LED-Moving Head für hohe Ansprüche im Theater und Studio

Test Robe T1 Profile

(Bild: Dieter Stork)

Wie wird man dem Anspruch eines Theaters oder Fernsehstudios gerecht? Indem man alles, was die „konventionellen“ Leuchten bisher leisteten, ohne Einschränkungen ebenfalls bietet und zusätzliche Funktionen einer modernen LED-Leuchte hinzufügt – Robe stellt dies mit dem Robin T1 unter Beweis.

 

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Inhalt


Die Ansprüche steigen immer weiter: Lichtgestalter im anspruchsvollen Theater stellen meist die höchsten Anforderungen und wünschen sich einen Scheinwerfer, der aus allen Welten das Beste in sich vereint – Lichtqualität und Verhalten eines Halogen-Profilscheinwerfers, die Steuerbarkeit eines modernen Moving-Lights und zuletzt die Farbsättigung von farbigen LEDs. Dass man dabei immer einen Kompromiss eingehen muss, ist jedem klar. Aber die Größe der Kompromisse wird immer kleiner und mit dem neuen T1 von Robe ist ein weiterer Schritt zur perfekten Symbiose hin betrieben worden.

 

Am Anfang steht die Lichtquelle

Ein Ausschlusskriterium in der anspruchsvollen Beleuchtung sind Multi- oder Farbschatten, die ja meist durch die räumlich getrennten Einzellichtquellen der LED-Arrays erzeugt werden. Der T1 von Robe geht hier einen zwar nicht neuen, aber eher seltenen Lösungsweg. Von drei Seiten werden die Farben der LED-Arrays, ähnlich wie bei einem Prisma, über halbdurchlässige Spiegel bzw. dichroitisch beschichtete Gläser in die Richtung der Lichtaustrittöffnung umgelenkt. Dabei überlagern sich die Farben ohne räumlichen Abstand zueinander. Man erhält eine vollständige Farbmischung, ohne dass Farbschatten oder Multischatten auftreten. Über die Wahl der bewährten farbigen LEDs von Rot, Grün, Blau sowie Amber und Lime, erhält man auch ein angenehmes Weiß, ohne den Umweg über ein Weißlicht-LED-Array und anschließenden Farbfiltern gehen zu müssen. Betrachten wir den Aufbau der Farbmischbox, so wird hier an drei Seiten das Licht eingespeist und in der vierten Öffnung, also der gegenüberliegenden Seite des zweiten LED-Boards, das Licht als gemischte Farbe von einer weiteren Optik gerichtet auf die Abbildungsebene geworfen. Wenn man mitgezählt hat, so fällt einem auf, dass über drei Seiten eingespeist wird, also drei LED-Boards bzw. Arrays vorhanden sind, jedoch fünf LED-Farben zum Einsatz kommen. Hier hat man den neuen Weg eingeschlagen und zu den grünen LEDs auch die Lime-LEDs hinzugefügt, also die Chips abwechselnd angeordnet, genauso wie die roten LEDs sich den Platz mit den amberfarbenen LEDs teilen. Nur das blaue Array ist komplett blau geblieben. „Viel Licht“ bei LED heißt auch immer „viel Kühlung“. Aber so zu kühlen, dass man die Kühlung selbst nicht wahrnimmt, das ist die Königsdisziplin. Und der Robe T1 ist hier ein guter König: Ist der Scheinwerfer heruntergedimmt, so läuft noch nicht einmal der Lüfter im Basement, er ist dann mucksmäuschenstill. Aber auch wenn die LED-Engine auf 100% Weißlicht steht, sind die Lüfter nur ganz schwach wahrnehmbar – und das im Auto-Modus. Wenn man sowieso eine laute Umgebung hat, kann man dann auch auf High stellen, dann ist man auch deutlich mit einer Geräuschkulisse dabei. Geschmackssache ist der Umstand, dass man unter einem weiteren Menüpunkt ebenfalls Einfluss auf den Lüfter nehmen kann. Was im Theater und sehr oft auch im Studio gefordert wird, ist ein gleichbleibendes Lüftergeräusch. Im Theatermode kann man dazu selbst die Drehzahl der Lüfter von 0 bis 100% regeln, sodass der Toningenieur immer das gleiche Geräusch empfängt und sich darauf einstellen kann.

