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Live-Mischung in Sterntopologie

Stage Tec Aurus Platinum mit 32 Fadern für den FOH-Mix
Stage Tec Aurus Platinum mit 16 Fadern für die FOH-Mischung der Solisten (Bild: Jörg Küster)

Diplom-Tonmeister Carsten Kümmel mischt das Pop-Oratorium Luther über ein mit 32 Fadern ausgestattetes Stage Tec Aurus Platinum – ein Blick auf seinen Signalfluss

Text und Fotos: Jörg Küster

Diplom-Tonmeister Carsten Kümmel, der „nebenbei“ auch Professor für Beschallung an der Hochschule Darmstadt im Bachelor-Studiengang „Sound and Music Production“ ist, mischt das Pop-Oratorium über ein mit 32 Fadern ausgestattetes Stage Tec Aurus Platinum. Direkt neben ihm kümmert sich Bühnen- und Studiomeister Thomas Mundorf am FOH-Platz um die Solisten und verwendet in diesem Zusammenhang ein Aurus Platinum mit 16 Fadern. Beide Konsolen lassen sich prinzipiell als sehr komfortabel ausgestattete Hardware-Remotes ohne I/Os verstehen und werden an einem Core („Nexus Star Router“) betrieben, der beim Pop-Oratorium als Maximalkonfiguration mit sieben Platinum DSP-Karten bestückt ist. Dem Chor ist als Monitorpult ein Stage Tec Auratus mit 16 Fadern zugewiesen, an dem Christian „Kreini“ Kreinberg die Sängerinnen und Sänger direkt im Blick hat. Ein zweiter Nexus Star Router ist in einem Rack nahe der Digico SD7-Monitorkonsole untergebracht.

Routing-Matrix
Kleiner Ausschnitt der Routing-Matrix für das Stage Tec System (Bild: Jörg Küster)

Die Pulte sind in ein Audionetzwerk mit elf Nexus-Basisgeräten eingebunden, welche 1.500 auf 1.500 Audio-I/Os bereithalten. Fünf Nexus-Basisgeräte stellen im Chor verteilt TrueMatch-Mikrofoneingänge zur Verfügung: Die Mic-Preamps zeichnen sich durch den Verzicht auf eine konventionelle Vorverstärkung aus und bringen analoge Eingangssignale über gestackte Wandler mit einer außerordentlich hohen Dynamik von mehr als 158 dB(A) bei einer internen Auflösung von 32 Bit auf die digitale Ebene. Teil der Ausstattung ist eine Vierfach-Splitfunktion, dank welcher jedes angeschlossene Mischpult eigene Gain-Einstellungen tätigen kann, ohne die Vorverstärkung der Kollegen zu beeinflussen – lediglich bei der Aktivierung der Phantomspeisung trägt aus naheliegenden Gründen nur einer der Beteiligten Verantwortung.

Ein entscheidender Vorteil der Vernetzung über die Nexus Star Router ist die Möglichkeit, Signale von und zu jedem Punkt im Netzwerk zu verteilen. Die Verbindung erfolgt über Glasfaserleitungen, was allseits bekannte Vorteile insbesondere bei langen zu überbrückenden Distanzen mit sich bringt: Einstreuungen sind kein Thema, und auch sehr weite Wege lassen sich verlustfrei überbrücken. Die Verkabelung kann sternförmig oder als Daisy-Chain erfolgen. Beim „Pop-Oratorium Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ freut man sich über derlei Flexibilität, da sich der Chor je nach Venue ganz unterschiedlich über die Ränge verteilt – bei der Show in München etwa standen die Sänger gemeinsam auf einem Rang, während sie sich in Düsseldorf auf zwei weit nach oben und zu den Seiten hin auslaufende Ränge verteilten.

Nexus Star Router
Konzentrierte DSP-Power im 19″-Rack, unten ein Nexus Star Router (Bild: Jörg Küster)

Die Möglichkeiten, welche das Stage Tec System zur Verfügung stellt, sind äußerst umfangreich. Carsten Kümmel: „An meinem Aurus Platinum nutze ich bei Luther zehn MADI-Abgriffe, von denen ich drei für den virtuellen Soundcheck verwende. Über eine weitere MADI-Schnittstelle steuere ich meine virtuellen Effekte an. Hinzu kommen drei MADI-Abgriffe plus die Havarie, mit denen die Digico-Konsole von Kelly am Monitorplatz versorgt wird. Wenn ein Ü-Wagen am Start ist, stelle ich für die Kollegen dort drei zusätzliche MADI-Abgriffe bereit. Um so etwas überhaupt vernünftig realisieren zu können, benötigt man einfach ein Pult, das in der Kampfklasse von Stage Tec Aurus Platinum antritt.“ Das Thema Laufzeiten bringt Thomas Mundorf mit dem Adjektiv „schnell“ auf den Punkt – auch in einem großen Aufbau wie beim Pop-Oratorium Luther sind Latenzzeiten kein Thema. Die Vorverstärkung bezeichnet der langjährig erfahrene Audiospezialist als „sehr gut“ und bescheinigt ihr „einen cleanen Charakter und viel Headroom“, was so auch von den Tonkollegen bestätigt wird.

In unserem nächsten Stage Tec Mischpult-Beitrag berichten Carsten Kümmel und Thomas Mundorf über ihre Mischpraxis beim Pop Oratorium

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