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ROE Visual präsentiert Ghost Frame Software-Features für LED-Panele

Zusammen mit AGS und Megapixel VR hat ROE Visual das Softwarefeature Ghost Frame entwickelt, das LED-Panelen nebendem eigentlichen Videofeed auch die Wiedergabe von Input-Signalen erlaubt, die für Zuschauer:innen unsichtbar sind, aber von der Kamera gefilmt werden können. Das soll effizientere Arbeitsabläufe für Film-, Broadcast- und Event-Produktionsteams schaffen.

Ghost Frame (Bild: ROE)

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Durch die Kombination der Stärken und Möglichkeiten moderner LED- und Kameratechnologie ermögliche Ghost Frame einen kreativen Einsatz von Video- und Broadcast-Technologie. „Große Reisen beginnen damit, dass man von den Möglichkeiten träumt, anstatt sich von dem einschränken zu lassen, was man nicht tun kann. Wir sind alle stark von der Schaffung innovativer Technologie angetrieben, deshalb haben wir in dieser Kooperation den Sprung des Glaubens gewagt und unsere IP geöffnet, um dem Markt etwas Revolutionäres und Neues zu bieten“, sagt Max von Braun von AGS.

Ghost Frame soll es professionellen Kameras ermöglichen, einen oder mehrere Sätze von Bildern zu erfassen, während das bloße Auge nur einen sieht.

Dank der Helios Processing Platform von Megapixel VR verfügen die LED-Panels über eine ausreichende Rechenleistung, so dass keine vorgeschalteten Workarounds erforderlich sind. Sie können alle Ghost Frame-Funktionen nutzen und gleichzeitig normale Bildraten in 4K- und 8K-Formaten senden.

Ghost Frame (Bild: ROE)

Das Erstellen von mehreren und versteckten Quellen in einem Video-Feed gibt Produktionsteams die Freiheit, ohne Einschränkungen zu arbeiten. Die Verwendung von Ghost Frame verkürze die Installations- und Produktionszeit, ermögliche eine Echtzeit-Postproduktion mit freier Positionierung und Kamerabewegung und arbeite dabei in einer Umgebung mit nahezu null Latenz.

„Die Tatsache, dass Inhalte wie ein Greenscreen oder Kameratracking verborgen werden können, ist der bahnbrechende Faktor von Ghost Frame”, erklärt Roelof Bouwman von ROE Visual. „Das Talent auf der Bühne arbeitet mit einem realistischen Hintergrund, während gleichzeitig Kameratracking oder Greenscreen eingeblendet werden können, unsichtbar für die Person am Set.“

Jeremy Hochman von Megapixel VR ergänzt: „Wir wissen, dass dies ein langgehegter Wunsch von Film- und Broadcast-Produktionsteams ist. Schon vor fünfzehn Jahren haben wir versucht, diese speziellen Tricks mit 240fps-Video zu realisieren oder die aktive 3D-Technologie für den Einsatz mit mehreren Kameras zu adaptieren, aber sie alle belasten die Render-Engines und die Verarbeitungskapazität zu sehr, um sie in einer tatsächlichen Produktionsumgebung einzusetzen. Ghost Frame hat außergewöhnliche Vorteile und ist ein echtes Softwareprodukt, kein zartes wissenschaftliches Experiment, das seinen Weg aus dem Labor gefunden hat. Der LED-Timing-Controller PX1, eine erweiterte Version dessen, was in der Branche als Empfängerkarte bezeichnet wird, verfügt über eine extreme Rechenleistung. Diese Rechenleistung macht es möglich, die Ghost Frame-Funktionen im eigentlichen LED-Panel und nicht im Prozessor zu implementieren, so dass man die Kapazität des Ports maximal ausnutzen kann.“

Ghost Frame (Bild: ROE)

„Das System funktioniert intuitiv“, kommentiert Victor Kortekaas von ROE Visual. „Im Prozessor hat der Anwender die Kontrolle darüber, welche Teile aktiviert werden sollen, wodurch das Risiko für Artefakte reduziert wird. Die neue Nano Sync-Shutter-Ausrichtungsfunktion in Helios ist einfach unglaublich, da wir eine perfekte Ausrichtung zwischen der Bildwiederholrate des Panels und dem Kamera-Shutter sicherstellen können, was ein großes Plus ist. Das System bietet vier separate 4K-Eingänge; wir können mehrere Feeds in Kombination mit Tracking-Mustern und/oder Chromakey-Farben verwenden und diese trotzdem ausblenden. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Pre-Rendering oder der Einsatz von spezieller Hardware notwendig ist, um einen kombinierten 4K-Feed zusammenzusetzen.“

Die Ghost Frame Features arbeiten alle in Kombination mit ROE Visual LED-Panels und dem Helios Processing von Megapixel VR. Diese Funktionen sind Ghost Frame Chroma, das einen (versteckten) Greenscreen ermöglicht, Ghost Frame Track, das versteckte Tracking-Marker hinzufügt, und Ghost Frame MultiSource; das Hinzufügen von bis zu vier verschiedenen versteckten Video-Feeds, die individuell von der Kamera erfasst werden können.

So können in einem Sendestudio dem Moderator Autocue, Anweisungsmarker und sichtbaren Augenkontakt mit einem Reporter zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig sehen die Zuschauer zu Hause nur das vorgesehene Umgebungsbild. Oder ein virtueller Hintergrund, bei dem in jedem Take automatisch gleichzeitig der Greenscreen aufgenommen wird. Actionszenen sollen in einem Take mit verschiedenen Perspektiven gefilmt werden können, oder eine verdeckte Nachführung eingerichtet werden, ohne dass physische Marker benötigt werden.

Ghost Frame (Bild: ROE)

Ghost Frame wurde bereits in der Praxis getestet und von Partnern wie Lux Machina und ARRI begeistert aufgenommen. „Wir wollten ein System präsentieren, das in realen Umgebungen erprobt ist. Unsere Partner müssen darauf vertrauen können, dass die Technologie funktioniert“, erklärt Keith Harrison von Megapixel VR. „Die Leute, die an Ghost Frame beteiligt sind, sind keine Anfänger; wir stehen für das, was wir versprechen und liefern.“

„Um die Vorteile von Ghost Frame zu verstehen, muss man sehen, was auf dem LED-Band und den Kamerafeeds passiert. Wir freuen uns, dass wir eine Reihe von Online- sowie Live-Demonstrationen organisieren werden. Wir sind überzeugt, dass Kreative und Produzenten Wege finden werden, diese Technologie anzuwenden und die Magie von Ghost Frame zu nutzen, um atemberaubende Projekte zu kreieren“, schließt Bouwman.

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