Lichtqualität des Robe T1

Zugegeben: ein Vollfarbsystem kann in der Regel einer weißen LED, die auf hohen CRI getrimmt wurde, nicht das Wasser reichen. Aber betrachtet man, was Robe mit dem T1 auf die Beine stellt, dann spielt man auch mit diesem Vollfarbsystem in der oberen Liga mit. Bemerkenswert ist dabei, dass die Lichtqualität trotz verschiedener Farbtemperaturen konstant bleibt bzw. nicht leidet. Die Farborte des Weißlichtes liegen gut auf der planckschen Kurve und machen eine gute Figur, sprich das Weiß ist sehr ansehnlich – so wie man es sich wünscht. Benötigt man einen höheren CRI als die Farbpresets von sich aus anbieten, ist das mit deren Multifarb-Engine auch möglich. Aber wie bereits angedeutet – einen Tod muss man sterben: Wenn man den CRI um ca. 11 Zähler von 77,4 auf 88,7 erhöht, fällt die Lichtleistung von 2670 Lux auf 2184 Lux in 2,8 m Entfernung bei weitem Zoom. Einer der oft unbeachteten Effekte ist die Alterung einer LED. Zwar werden hier auf die LED drei Jahre oder 20.000 Stunden Garantie und 30.000 h mittlere Lebensdauer angegeben. Aber man weiß ja, dass man je nach Gebrauch der Einzelfarben schon einen halben Prozentpunkt Abweichung bereits als andere Farbe wahrnimmt. Und da kommen bei einer mittleren Lebensdauer, also 50% zu einem Farbunterschied von 0,5% Punkten gerade mal 300 h zusammen, was bei einem 12-Stunden-Job wie Messe gerade mal 25 Tage sind. Aus diesem Grund können viele Anbieter ihre Scheinwerfer vom Kunden selbst kalibrieren lassen. Beim Robe T1 hat man einen anderen – besseren – Weg eingeschlagen. Hier misst sich der Scheinwerfer ohne zusätzliche Hilfsmittel bei jedem Hochfahren (RCC – Robe Color Calibration System). Beim Reset sieht man das Aufblitzen der Farben, da der prüfende Lichtsensor an der Austrittslinse angebracht ist. Er gibt eine Rückmeldung, wenn sich die Messwerte außerhalb eines Toleranzbereichs befinden. Der Kalibrierungsprozess kann dann manuell angestoßen werden. Mit der Farbkalibrierung kann man sichergehen, dass der Scheinwerfer immer die optimale Farbmischung bereithält. Dafür unsere uneingeschränkte Hochachtung.

 

Optische Komponenten im Lichtstrahl des Robe T1 (Bild: Herbert Bernstädt)

 

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Aufbau des Robe T1 Moving Heads

