Yamaha hat die neue DM5-Serie professioneller Digitalmischpulte sowie eine Reihe neuer Utility-I/O-Geräte vorgestellt. Die Serie sei für kleine bis mittelgroße Live-Sound-Anwendungen, Corporate Events, Gotteshäuser, Theater und Broadcast konzipiert und stehe in zwei Modellen zur Verfügung: DM5 und DM5 Compact. Beide Modelle trügen den bewährten Workflow und die Bedienphilosophie der DM7-Serie in ein kompakteres und zugänglicheres Gehäuse – und erweiterten das Yamaha-Ökosystem um eine weitere skalierbare Plattform.
(Bild: TAKEHIKO TAKAMIYA)
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Zwei Modelle für unterschiedliche Anforderungen
Der DM5 verfüge über zwei Faderbays und Screens, 32 analoge Eingänge, 16 analoge Ausgänge und verarbeite bis zu 60 Eingangskanäle in einem Gehäuse mit den Maßen 826 × 235 × 441 mm. Der DM5 Compact biete 16 analoge Eingänge, 16 analoge Ausgänge und verarbeite bis zu 48 Eingangskanäle; er sei bei gleicher Höhe und Tiefe wie der DM5 lediglich 446 mm breit und verfüge über eine einzelne Faderbay und einen Screen.
Beide Modelle böten bis zu 64 Ein- und Ausgänge über Dante-Netzwerkanbindung bei 96 kHz, 24 Mix-Busse, zwölf Matrizen, zwei Stereobusse und zwölf DCAs. Ergänzt werde das durch 18 Kanäle USB-I/O, einen RJ45-Anschluss für die Pultsteuerung sowie Bluetooth für Audio-Wiedergabe.
(Bild: TAKEHIKO TAKAMIYA)
Glass Keys – eine Weltneuheit für Digitalmischpulte
Als Weltneuheit in der Kategorie der Digitalmischpulte verfüge die DM5-Serie über innovative Glass Keys im 338-mm-Hauptscreen. Diese fungierten als taktile Schalter und zeigten je nach Pult-Status eine dynamisch angepasste Beschriftung an. Dadurch werde der Zugriff auf mehr Funktionen ermöglicht, ohne die Komplexität des Bedienfelds zu erhöhen. Das Ergebnis sei eine sauberere, anpassungsfähigere Benutzeroberfläche, die sich mit dem jeweiligen Workflow und der Anwendung weiterentwickle.
Ergänzt werde das Interface durch einen konfigurierbaren 109-mm-Touchscreen für benutzerdefinierte Tasten sowie vier frei belegbare Drehregler neben dem Hauptscreen. Ein neuer Dynamic Mode folge automatisch den Auswahlen in der Selected-Channel-Ansicht und weise die entsprechenden Funktionsparameter zu. Besonders praxisrelevant sei zudem die Möglichkeit, vier verschiedene Anzeigewinkel für das Hauptdisplay zu wählen – ein Vorteil bei schwierigen Lichtverhältnissen oder wechselnden Arbeitspositionen.
Yamahas Assist-Funktionen unterstützten zudem dabei, den Einrichtungsaufwand zu reduzieren und repetitive Vorbereitungsaufgaben zu vereinfachen, sodass mehr Zeit für kreative Entscheidungen bleibe.
Verarbeitung und Effekte
Neben einer umfangreichen Dynamik-Bibliothek stünden pro Kanal vier EQ-Typen mit Echtzeit-Analysator zur Verfügung. Ein 16-Slot-Onboard-Effektrack enthalte eine Auswahl von 43 hochwertigen Effekten, darunter acht Delay-Typen und natürlich klingende Reverbs.
Beide Modelle verfügten über einen PY-Series-Kartensteckplatz zur Erweiterung um zusätzliche Verarbeitungs- oder I/O-Kapazitäten. Verfügbare Karten seien: die neue PY-DSP mit 32 Instanzen von Yamahas Premium Effects, PY64-D für 64 Kanäle Dante-I/O, PY64-MD für 64 Kanäle MADI-I/O, PY8-AE für acht Kanäle AES/EBU-I/O (nur Eingänge), PY-MIDI-GPI für MIDI- und GPI-Steuerung sowie WSG-PY64 zur Anbindung an das Waves-SoundGrid-System.
