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Medienkunst in Linz

Ars Electronica: Gigapixel und 3D im Deep Space 8K

Die Ars Electronica findet vom 9. bis 13. September 2026 in Linz statt, erstmals mit drei Festival-Hubs in der Innenstadt. Unter dem Motto „Negotiating Humanity“ stehen im Deep Space 8K in diesem Jahr digitale Archive im Mittelpunkt. Gezeigt werden unter anderem ein Gigapixelbild von Hieronymus Boschs Weltgerichtstriptychon und eine 3D-Applikation zu ukrainischen Kulturbauten. Das Ars Electronica Center feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen, der Deep Space 8K ist seit Januar 2009 in Betrieb.

Vierteilige Bildcollage mit einem Reh vor einer Marmorfassade, einer Hand an einem Touchscreen mit Kartendarstellung, einer Personengruppe auf einer Treppe und einer unscharfen Nahaufnahme in Braun- und Weißtönen
Die Goldenen Nicas des Prix Ars Electronica 2026 gehen in vier Kategorien an Arbeiten aus New Animation Art, Interactive Art+, Digital Humanity und u19–create your world (Bild: Ars Electronica)

Der Deep Space 8K im Ars Electronica Center widmet sich unter dem Schwerpunkt Living Archives der Frage, wie digitale Technologien den Umgang mit kulturellem Erbe verändern. Der Programmschwerpunkt entsteht in Kooperation mit den Salzburger Festspielen. Zum Einsatz kommen virtuelle Rekonstruktionen, 3D-Digitalisierung und interaktives Storytelling, dazu Medienkunst, wissenschaftliche Visualisierungen und immersive Performances.

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Gigapixelbild und 3D-Applikation

Das Gigapixelbild des Bosch-Triptychons entstand gemeinsam mit der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste. Die 3D-Applikation „Unbreakable Ukraine“, entwickelt von der Produktionsfirma Saravá und dem Ars Electronica Futurelab, zeigt fünf ukrainische Institutionen, darunter die Kiewer Sophienkathedrale und die Oper in Odessa.

Merve Sahin führt mit „Merging Visions“ durch die Salzburger Festspiele und erweitert den digitalen Zwilling der Stadt um geologische, ökologische und kulturelle Ebenen.

Dunkler Raum mit einer großformatigen Projektion aus hellen geometrischen Fragmenten und feinen Linien, davor die Silhouette einer sitzenden Person
„Merging Visions“ von Merve Sahin führt als immersive Arbeit durch die Salzburger Festspiele und erweitert den digitalen Zwilling der Stadt zu einem erzählerischen Medium (Bild: Merve Sahin)

Ebenfalls im Center zeigt Ars Electronica Solutions mit „A Glimpse Behind the Scenes“ erstmals einen eigenen Showcase. Er macht nachvollziehbar, wie aus Fragestellungen Konzepte und schließlich Installationen werden. Durch die Ausstellung führen agentische Systeme, die Inhalte auf die Interessen der Besucher zuschneiden.

3D-Audio und Spatial Audio

Die Große Konzertnacht findet am 11. September erstmals im Posthof statt und ist als multimediale Gesamtinszenierung über alle drei Säle angelegt. Im Großen Saal und im Foyer läuft „ORBIT – A War Series“, ein immersives 3D-Audio-Oratorium der Komponistin Brigitta Muntendorf. Im kleinen Saal zeigt Daniel Haas mit „PULS“ eine audiovisuelle Lichtinstallation, im mittleren Saal ist die Pianographique-Produktion „Polaris“ von Maki Namekawa und Cori O’Lan zu sehen.

Am 11. und 12. September lädt die Anton Bruckner Privatuniversität zum Sonic Saturday. Das Programm aus Workshops, Performances und Konzerten richtet sich an Interessierte für elektroakustische Musik, Sonic Art, Spatial Audio und Multimedia-Projekte.

Preisträger des Prix Ars Electronica

Im Lentos Kunstmuseum sind sechs prämierte Arbeiten des Prix Ars Electronica 2026 und des STARTS Prize der Europäischen Kommission zu sehen. Für den Prix gingen 4.329 Einreichungen aus 106 Ländern ein, die Goldenen Nicas sind mit je 10.000 Euro dotiert. In der Kategorie New Animation Art geht die Goldene Nica an Andrew Herzog für „Deer Hunter“. Auszeichnungen erhalten Esteban Azuela für „Aferrado“, das Pixel als gestalterisches Material einsetzt, sowie das Duo 2girls1comp für „Dancing Plague“, einen künstlerischen Mod von Grand Theft Auto V.

Gezeigt werden die eingereichten Arbeiten der Kategorie New Animation Art zudem beim Prix Ars Electronica Animation Screening im JKU medSPACE am MED Campus, ergänzt um Meet-the-Artist-Veranstaltungen und Live-Performances.

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