Grundsolide ist das Gehäuse zusammengeschraubt. Alle Teile sind gut erreichbar, passgenau und der T1 lässt sich ohne aufwändige Vorarbeiten sehr gut warten. Die Abdeckungen werden mit nur zwei Schnellverschluss-Schrauben gehalten und das Sicherungselement für die Deckel wird ebenso von einem Schnellverschluss gehalten. Das macht einen sehr wertigen Eindruck und hebt sich deutlich von den meisten Anbietern ab. Die Module der Blendenschieber- und Goboeinheit sind auch als herausnehmbares Modul ausgeführt. Eine Führung sowie zwei Halteschrauben halten das Modul mechanisch in Position. Die Versorgung mit Strom und Daten erfolgt über ein Anschlussterminal. Hier muss man leider das Gerät vorher einmal durchschwenken, um die Steckverbinder zu lösen. Das ist der einzige Wermutstropfen, denn für den Öfteren Gebrauch sind diese Steckverbinder nicht geeignet. Ein anderes Stecksystem würde dem sonst so durchdachten Design zugutekommen, denn die Schraubverbindung für die Stromversorgung des Gobomoduls ist im Gegensatz zu den sonst verwendeten verriegelten Steckverbindern für Strom nicht so sexy. Da keine CMY-Farbmischeinheit oder ein Farbrad Platz benötigen, ist augenscheinlich einiger Platz im Kopf. Dennoch sind die Abbildungsebenen für Gobo, Animationsrad, Blendenschieber und Iris naturgemäß sehr eng zusammengehalten, damit mit einem Gobo auch der Blendenschieber zusammen eine Wirkung erzielen kann. Das Einzige, was man vermissen könnte, wäre ein zweites Goborad mit der Möglichkeit zu morphen. Auf der anderen Seite lassen sich mit dem Animationsrad, welches erfrischenderweise nicht dem Standardmuster folgt, und der Goboauswahl sehr schöne animierte Hintergrundflächen gestalten. Die gekapselten komplexen Optiken für Zoom und Fokus lassen sich leicht reinigen bzw. dort ist viel Platz, welcher aber auch benötigt wird, um den großen Zoombereich durchfahren zu können. Die Optik lässt sich sehr gut fokussieren. Jedoch hat man durch die LED-Engine mit der Mikrolinsenstruktur über weite Bereiche der Fokussierung immer eine sichtbare Strukturabbildung. Sehr gelungen ist die Auswahl der zwei Frostfilter, einem sehr leichten und einem kräftigeren Frost. Dazu sind in der Steuerung auch automatische Makros vorgesehen, die den Frost periodisch rein- und rausfahren. Unser Testgerät mit der damals aktuellen Firmware besaß noch einen Bug, wodurch der Frost nach Positionierung halb in den Strahlengang anschießend beinahe unmerklich vollständig in den Strahlengang fuhr. Dies wird bestimmt mit dem nächsten Update der Vergangenheit angehören. Wenn wir gerade beim Thema Update sind: Hier ist der Robe T1 vom Prinzip her sehr vielseitig aufgestellt. So kann man über die Website das „Robe Uploader“-Programm herunterladen, um dann via RJ45-Steckverbinder bzw. Netzwerk eine neue Firmware auf den Scheinwerfer zu laden. Das ist sehr praktisch, denn die Software lädt automatisch die zum Gerät passenden und aktuellen Updates und man benötigt keine speziellen Update-Dateien. Somit kann man auf jeder Baustelle alle Geräte, auch die zugemieteten, auf die gleiche Firmware updaten. Soweit die Theorie – in unserem Test war der Weg über das Netzwerk leider nicht von Erfolg gekrönt, aber man muss dabei immer bedenken, dass wir ein Vorserienmodell zum Testen vorliegen hatten. So musste uns doch erst ein Universal Interface zugesendet werden. Dabei zeigte sich auch wieder, dass eine Treiberinstallation beim Mac/OS X einfacher vonstattengeht, während man unter Windows doch ein wenig mehr Betriebssystemkenntnisse benötigt, insbesondere wenn man in den Anleitungen auf eine Drittanbieterseite geleitet wird, die einem auch nicht zwingend weiterhilft, wenn man nicht weiß, welchen der vielen Treiber dort man nun installieren soll. Aber wenn das System dann einmal eingerichtet ist, läuft es vorbildlich, übersichtlich, selbsterklärend, zuverlässig und komfortabel.

