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auf der Spiritbox-Nordamerika-Tour 2026

Lichtdesign nur aus GLP JDC2 IP – mit Firmware 2.0

Bei der Spiritbox-Produktion, die 2026 durch Nordamerika tourte, kam nur ein einziger Scheinwerfertyp zum Einsatz: Lichtdesigner und Programmierer PJ Carruth setzte ausschließlich 20 GLP JDC2 IP ein und nutzte dabei die neue Firmware 2.0 – nach eigenen Angaben vermutlich erstmals überhaupt auf Tour.

Strobes(Bild: Alex Bemis)

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Carruth lebt und arbeitet in Los Angeles und fand seinen Weg in die Lichttechnik über Mathematik und Naturwissenschaften. Sein Schwerpunkt liege auf vorprogrammierten, timecodebasierten Shows; seine Kunden schätzten sein technisches Verständnis und seine analytische Herangehensweise.

Die Musik der kanadischen Metalcore-Band Spiritbox wechsle zwischen massiven Rhythmen und langen atmosphärischen Passagen – häufig innerhalb eines einzigen Songs.

„Spiritbox möchte eine sehr stakkatoartige visuelle Umsetzung, deshalb lehnt sich meine Programmierung stark an die perkussiven Elemente der Songs an”, erklärt Carruth. „Entscheidend ist, dass das Licht jedem einzelnen Moment seine eigene Stimmung gibt – wie visuelle Untertitel, die sich durch das gesamte Set ziehen.”

Ein Scheinwerfertyp für die komplette Show

Das Touring-Paket habe aus 20 GLP JDC2 IP bestanden, geliefert von Volt, sämtlich in einer einzigen Reihe auf dem Bühnenboden im Upstage-Bereich.

„Wir wussten, dass wir für diese Tour ein echtes Schweizer Taschenmesser unter den Scheinwerfern brauchten”, sagt Carruth. „GLPs JDC-Familie gehört für mich seit jeher zu den technisch besten Strobes überhaupt – insbesondere, weil ihre Steuerungsmodi die Möglichkeiten des Programmierers nicht künstlich beschneiden. Über ein komplettes Set hinweg kann jeder Song völlig anders aussehen.”

DigiFX erzeugte Content direkt im JDC2 IP

Der JDC2 IP kombiniere eine in zwölf Segmente unterteilte Beam-Zeile mit 84 leistungsstarken LEDs und eine aus 1.728 LEDs bestehende Farbfläche mit individueller Pixelsteuerung. Über GLPs DigiFX ließen sich digitale Inhalte direkt im Gerät erzeugen und vom Lichtpult aus steuern – ohne Medienserver im Signalweg. Zusätzlich könne der JDC2 IP NDI-Videostreams direkt auf seinen LED-Flächen wiedergeben.

„Wir lieben das DigiFX-System. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich über das DMX-basierte Canvas Mapping ein durchgängiges Muster über sämtliche JDC2 hinweg erzeugen lässt”, sagt Carruth. „Ursprünglich habe ich das komplette Set ohne externes Video und ausschließlich mit DigiFX programmiert. Da MA3 das Tagging von Recipes sehr elegant löst, konnte ich sämtliche DigiFX-Programmierungen als Backup-Looks für einen möglichen Videoausfall behalten.”

(Bild: Alex Bemis)

Firmware 2.0 verbindet 20 Geräte zu einer Bildfläche

Mit der Firmware 2.0 habe GLP einen Canvas-basierten Positionierungs-Workflow mit relativen, absoluten und segmentierten Modi eingeführt. Die Scheinwerfer ließen sich damit innerhalb eines definierten Koordinatenraums anordnen, sodass Inhalte korrekt über eine gesamte Gerätegruppe verteilt würden, anstatt auf jedem Gerät identisch zu erscheinen. Aus 20 einzelnen Strobes in einer Reihe werde so eine durchgehende Bildfläche.

„Das Canvas Mapping war deutlich intuitiver, als ich erwartet hatte”, sagt Carruth. „Ich konnte sehr schnell DMX-Presets für die verschiedenen Canvas-Konfigurationen anlegen und diese anschließend entweder auf DigiFX oder auf den Videostream anwenden.”

NDI-Content mit nahezu null Latenz

Über seine beiden Gigabit-EtherCon-Ports könne der JDC2 IP bis zu vier externe NDI-Streams direkt empfangen – ohne separates Interface oder externe Videoverarbeitung.

„Die Latenz war praktisch null – so gering, dass die Videowände und der Projektor sichtbar hinter den JDC2 zurücklagen”, sagt Carruth. Als besonderen Moment des Sets hebe er ein gesprochenes Gedicht-Interlude hervor, bei dem auf den JDC2 lesbarer Text als Teil der Gesamtkomposition erschien.

„Unsere Changeover- und Pultzeiten waren auf dieser Tour sehr kurz. Setup und Programmierung der Scheinwerfer waren jedoch so unkompliziert und effizient, dass wir nie unter Druck geraten sind”, schloss Carruth.

GLP ist auf der leat con 26 vom 6. bis 8. Oktober in Hamburg vertreten.

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