VITEC integriert Low-Latency-Streaming in Proteo-Roboterhund
von Redaktion,
VITEC hat seine robuste Video-Encoding-Technologie in den vierbeinigen Laufroboter „Proteo“ von Hyperever integriert. Die Lösung soll den autonomen Roboterhund zu einer mobilen Plattform für Echtzeit-Videoübertragung in militärischen, sicherheitskritischen und infrastrukturellen Einsatzszenarien machen. Zum Einsatz kommen die Encoder MGW Pico+ TOUGH und MGW Diamond TOUGH.
(Bild: VITEC)
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Der Proteo-Roboter ist für Aufklärungs-, Sicherheits- und Entschärfungseinsätze konzipiert und kann laut Hersteller autonom oder teilautonom in schwierigem Gelände operieren. Das System transportiert Nutzlasten von bis zu 35 Kilogramm, erreicht Geschwindigkeiten von rund 12 km/h und soll bis zu sechs Stunden einsatzfähig bleiben. Herkömmliche Videoübertragungssysteme hätten dabei jedoch Einschränkungen bei Latenz, Kompression und Integration in taktische Kommando- und Kontrollnetzwerke gezeigt.
Hyperever benötigte daher eine kompakte und robuste Streaming-Lösung mit geringer SWaP-Charakteristik (Size, Weight and Power), die hochauflösende Videosignale und Metadaten mit möglichst geringer Verzögerung übertragen kann. Durch die Integration der VITEC-Encoder fungiert Proteo nun als taktischer Streaming-Knoten für Full-Motion-Video in Echtzeit. Die Hardware-Encoder unterstützen HEVC- und H.264-Kompression und ermöglichen die Übertragung von HD- und 4K-Videos über taktische Netzwerke.
Die Encoder verfügen laut VITEC über MIL-Spec-Ruggedization sowie Unterstützung für Standardprotokolle und Metadatenformate wie KLV und STANAG. Dadurch soll sich die Lösung in bestehende ISR- und C2-Architekturen integrieren lassen. Zusätzliche Overlays für Zeitstempel und Videoidentifikation sollen die operative Nutzung erleichtern.
Nach Angaben der Unternehmen reduziert die Ultra-Low-Latency-Encoding-Technologie die Verzögerungen gegenüber konventionellen Video-Payloads deutlich. Gleichzeitig soll die HEVC-Kompression den Bandbreitenbedarf um bis zu 50 Prozent senken, was insbesondere in bandbreitenkritischen Umgebungen Vorteile bieten soll. Die Decodierung der Streams ist sowohl auf stationären als auch auf mobilen Endgeräten möglich.
„Proteo wird weit mehr als nur eine mobile Plattform, wenn sichere hochqualitative Videos und Metadaten direkt in bestehende ISR-Architekturen eingespeist werden“, erläutert Ghassan Dadokh, Senior Business Development Manager Security & Defense bei VITEC. Dadurch werde der Roboterhund zu einem echten vorgeschobenen Aufklärungssystem.
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