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Lichtbild des Robe T1

Wenn über 10.000 Lumen den Raum erhellen und dabei eine ansehnliche Farbqualität bei 3200K geboten wird, dann ist man erst einmal zufrieden. Testet man dann noch, ob Farbschatten oder Multischatten auftreten und sieht nur eine saubere Schattenbildung, dann ist man umso positiver überrascht. Der Zoom und Fokus arbeiten im gegebenen Bereich einwandfrei. Die beiden Frostfilter (leichter und mittlerer Frost) können auch kombiniert in den Strahlengang eingefahren werden, wobei beide Filter von nur einem Steuerkreis angesteuert werden und der Wertevorrat dementsprechend aufgeteilt ist. Die Iris verfährt extrem schnell und lässt sich auch bei kleinem Zoom sehr eng ziehen, so dass man den berühmten „Strich ziehen“ kann. Bei den vorgefertigten Pulseffekten fährt die Iris so weit auf, dass diese nicht mehr als Abbildungskreis begrenzt; es entsteht ein weicher Außenrand. Wenn man die Iris bei den Autoprogrammen nur innerhalb der scharfen Randbegrenzung fahren lassen würde, hätte man einen definierten Pulseffekt mit der Iris. Sehr gut gelungen ist die Goboebene zur Blendenschieberebene. Zunächst muss man sagen, dass die Gobos über die Fläche gleichmäßig scharf dargestellt werden. Zusammen mit den Blendenschiebern kann man hier z. B. ein Schriftzug-Gobo Buchstabe für Buchstabe aufziehen. Hier lässt sich mit Gobos und Blendenschieber noch eine ganz neue Spielwiese beschreiten. Wie in unserem Video auf www.production-partner.de zu sehen, sind die Blendenschieber extrem schnell. Dass man ein einzelnes Blade nicht ganz durchziehen kann ist nicht so kritisch, wenn man normale Blendenschieberfunktionen nutzt. Sehr vorteilhaft ist die Steuerung der Blendenschieber, indem ein Kreis die Einfahrtiefe bestimmt, während der andere Kanal die Neigung des Blendenschiebers definiert. Im Gegensatz zu den meisten Mittbewerbern – wo die Steuerkreise für das Einfahren der rechten wie linken Seite zuständig sind und für das gleichmäßige Einfahren beide Kreise gleichmäßig bewegt werden müssen. Mit dem Einfahren des Sechsfach-Prismas ist je nach Zoom und Fokusstellung erst einmal eine Fahrt der Linsensysteme vonnöten, damit das Prisma in den Strahlengang eingefahren werden kann. Aufgrund der geringen Prismaneigung sind der Zoom bzw. die Tubusbegrenzung kein Thema bei der Prismaprojektion. Die Goboauswahl kann als gelungen bezeichnet werden. Besonders gut ist auch die Verwendung eines Strukturglasgobos. Das Animationsrad ist nur von einer Richtung aus hineinzufahren. Einer der stärksten Effekte ist die Verwendung von Multicolor. Wie im Absatz „Steuerung“ beschrieben wird, ist es hier möglich, trotz homogener Farbmisch-Engine zwei Farben gleichzeitig darzustellen, wie man es von Halbfarben von Farbrädern her auch kennt. In Kombination mit Prisma und Gobo ein absolut starker Effekt, den man bei der Art von LED-Engine nicht vermutet hätte. Zusammen mit den Glas-Strukturgobos und den Multicolor-Farben bzw. der gleichzeitigen Darstellung von blau-grünen Farben lässt sich ein guter Wassereffekt darstellen. Für Feuer fehlt es bisher an roten Multicolors.

 

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Messungen

 

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Bedienung und Features des Robin T1

