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Lichtinstallation für Kulturhauptstadt

Kari Kola taucht mit GLP die Connemara-Berge in Farbe

Um Galways Status als europäische Kulturhauptstadt zu feiern, wurde der finnische Lichtkünstler Kari Kola damit beauftragt, die wunderschönen Connemara-Berge im wilden Westen Irlands in Smaragdgrün und Saphirblau zu tauchen. Das Ergebnis – ein Kunstwerk namens „Savage Beauty“ mit dem Lough Na Fuaiche im Vordergrund – verdankte seinen Erfolg auch rund 900 Scheinwerfern, viele davon aus dem Hause GLP.

Lichtinstallation(Bild: John MacMahon)

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Mit einer zu beleuchtenden Fläche von 500 Hektar (ca. 6,5 Kilometer Breite und 700 Meter Höhe) gilt diese riesige Leinwand als das größte Lichtkunstprojekt aller Zeiten.

Helen Marriage, die Kreativdirektorin von Galway 2020, hatte Kari Kola ursprünglich bereits im Februar 2019 angesprochen. Der Künstler erinnert sich: „Helen wusste, dass ich an wirklich großformatigen Projekten mit Licht und Natur arbeitete, und so rief sie mich an.“

Zwei Monate später war er zum ersten Mal auf der Grünen Insel, um potenzielle Standorte zu prüfen, bevor er sich im Oktober desselben Jahres auf die Connemara-Berge festlegte.

„Ich wollte mit dem Maßstab und auch mit den beiden Farben spielen“, sagt er. „Die Berge durchzieht ein großes Tal, das ich grün leuchten lassen wollte, während die seitlichen Berge in tiefem Blau erscheinen sollten. Außerdem wollte ich von der Bergspitze aus, die das Tal überblickt, ein ‚Dach‘ aus Licht mit wirklich starken blauen Beams kreieren.“

Schon vor seinem ersten Ortstermin hatte Kari mit GLP gesprochen und die Möglichkeiten geprüft. Bevor die Marke Ehrgeiz von GLP übernommen wurde und als Fusion by GLP ein Rebranding erfuhr, hatte er schon viele Jahre mit Ehrgeiz-Eigentümer Steven Braun zusammengearbeitet. „Sie haben mich bei meinen früheren Projekten sehr unterstützt, und ich besitze bereits viele GLP-Produkte“, sagt der Künstler.

Lichtinstallation(Bild: Christopher Lund)

Er spezifizierte schließlich 200 Super Nova SN70 von Fusion by GLP, ein RGBW-Scheinwerfer, der als RGBW-Fluter, Blinder oder Strobe mit homogenem, pixelfreiem Output dienen kann.

Diese ergänzte er um 120 Chroma 40 RGBW-Washlights und weitere 200 Stück Custom-Chromas sowie zahlreiche kleinere Scheinwerfer. Alle eingesetzten Modelle waren IP-65-zertifiziert, um dem rauen irischen Wetter standzuhalten.

„Ich wusste genau, was benötigt wurde und hatte keine Bedenken hinsichtlich des Outputs, da ich bereits früher ausgiebig mit GLP-Produkten gearbeitet habe“, erklärt Kari. „Ich habe auch großartigen Support von GLP erhalten.“

Das bekanntermaßen unberechenbare Klima und der abgelegene Standort erwiesen sich einerseits als die größte Herausforderung. Andererseits sorgte die Kombination aus Regen, Wind und Wolken für die nötige Dynamik in der ansonsten statischen Landschaft.

„Die Location war nicht über Straßen zu erreichen. Also mussten wir Hubschrauber einsetzen, um die Ausrüstung anzuliefern“, erinnert er sich. „Es war wirklich extrem, bei dieser Art von Wetter [starker Wind und Regen] in den Bergen zu arbeiten, mit einem engen Zeitplan und ohne jegliches Backup.“ Die Installation benötigte elf Generatoren und etwa 20 Kilometer Kabel, um alle Geräte miteinander zu verbinden.

Kari Kola führt den Erfolg des Projekts auf die umfangreiche Vorplanung und sein 15-köpfiges Team (einschließlich der Dokumentarfilmer) zurück. „Wir hatten darüber hinaus sechs lokale Schafzüchter, die wussten, wie man im Gelände arbeitet, eine Bootsbesatzung für die Logistik, ein dreiköpfiges Hubschrauber-Team, sechs Elektriker für die Generatoren, ein lokales Produktionsteam und Sicherheitskräfte.“

Lichtinstallation(Bild: Christopher Lund)

Die einzige Enttäuschung war, dass der ursprüngliche Plan, „Savage Beauty“ über vier Tage hinweg bis zum St. Patrick’s Day am 17. März zu präsentieren, mit geführten Wanderungen durch die schimmernde Landschaft, angesichts des Coronavirus aufgegeben werden musste. Wenngleich die Interaktionsmöglichkeiten wegfielen, konnte das Festival stattdessen ein eigens erstelltes Video als Trost anbieten.

Abgesehen von dieser Enttäuschung hätte Kari Kola kaum glücklicher sein können. Zusammenfassend sagt er, dass die Installation „ein surreales Bild“ darstellte, das „durch die Eigendynamik der Natur“ zum Leben erweckt wurde.

„Ich glaube, ‚Savage Beauty‘ gehört zu meinen drei besten Arbeiten“, sagt der Künstler abschließend. Und trotz der Enttäuschung der Öffentlichkeit, der der Zugang verweigert wurde, hat die Medienberichterstattung über das Projekt fast zwei Milliarden Menschen erreicht. „Ich denke, mit diesem Projekt hatten wir einen großen positiven Einfluss auf die Kulturhauptstadt Europas, auf das wahrscheinlich größte Projekt für Galway 2020.“

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