Optionale Feature-Pakete und Dugan-Automixing
Die DM5-Serie könne durch optionale Feature-Pakete erweitert werden, die per Lizenz direkt im Pult aktiviert werden. Das Broadcast-Paket füge sieben wesentliche Broadcast-Funktionen hinzu, darunter Mix Minus und Audio Follow Video. Das Theater-Paket bringe Immersive-Control-Funktionen, eine Vier-Band-EQ/DYN-Ansicht, eine Actor-Library sowie weitere für Musiktheater-Anwendungen nützliche Funktionen. Ein weiterer Vorteil: In den meisten Regionen könnten diese Paketlizenzen über Yamahas PV-Portal-App verwaltet werden, sodass eine einzelne Lizenz zwischen mehreren DM5- und DM7-Pulten aktiviert und deaktiviert werden könne.
Serienmäßig enthielten beide DM5-Modelle zwölf Kanäle Dugan-Automixing. Eine optionale Dugan-Automixer-Lizenz erweitere dies auf 40 Kanäle beim DM5 Compact bzw. 60 Kanäle beim DM5 – ein entscheidender Vorteil für große Konferenzveranstaltungen.
Yamaha RUio1608DB-D
Neue R-Series-Utility-I/O-Geräte
Parallel zur DM5-Serie stelle Yamaha drei neue Utility-I/O-Geräte der R-Series vor, die vollständig mit der DM5-, DM7- und DM3-Serie sowie der RIVAGE-PM-Serie kompatibel seien und damit die Nutzung bestehender Investitionen ermöglichten.
Das RUio1608SB-D sei ein kompaktes Stagebox-I/O-Gerät mit 16 analogen Eingängen, acht analogen Ausgängen sowie primären und sekundären Dante-Ports. Robuste Gummiprotektoren und ein Tragegriff machten es für den Bühneneinsatz geeignet; ein optionales Rack-Mount-Kit stehe ebenfalls zur Verfügung.
Das RUio0804-D sei ein kompaktes 1-HE-I/O-Rack mit acht analogen Eingängen, vier analogen Ausgängen und Dante-I/O – ideal für Anwendungen, die begrenzte zusätzliche I/O-Kapazität benötigen.
Das RUio16FLX-D biete 16 Kanäle, die paarweise flexibel als analoge Mikrofon-/Line-Eingänge, analoge Ausgänge oder AES/EBU-Ausgänge konfiguriert werden könnten – ergänzt durch Dante-I/O. Damit eigne es sich besonders für vollständig skalierbare Audioinstallationen in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen.
Yamaha RUio16FLX-D.jpg
Software
Die neue DM-Editor-Applikation für Windows und Mac ermögliche Offline-Setup, Bearbeitung und Online-Backup-Management und sei sowohl mit der DM5- als auch mit der DM7-Serie kompatibel; Konsolendateien seien zwischen beiden Serien austauschbar. Aktualisierte Versionen von DM StageMix und MonitorMix böten komfortable Remote-Steuerung aus allen Bereichen einer Spielstätte. ProVisionaire Control Plus biete darüber hinaus eine vollständig anpassbare Steuerungsplattform.
„Die DM5-Serie bringt den bewährten Workflow der DM7-Serie auf eine zugänglichere Plattform und bietet den Nutzern mehr Möglichkeiten als je zuvor”, sagt Motome Tanaka, Senior General Manager von Yamahas Professional Solutions Division. „Zusammen mit der Flexibilität des Yamaha-Ökosystems können Nutzer das ideale System für jede Anwendung wählen und dabei einen konsistenten Workflow beibehalten. Wir sind überzeugt, dass dies Audiospezialisten dabei hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den bestmöglichen Klang für jede Veranstaltung.”