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Forschung

Forscher entwickeln neuartige Mikrokamera

Mikrokameras, wie sie in Robotern oder in der Medizin zum Einsatz kommen, erzeugten bisher oft verzerrte Bilder mit einem begrenzten Sichtfeld. Forscher der Princeton University und der University of Washington haben jetzt eine Kamera von der Größe eines groben Salzkorns entwickelt, die nur einen halben Millimeter breit ist und klare Farbaufnahmen macht.

RN nanocamera by Princeton University(Bild: Princeton University)

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Obwohl die neue Technologie für eben jene Medizin- oder Robotikbereiche gedacht ist, so implizieren die Aussagen der Forscher weitere Anwendungen, die uns anregen, unsere Idee von bildgebenden Systemen neu zu denken.
Das neue Verfahren ließe sich zur Umwandlung von Oberflächen in hochauflösende Kameras verwendet werden. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in Nature Communications.

“Wir könnten einzelne Oberflächen in Kameras mit ultrahoher Auflösung verwandeln, so dass man nicht mehr drei Kameras auf der Rückseite des Telefons bräuchte, sondern die gesamte Rückseite des Telefons zu einer einzigen riesigen Kamera würde”, sagte der Hauptautor der Studie, Felix Heide aus Princeton.

Nanokamerabild
In der dritten Spalte sind die Bilder der neuen Kameratechnolgie zu sehen. Links daneben sind andere Mikrokameratechnolgien als Vergleich aufgeführt und in der Spalte recht das Referenzbild (Bild: Princeton University Fig. 2: Experimental imaging results – veröffentlicht in Nature Communications)

Das neuronale nano-optische System besteht aus mehr als einer Million zylindrischer Pfosten, die als optische Antennen fungieren. Die Technologie integriert optisches Oberflächendesign und Signalverarbeitungsalgorithmen, um ein Bild zu erzeugen, und kann in der gleichen Größenordnung wie ein Mikrochip hergestellt werden. Bisherige Technologien erforderten ein Labor oder ideale Bedingungen, um hochwertige Bilder zu erzeugen.

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