Widget Designer Version 6

Widget Designer 6 mit neuen Front-End-Funktionen

Gleichzeitig zur Präsentation von Pandoras Box 6 wurde auch der Widget Designer Version 6 veröffentlicht. Christie verzichtete somit auf eine Zwischenversion 5. Auf diese Weise wurde eine klare Produktlinie geschaffen und es gibt eine einheitliche Versionsbezeichnung.

Widget Designer Version 6
(Bild: Widget Designer Version 6)

 

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Auch beim Widget Designer vollzog sich der Umbau der Software über einen Zeitraum von rund zwei Jahren und enthält so weitreichende Neuerungen, dass ein solcher Versionssprung gerechtfertigt scheint. Der Widget Designer ist als extrem flexibles, kreatives und leistungsstarkes Werkzeug bekannt, das inzwischen in zwei Einsatzbereichen eingesetzt wird. Waren es zunächst Techniker, die mit dem Widget Designer ein komfortables technisches Interface fanden, welches ermöglichte eine individuelle Benutzeroberfläche zu schaffen, um eine jeweils ganz individuelle Show-Steuerung mit der gebotenen Funktionalität zu kreieren, so finden sich inzwischen zahlreiche Anwendungsbereiche, bei denen der Widget Designer als Front End dient. Beispiele dafür sind Einsätze auf Messeständen oder in Museen mit interaktiven Steuerungen für ihre jeweiligen Besucher. Wobei hier der Widget Designer meistens als Steuerung für eine Pandoras Box eingesetzt wird. Ebenfalls eignet sich die Software auch für Stand-Alone-Anwendungen ohne Medien-Server.

Front End
Und genau hier – in seiner Funktion als Front-End-Gerät – wurden auch die meisten Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen. Das erklärte Ziel der Entwickler war daher eine optisch ansprechende und leicht verständliche und handhabbare Oberfläche zu kreieren.

Der Widget Designer basiert in der neuen Version komplett auf HTML 5. Das interne User-Interface selbst ist komplett Web basiert (nicht in Form einer Cloud Applikation). CSS3- Styles, um das Front End grafisch anzupassen, können von jedem Webdesigner wie für eine reguläre Website zur Verfügung gestellt werden. Die komplette Bandbreite von Funktionen über Farbeffekte bis hin zu Verschiebungen und Einblendungen sind demnach auch mit dem nativen Widget Designer nutzbar.

Node System Widget Designer
Durch Einfügen von Compositing Nodes können innerhalb des Knotensystems „Unterknotensysteme“ eingefügt werden. Da jetzt auch das Aufzoomen des Interfaces sowie Drag-Funktionen möglich sind, können auch große Knotensysteme übersichtlich dargestellt werden. (Bild: Harry Heckendorf)

 

Zu den bisher nicht „denkbaren“ Features gehört zum Beispiel, dass durch Interaktion mit der Maus Schriften oder bestimmte Bereiche „ge-high-lightet“, „ausgegraut“ oder vergrößert werden können. Transparenzen sind ebenso möglich wie Spiegelungen. Alle Elemente können in ihrer Position oder Farbe verändert und sogar animiert werden. Die kreative Palette reicht hier von hübschen Spielereien bis hin zu technisch sinnvollen Anwendungen. Die HTML 5-Basis dürfte zudem dafür verantwortlich sein, dass die Performance deutlich gesteigert wurde. Zumal die grafische Komponente jetzt von der Knotenberechnung getrennt verläuft. Dies hat zur Folge, dass Seiten voller Widgets, selbst inklusive hochauflösender Hintergrundbilder, quasi verzögerungsfrei geladen werden können.

Beachtlich ist ohnehin der „grafische Raum“, der in dieser Version zur Verfügung steht. Jede Seite, auf der die Bedienelemente kreiert und angeordnet werden können, umfasst eine satte 8.192 × 8.192 Pixel große Fläche! Da jetzt auch das Aufzoomen des Interfaces sowie Drag-Funktionen möglich sind, können auch große Knotensysteme übersichtlich dargestellt werden. Dank dieses neuen Features dürften viele Arbeitsschritte einfacher und übersichtlicher werden.