Bei der Bedienung von Maschinen einer gewissen Größe, Qualität und Anspruch, so wie sie der Robe T1 darstellt, erwartet man heute schon ein grafikfähiges Farbdisplay. Ob es nun ein Endlos-Encoder oder eine traditionelle Viertastenbedienung sein muss, darüber kann man streiten, muss es aber nicht – da sich das Display auch per Touch bedienen lässt. Natürlich ist es für ein stromloses Setup akkugepuffert. Sehr schön ist bei der Menü-Struktur die Möglichkeit, über ein Zehner-Tastenfeld die Adresse einzugeben. Der Funktionsumfang des T1 ist immens und man erkennt sehr schnell, dass man versucht hat, jede Anforderung optimal umzusetzen. So ruft es Begeisterung hervor, wenn man zum Nachbilden einer Halogenlampe die Auswahl von fünf verschieden Leistungsklassen von Halogenleuchtmitteln findet, die neben der Zeitverzögerung auch das „dim to warm“ ausführen. Wenn man dazu das Lichtbild verfolgt, so muss man attestieren, dass sich die Umsetzung sehr nah an die Realität anlehnt. Aber auch die Dimmung hat es in sich. So wird zwar von einer 18-Bit-Dimmung gesprochen, jedoch wundert man sich anfänglich über die niedrigen PWM-Frequenzen, die man einstellen kann. Im Gegensatz zu anderen Mitbewerbern, die auch mal eine PWM von 25 kHz raushauen, liegt die maximale Frequenz hier nur bei 2,4 kHz und beginnt bei 300 Hz. Betrachtet man aber die Dimmung genauer, so sind noch ein paar Raffinessen zu finden, so dass trotz augenscheinlich geringer Frequenz eine recht hohe Flimmerfreiheit garantiert werden kann: Zunächst werden die Farben untereinander unterschiedlich gedimmt. Während Rot und Blau gleich getaktet werden, findet man bei den übrigen Farben eine PWM, bei der der zweite Impuls unterschiedlich zum ersten Impuls gestaltet ist. Werden die Farben noch zusammen angesteuert, dann ist z. B. die grüne Farbe versetzt zur blauen Farbe getaktet. Dimmt man eine Farbe immer weiter hoch, so erfolgt bei ca. 50% bereits eine 100% durchlaufende Gleichspannung bzw. durchgesteuerte PWM und beim weiteren Aufdimmen folgt dann das Überlagern einer weiteren PWM auf diesem Gleichstrom. Das hat einen wirklichen innovativen Charakter und wird von Robe „Cpulse“ genannt. Der Begriff „Multicolor“ ist bereits im vorigen Kapitel gefallen. Hier muss man sich wirklich die Frage stellen: Wie kann ein LED-Farbmischsystem, das eine homogene Farbmischung hervorbringt, Halbfarben wie ein halb eingefahrenes Farbrad darstellen? Auch hier haben wir das Prinzip bereits bei anderen Leuchten schon kennengelernt: Das LED-Board bzw. Array wird mit mehreren Treiberkreisen betrieben. Dabei hat man die Aufteilung in einen oberen und unteren Halbkreis angeordnet. Nun kann man mit Ansteuerung nur des oberen Feldes eine räumlich getrennte Ausleuchtung einer Farbe erreichen. Beim T1 kann man z. B. den oberen Bereich mit Lime leuchten lassen und den unteren Bereich mit grün. Und schon hat man eine räumlich getrennte Mehrfarbigkeit; je stärker je weiter man versucht, die Abbildungsebene Richtung LED-Engine zu verschieben. Beim T1 hat man unter Multicolor einen Steuerbereich definiert, in dem man verschiedene Farbkombinationen mit dieser räumlichen Aufteilung abrufen kann. Dabei sind bisher nur der Gün/Blau-Kombinationen mit der Multicolor-Funktion abrufbar. Bis auf ACN spricht der T1 fast jede Sprache und kann so als multilingual gelten. Welcher Scheinwerfer kann schon neben DMX, RDM, Artnet und sACN noch MA Net oder MANet2 sprechen, optional auch W-DMX von Lumen Radio? Auch ist bereits eine GDTF-Library (General Device Type Format, https://www.gdtf-share.com/) verfügbar, wenn auch nur für die DMX-Funktionen. Dafür wird RDM sehr gut genutzt, indem man sogar User-Colors von einem Scheinwerfer zum nächsten übertragen kann. Ein sehr praktisches Verfahren, um alle angeschlossenen Geräte mit den gleichen Farben einzurichten. Wenn wir schon bei den Steuerkreisen sind, so besticht der T1 auch mit 56 an Rosco angelegten Farbfolien sowie zehn CTO- bzw. CTB-Korrekturfiltern.

