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ASC: Kulinarisch und aktiv auf Zeitreise gehen – im Time Machine Restaurant auf AIDAnova

Mit 17 Restaurants und 23 Bars bietet AIDAnova, das erste Kreuzfahrtschiff, das zu hundert Prozent mit Flüssiggas – LNG / Liquefied Natural Gas – betrieben wird, sehr gutes Essen und eine kulinarische Vielfalt. Neu im Entertainmentkonzept von AIDAnova ist das Time Machine Restaurant.

(Bild: ASC)

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Amptown System Company (ASC) hat hier sein ganzes Know-how und Geschick in die Systemintegration von Video- und Steuerungstechnik einfließen lassen, um die fantastische Dinner Zeitreise zu einem unvergesslichen Abenteuer zu machen. Alles dreht und bewegt sich, während die Kellner ein köstliches Menü in drei Gängen servieren.

Entertainment und Dinner werden auf Deck 6 im Time Machine Restaurant fließend miteinander verknüpft. Die Gäste erwartet eine Welt voller Wunder, Verrücktheiten und Überraschungen. Die Ausstattung beeindruckt bereits am Zugang zum Restaurant: Oberhalb eines vergitterten Tors weist eine lautstark klackernde Fallblattanzeige auf die bevorstehende Show hin; mechanische Komponenten aus einer betagten Flughafen-Anzeigetafel wurden für das Exponat mit einer modernen digitalen Ansteuerung verknüpft.

Die großen und kleinen Cruise-Gäste werden am Zugang des À-la-carte Restaurants von einem Host begrüßt, bevor sie nichtsahnend einen Fahrstuhl betreten, der sie geräuschvoll mit flackernden Lichtern und passenden Soundeffekten auf unbekanntes Terrain befördert. Das Aufzugserlebnis ist nichts für schwache Nerven, denn die Fahrt stockt mitunter, und es ruckelt zwischenzeitlich ganz gewaltig – das Gefühl einer echten Fahrstuhlfahrt wird glaubwürdig vermittelt, wenngleich sich die Gäste de facto lediglich auf einer überdimensionierten Rüttelplatte befinden. Geschickt in die Deko integrierte Screens tragen seitlich angebracht zu einem realistisch wirkenden Fahrteindruck bei – der maximale Hub des virtuellen Lifts beträgt messbar allerdings lediglich acht Zentimeter.

Steampunk Traumwelt im Time Machine Restaurant. (Bild: ASC)

Kräftig durchgerüttelt werden die Gäste im Anschluss in eine Steampunk-Traumwelt entlassen, in der sie sich an festlich gedeckten Tischen niederlassen können – ein einzigartiges Ambiente, das in dieser Art nirgendwo sonst an Bord zu finden ist. Das Interior-Konzept wurde von AIDA Cruises in Zusammenarbeit mit der Leisure Expert Group, die auf Themenparks spezialisiert ist, mit beeindruckender Liebe zum Detail realisiert. Das dreigängige Dinner erstreckt sich über zwei Stunden, wird von professionellen Schauspielern mit „Professor Tempus“ als zentraler Figur begleitet und vermittelt den Anwesenden ein echtes Zeitreise-Feeling im Retro-Look.

In der Mitte des Restaurants befindet sich eine Drehbühne, die in ihrer Höhe verfahrbar ist. Oberhalb des Podiums sind AD-S4T-LP Lautsprecher von QSC installiert und in den Sitzbänken sind QSC Subwoofer versteckt. Auch das Amping stammt von QSC. Rundum an den Wänden sind Displays installiert, welche im Gesamtkontext zunächst wie Fenster wirken. Der Eindruck wird durch eine hölzerne Verkleidung verstärkt, welche kleiner als die eigentliche Bildschirmgröße ist. Der subjektiv vom Gast empfundene „Ausblick“ erscheint somit größer als der umgebende Fensterrahmen. An der Decke sind im Time Machine Restaurant mehr als einhundert Sharp Bildschirme installiert. Die besondere Herausforderung bestand laut Malte Polli-Holstein, ASC Vice President Maritime Business für maritime Projekte darin, einen Hersteller zu finden, dessen Produkte „face down“ angebracht werden können, ohne dass die Bildschirme nach einiger Zeit bedingt durch die Vibrationen des Schiffs aus ihren Rahmen fallen. Alle Bildschirme sind mit von ASC gefertigten Sonderkonstruktionen an den Wänden sowie in der Decke gesichert.

Displays die im Time Machine Restaurant wie Fenster in die Wände integriert wurden. (Bild: ASC)

„Eine Herausforderung bei den Planungen für die Ausstattung eines Schiffs besteht darin, die gewünschten technischen Produkte zum Zeitpunkt des Baus in ausreichenden Mengen zu erhalten“, erklärt Bernhard Loesken, Senior Superintendent Entertainment / Mediatechnics Newbuildings für AIDA. „Schaut man sich beispielsweise Flachbildschirme an, wird man die heute aktuellen Modelle in drei Jahren kaum mehr auf dem Markt finden. Für uns ist es jedoch wichtig, dass die während der Planungsarbeiten festgelegten Spezifikationen und Maße exakt eingehalten werden, da sich die Innenausstattung bei einem Großprojekt wie einem Schiff nachträglich kaum ändern lässt. Es ist daher unerlässlich, eng mit unserem Systemintegrator ASC und den beteiligten Herstellern zusammenzuarbeiten. Von den Herstellern erhalten wir beispielsweise Informationen über die Maße neuer Produkte, die lediglich als Prototypen oder sogar nur als Pläne existieren; diese Spezifikationen können wir in unsere Planungen für ein neues Schiff einbeziehen.“

Das Time Machine Restaurant bietet viele skurrile Details wie diverse Kuckucksuhren, an den Wänden montierte Manometer oder sich im Boden drehende Zahnräder. (Bild: ASC)

Die im Raum installierte und von ASC vorbereitete Technik kann ohne speziell geschultes Personal bedient werden. Im Hintergrund ist eine komplexe Steuerung aktiv, die sämtliche elektronisch kontrollierbaren Geschehnisse automatisch entlang einer Timeline synchronisiert. Das Food & Beverage Personal, das Service Team und die Schauspieler werden mithilfe von Screens über das Geschehen im Restaurant informiert. Als Medienserver dienen Software-Lösungen von Coolux / Christie Digital Systems, die auf speziellen 19“-Rechnern von XI-MACHINES installiert sind. Die übergreifende Steuerung stammt im Time Machine Restaurant als Premiere auf einem AIDA Kreuzfahrtschiff von der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG und bindet auch skurrile Details wie diverse Kuckucksuhren, an den Wänden montierte Manometer oder sich im Boden drehende Zahnräder ein. Das Beckhoff System dient als eine Art Übersetzer zwischen der Coolux-Software und den diversen Sensoren und Aktoren. Aufgrund der Komplexität der eingesetzten Technik verfügt das das Time Machine Restaurant über eine eigene Technikzentrale.

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