Der verwendete WebServer zur Generierung der internen Seiten kann zusätzlich auch mit externen Geräten genutzt werden. (Anmerkung: Server daher, weil der WD die Website zur Verfügung stellt. Das Interface ist der Browser, der vom eigenen internen Server gespeist wird.) Hier spielt es keine Rolle, auf welchem Gerät ein Browser verwendet wird. Die vorbereitete Programmierung kann demnach auf Tablets, Desktop Computern oder Smartphones gleichermaßen angezeigt und genutzt werden. Dies hebt die vormalige Diskrepanz zwischen lokalem Widget Designer Interface und dem ehemalig zuschaltbaren WebServer komplett auf. Durch die Bereitstellung als Web-Page werden zusätzliche Interaktionen mit mehreren Instanzen außerhalb des Widget Designers möglich.

Generic Widgets
Ein Trumpf Individuelle und übersichtliche Gestaltung der Bedienoberfläche (Bild: Harry Heckendorf)

 

Ein Beispiel ist die Möglichkeit, eine Excel-Tabelle einzuladen und auf die Werte mit allen Instanzen zugreifen zu können. Diese Funktion war bisher immer nur im lokalen Widget Designer möglich. Werte können nun von mehreren Benutzern gleichzeitig geändert werden. Ob hier eine Gästeliste geführt oder ein Ablaufplan verändert wird, ist dann völlig unerheblich. Auf diese neu eingegebenen Daten kann im Anschluss der lokale Widget Designer mit seiner Logik-Programmierung reagieren.

Auch Fotos aus externen Devices wie Smartphones usw. können jetzt bequem geladen werden. Dies ist ein schönes Feature, um Interaktionen bei Veranstaltungen zeitnah zu präsentieren. Es ist beispielsweise nun möglich, Fotos/Inhalte über Pandoras Box in eine laufende LiveShow einfließen zu lassen. Diese Interaktionsmöglichkeiten sind allesamt dank der Umstellung auf HTML 5 möglich geworden.

Logik Programmierung
Neben all diesen attraktiven „Äußerlichkeiten“, die die Version 6 bietet, finden sich auch beeindruckende innere Werte. So wurde durch das Einfügen von Compositing Nodes eine Möglichkeit geschaffen, innerhalb des Knotensystems gewissermaßen „Unterknotensysteme“ einzufügen. Diese Option dürfte Operatoren die Arbeit immer dann erleichtern, wenn zum Beispiel geänderte Werte auf Gruppen innerhalb eines TrackingSzenarios übertragen werden sollen. Über die Edit-Funktion erstellte oder veränderte Werte können nun leicht gruppiert und in dem Unterknotenpunkt zusammengefasst werden. Auf diesem Weg können solch beliebig komplexe Funktionen, die in einem Knoten zusammengefasst wurden, auch noch einmal geändert werden und nicht etwa jedes Element einer Gruppe einzeln. Solche Custom-Knoten können anschließend zum Schutz gegen unbefugten Zugriff verschlüsselt werden.

Überdies wurden zahlreiche weitere Funktionen, die den Workflow optimieren, in die Software integriert. Neben Drag & Drop-Funktionen findet sich z. B. eine Inspektor-Funktion, die Informationen zu den erstellten Items auf der Oberfläche per Mouse-Click bietet.

Übersichtlich und praktisch ist, dass via Copy-Paste kopierte Knoten (unmittelbar nach dem Befehl) neu und logisch nummeriert werden – Programmiervorgänge werden regelrecht „mitdenkend unterstützt“. Solche Funktionen erleichtern und beschleunigen den gesamten Work- flow, da dem User unnötige Klicks abgenommen werden.

Widget Designer Version 6
Widget Designer Version 6 (Bild: Harry Heckendorf)

 

Konsistente Programmierung durch verbesserte Script-Sprache
Last but not least: Um die Programmierung schneller und „griffiger“ zu gestalten, wurde eine unterstützende Methodik integriert, die dem Operator sofort aufzeigt, welcher Schritt als Nächstes gemacht werden muss. Auch Fehler und Warnmeldungen erfolgen prompt. Etwa, wenn ein Anführungszeichen im Befehl erforderlich wird. Diese Hilfe wird die Anwendung von Script-Sprache einfacher und deutlicher werden lassen.

Fazit
Deutlich verbesserte Front-End-Funktionen dank einer HTML 5-Basis. Daher auch keine visuelle Diskrepanz zwischen lokalen und externen Widget Designern. Die Optimierungen im Knotensystem durch Compositing Nodes und die Verbesserung der Script-Sprache werden besonders Bestandskunden erfreuen. Alles in allem dürften, dank der vielen detaillierten Workflow-Optimierungen, die Ziele eines jeden Operators mit der Widget Designer Version 6 schneller erreicht werden.

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