Weitere Steuerkanäle erlauben das Abrufen eines Weiß in gewünschter Farbtemperatur. Natürlich fehlt dabei auch nicht die Tint-Funktion für eine Verschiebung des Farbortes ins Grün oder Magenta. So verwundert es auch nicht, dass man zwischen CMY- oder RGB-Mode via DMX-Steuerkanal auswählen kann. Gesteigert wird das Ganze mit einem Color Mix-Control-Kanal, in dem man die Prioritäten zwischen Festfarben und dem Farbmischsystem definiert. So kann man den Scheinwerfer während des Einrichtens und während der Show von Mode zu Mode umschalten, je nachdem wie man gerade bevorzugt arbeiten möchte. Das heißt, hier hat man nicht die Beschränkung, dass man die komplette Show im zuvor eingestellten Betriebsmode ausführen muss. Somit sind hier auch nur drei Modi verfügbar, die dann über DMX-Steuerkreise auf verschiedensten Funktionen umgeschaltet werden können. Auf der anderen Seite bedeutet dies aber auch, dass man wissen muss, an welchen Stellschrauben man dreht, um das gewünschte Ergebnis schnell zu erreichen. Eine weitere Funktion der Farbwiedergabe ist „Chromatic White“: Je nach eingestellter Farbtemperatur des Weißlichtes werden auch die abgerufenen Farben der vorprogrammierten Roscofarben entsprechend der Farbtemperatur verschoben. Dementsprechend sind einige Tabellen erforderlich, um die verschiedenen Farbtemperaturfarben wie 2.700K, 3.200K, 4.200K, 5.600K, 8.000K entsprechend dem Filterverhalten nachzubilden. Insgesamt kann man attestieren, dass alle Farben oder Weißlicht-Farbtemperaturen sehr harmonisch und stimmig erscheinen und nicht nur irgendwelchen Algorithmen folgen.

 

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Soft-Skill

Die Ansteuerung von Pan- und Tilt-Antrieb in unterschiedlichen Modi wie über Zeit oder Vector sind in der heutigen Zeit Standard. Neu dagegen ist der EMS (Electronic Motion Stabilisier): Ein Lage-/Beschleunigungssensor unterstützt, dass die Pan- und Tilt-Motoren so beschleunigt werden, dass die Bewegung möglichst nicht nachschwingt, obwohl der Scheinwerfer auf einem nicht so lagestabilen Support angeschlagen ist. Wenn der Scheinwerfer also an einer Zugstange hängt, werden die Bescheinigungen so ausgeführt, dass die Zugstange nicht so stark ins Schwingen gerät bzw. die Fahrt sauber durchgeführt wird. Der Robin T1 ist auch die Basis für das Robospot-System. Dazu wird beim T1 Profile in der FS-Version seitlich am Kopf eine Kamera montiert, wobei die Verkabelung zur Kamera vorverlegt ist (nur T1 Profile FS) und über RJ45 erfolgt. Bei diesen hochprofessionellen Anwendungsmöglichkeiten ist auch Stand-Alone-Funktionalität angesagt, sogar mit Mikrofon-Triggerung.

 

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Fazit

Der Robe T1 vereint viele gute Eigenschaften konventioneller Halogenleuchtmittel und farbiger LEDs in einem modernen Moving-Head. Getoppt wird das noch durch einige wirklich innovative Detaillösungen: Sei es das Dimmen auf dem Null-Niveau mittels 18 Bit interner Auflösung, der gestaffelten PWM, der besonderen Farbmischeinheit, die ausführlichen Farbpresets und variablen Steuerungsmodi, oder den Pan/Tilt-Bewegungsausgleich via Lagesensor. Selbst der Alterung der LEDs wird mittels regelmäßiger Kalibrierung ein Schnippchen geschlagen. Zu diesem Preis und in dieser Ausstattung, muss man sagen, dass die Messlatte ganz weit oben liegt. Die praxisnahen Umsetzungen der Funktionen und Features befähigt den Robin T1 zum idealen Arbeitstier für das anspruchsvolle Theater oder Studios und lässt erst mal keinen Wunsch offen. Und dafür, dass die Investition auch für langfristig planende Institutionen wie ein Theater oder Studio äußerst attraktiv ist, sorgen die 10-jährige Ersatzteilgarantie und drei Jahre Garantie auf das Leuchtmittel – wohlgemerkt mit Werk im europäischen Tschechien.

 

 

 

 

 

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