer Messtermin in einer Halle nahe Düsseldorf anberaumt, wodurch dann auch größere Arrays und Distanzen messtechnisch realisierbar waren. Phil Anthony zeichnet beim MLA Mini für die akustische Entwicklung verantwortlich, die Anleihen am Omniline nahm. Das Omniline war übrigens das erste Design von Ambrose Thompson (Martin Audio Research Manager), der uns für den Test ebenso persönlich vor Ort unterstützte wie auch Jason Baird (Martin Audio, Research and Development Director).

Technisch betreut wurde das Demo-System von Jan Kreienkamp von der Hertener Schallmeister GmbH. Der deutsche Vertrieb United-b aus Düsseldorf wurde durch Thorsten Schulze vertreten.

Martin Audio: Historie & Systeme

Martin Audio ist einer der ganz großen Namen in der Beschallungsszene: Seit der Gründung der Firma in den 70er-Jahren durch David Martin entstanden hier immer wieder neue wegweisende PA-Lautsprecher, die bis heute einen teilweise legendären Ruf genießen.

Das legendäre Martin Bass Bin und der „Rasierer“ wurden nicht nur durch die „Dark Side of the Moon“-Konzerte von Pink Floyd bekannt, sondern fanden in großen Mengen eine weltweite Verbreitung bei den Rental Companies. Die erste PA des Autors zu frühen Schulzeiten bestand auch genau aus diesen Komponenten. Danach folgten von Martin Audio weitere Meilensteine der PA-Technik: Das modulare F2, im Jahr 2002 das große Touring-Line-Array W8L und 2011 das erste MLA System nach dem Multi-Cellular Loudspeaker Array Konzept.

Das erste MLA ist auch gleichzeitig das größte System mit einer Bestückung 2 x 12″, 2 x 6,5″ und 3 x 1″. Danach folgte das MLA compact mit 2 x 10″ im Bass und ganz aktuell das MLA Mini mit 2 x 6,5″. Aus geschäftlicher Sicht gehört Martin Audio seit 2007 zur Loud Technologies Group, zu der auch die Marken EAW und Mackie zählen. 1990 wurde Martin Audio bereits erstmals an die TGI Holding mit den Marken Tannoy und Goodmann veräußert.

Zu dieser Zeit befand sich auch Gründer David Martin noch in der Firma, der 1992 unter mysteriösen Umständen nach einer Auseinandersetzung mit einem Geschäftspartner außerhalb der Audio-Branche verschwand. Die Leiche wurde nie gefunden, trotzdem kam es zur einer Verurteilung seines Geschäftspartners wegen Mordes, was selten oder sogar einmalig in der Rechtssprechung sein dürfte.

 

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