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Lichttechnik im Fernsehstudio

Robe bei „The Masked Singer“ in Belgien

Die TV-Show „The Maskes Singer“ läuft diesen Herbst auch in Belgien auf dem Sender VTM. Es kommen diverse Leuchten von Robe zum Einsatz. 

(Bild: Frank Lambrechts)

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Die Beleuchtung für die Show wurde von Michiel Milbou entworfen und umfasst fast 200 Robe Moving Lights, eine Kombination aus 58 × Tetra2 und 56 × Cyc FX 8 Moving LED Bars, 36 × Mega Pointe und 36 × LED Beam 150. Die insgesamt rund 400 verwendeten Lichter – einschließlich Video- und Lichtpanels – werden von der Verleihfirma Splendit bereitgestellt.

Michiel wurde vom ausführenden Produzenten Olivier Deprez instruiert, der zusammen mit der Regisseurin Maryse van den Wyngaert und dem Bühnenbildner Koen Verbrugghe ein dynamisches Kreativteam bildet, das bereits bei vorherigen Fernsehproduktionen mitgewirkt hat. Die vier arbeiteten zusammen, um die Produktionsästhetik zu schaffen, die die belgische Show charakterisieren soll.

(Bild: Frank Lambrechts)

Die einzige Vorgabe im Stil des Masked Singer-Stylebook für das Bühnenbild war, dass es zwei Masken als Eingänge geben muss – links und rechts – damit die Sänger auf- und abtreten können.
Das Bühnenbild entwickelte sich hin zu einem sauberen und minimalistischen Look mit den Eingängen als zwei riesige Masken, die mit einer neutralen weißen Fläche verkleidet waren, so dass sie durch Projectionmapping gestaltet und transformiert werden konnten, mit einem beweglichen LED-Bildschirm dazwischen und zwei weiteren beweglichen Videobildschirmen außerhalb jeder Maske. Davor befindet sich eine schwarze Glanzbühne, deren vordere Abschnitte mit LED verkleidet sind, und dahinter zwei 90-Grad-Orientierungsebenen des Videobodens, die einen vorderen Laufstegabschnitt bilden.

Michiel wollte einen vertikalen Beleuchtungs-Look, um das Set und die Bühne zu definieren, und deshalb wählte er die Tetra2 und die Cyc FX 8. Die Tetra 2 wurden vertikal nach oben auf die Bühne geriggt, um Linien und Lichtflächen zu erzeugen, die die Bühne abtasten und umlaufen konnten, während die Cyc FXs für die Umrisse der Bühne und die Kanten des Laufstegs verwendet wurden. Die beiden linearen Lichtquellen ergänzten sich perfekt. Michiel hat CycFX 8 schon viele Male zuvor verwendet, aber dies war das erste Mal mit den Tetra2.

(Bild: Frank Lambrechts)

Bei der Show drehe sich alles um „große Auftritte und die Schaffung der passenden Atmosphäre für jede kostümierte Figur sowie den Bezug zu dem Lied, das sie singt, so dass mehrere Facetten jeden Einsatz von Lichtsignalen beeinflussen“, erklärte Michiel und fügte hinzu, dass dies auch der Grund dafür sei, dass das Team mehrere Videoelemente im Set hat, um diese großen Übergänge zu unterstützen.

Die Masken der Eingänge wurden per Projectionmapping Teil der Darbietung. „Der Prozess war etwas weitaus anspruchsvoller als nur die Beleuchtung eines Sängers auf der Bühne, da die Kostüme Teil der Inszenierung war, und das gab dem Prozess der Charakterbildung eine dritte Dimension, die mit Licht und Video koordiniert werden musste“, kommentierte Michiel.

(Bild: Frank Lambrechts)

Auch die Positionierung der Lichter war entscheidend. Bei so viel Video auf der Bühne musste es zwar eine harmonische Beziehung sein, aber Michiel wollte, dass die Beleuchtung getrennt ist, um sicherzustellen, dass die beiden grundlegenden Lichtquellen nicht zu einem undeutlichen Brei werden. Zu diesem Zweck lobt er die Tatsache, dass die Tetra 2-Balken auf kleine Punkte vergrößert oder verkleinert werden können, um viel größere Bereiche zu erreichen. Dieser Kontrast wurde zu einem Merkmal der Show. „Sie sind extrem hell für diese Art von Leuchten, und ich hatte Spaß daran zu entdecken, wie effektiv sie sein können.“

Die Mega Pointes wurden an verschiedenen Punktenim Dach des Studios befestigt und vorwiegend zur Akzentuierung und zur Hintergrundbeleuchtung der Sänger verwendet. Zwischen den Mega Pointes wurden verschiedene Requisiten, z.B. Kronleuchter, und andere Artefakte aufgehängt, die für die verschiedenen Teilnehmer relevant waren.

(Bild: Frank Lambrechts)

Bei Shows wie dieser sind die Reaktionen des Live-Publikums in der Regel ein wesentlicher Teil der Atmosphäre, doch aufgrund der Einschränkungen durch den Coronavirus hatten die Aufnahmen nur ein sehr begrenztes reales Publikum.  Den Gästen wurde eine vordere Sitzreihe direkt um die Bühne herum zugewiesen, die geschickt mit LED Beam 150 beleuchtet wurden – einige auf dem Boden und einige im Dach – um den Eindruck zu erwecken, dass viel mehr Leute anwesend waren.

Zwei grandMA Pulte, die miteinander vernetzt waren, wurden für die Steuerung der Beleuchtung und des Playback-Videos verwendet und von Cédric Eestermans (Beleuchtung) und Niels Huybrechts (Video) bedient.

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