Produkt: d&b Y Serie im Test
d&b Y Serie im Test
Mit der neuen Y-Serie stellt d&b Audiotechnik eine komplette neue Lautsprecherfamilie unterhalb der J- und V-Serie und als Nachfolger der Q-Serie vor.
Beschallungsanlage für den Circus Flic Flac

Bose ShowMatch: XL-Sound für Punxxx

Um mit der spektakulären Performance des Circus Flic Flac mitzuhalten, muss die Audioanlage schon tief Luft holen – und sich dennoch unauffällig in den Zeltaufbau und die Logistik fügen

(Bild: Christian Colista)

Übersicht: 

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Das Publikum packen
Konstanter Sound
Planung für Planen
Coverage kontrollieren
Bose ShowMatch
Low End: Circus-Fundament
Ständige Weiterentwicklung
Circus-Mix
Punxxx-Power


Wer mit modernem Circus das Schwenken farbiger Bänder zu poesievollen Texten verbindet, wird aus einem Programm des mittlerweile über 30 Jahre bestehenden Circus Flic Flac wohl etwas erschrocken heraustaumeln und sich – zumindest im übertragenen Sinne – das Motorenöl aus dem Gesicht wischen: Wir sind hier nicht bei Cirque du Soleil, und hier rockt der Chef noch selbst – pardon, mittlerweile seine Töchter: Larissa Medved-Kastein und Tatjana Kastein führen seit 2019 die Geschäfte des Unternehmens.

Flic-Flac- und Audio-Team Larissa Medved-Kastein, Nico Karasch und Matthias Burkels (Bild: Detlef Hoepfner)

Larissa sitzt uns beim Ortstermin warm eingemummelt im mobilen Bürowagen gegenüber, bei nasskaltem Wetter hat die Show ihr Quartier zum aktuellen Tourstopp in einem typischen Vorstand-Industriegebiet bezogen. Anlass unseres Treffens ist eine neue Circus-Beschallungslösung, konzipiert in Zusammenarbeit mit Bose Professional – das Artistik-Familienunternehmen verbindet eine lange Partnerschaft mit dem Bose-Team, in dem Matthias Burkel die aktuelle Lösung plante.

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Das Publikum packen

Welche Aufgabenstellung mag einem als Planer in einer solchen Zelt begegnen? Als Besucher erwarte ich ja vermutlich kein Konzerterlebnis, sondern Artistik oder Inspiration? Was erhofft sich ein Circus von Beschallung oder Licht? Larissa: „Ja, das ist sehr wichtig. Es gibt manche Städte, wo wir den Anwohnern sehr nahe sind, und da müssen wir die Lautstärke ein wenig reduzieren. Das ist immer etwas schade, weil ich finde: Wenn die Musik nicht alles unterstützt und unterstreicht, dann kommt gar kein Gefühl rüber. Dann packt man die Leute einfach nicht so als wenn die Musik dazu passt. Und dann muss sie natürlich auch schön, deutlich und klar klingen. Das ist gar keine Frage!“

Raumgreifende Action auf keinen Fall darf technische Ausstattung den Artisten im Weg sein (Bild: Detlef Hoepfner)

War dies schon immer ein wichtiger Baustein des Programms, oder hat sich dieses Fundament erst mit den Jahren entwickelt? „Das war uns schon immer wichtig. Aber so wie hier alle Technik immer besser wird, muss auch der Ton immer besser werden und mit der Zeit mitgehen. Daher kaufen oder mieten wir auch hier alle paar Jahre neues Material hinzu, das auch zum sonstigen Standard passt. Es ist klar: Wir wollen nicht stehenbleiben, sondern uns immer weiter verbessern!“

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Konstanter Sound

Bei der Erwartungshaltung ist das Publikum eingespielt, und meist liegen die Standorte unkritisch. „Wir haben schon unser Flic-Flac-Publikum, das weiß, dass es laut, rockig und eben kein einschläfernder Circus ist. Aber wenn wir mitten in einer Stadt mit vielen Anwohnern um das Zelt herum stehen, dann müssen wir ab 22:00 Uhr abdrehen oder bekommen Probleme. Aber auch das wird eigentlich immer besser! Wenn man die Anwohner einmal eingeladen hat und diese von der Show begeistert sind, drücken sie auch ein Auge zu, wenn wir für zwei Wochen da sind.“

Delta-Q-Array aus drei Bose SM20 und einer SM10 (Bild: Detlef Hoepfner)

Sicher immer die beste Idee, die Umgebung mit einzubinden, zumal Tontechniker Nico Karasch auch an den Publikumsapplaus erinnert: „Der ist eigentlich das lauteste!“ Kontinuität ist in allen Theatern, Shows oder Musicals ein großes Thema, aber gibt es bei Flic Flac einen Unterschied zwischen Nachmittags- und Abendprogramm? Nico Karasch, derzeit als Tontechniker bei allen Shows von Auf- bis Abbau dabei: „Ich probiere manchmal, wenn doch sehr viele Kinder im Publikum sind, ein Stück leiser zu fahren – aber nicht so, dass Larissa sauer wird! Aber das kommt auch auf mein Gefühl an, normalerweise fahren wir vom Sound her genau gleich bei jeder Vorstellung.“

Amp-Konfiguration in Powersoft Armonia (Bild: Powersoft)

Larissa: „Das Ziel ist ja nicht, eine Konzertlautstärke rüberzubringen, sondern dass alles unterstrichen wird und man rausgeht und sagt: Das war ein geiler Sound! Es ist laut, und lauter als andere Circusse oder Varietés, aber nicht so, dass man sich nicht mehr unterhalten könnte.“

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Planung für Planen

Am Anfang von Matthias Burkels Planung stand auch beim Zelt von Flic Flac eine Akustiksimulation im Bose Modeler. Auf den ersten Blick erschien ihm die Aufgabe, das Zelt adäquat zu beschallen, als eher simpel. Das stellte sich aber wegen des Platzmangels und fehlender Hängepunkte recht schnell als Irrtum heraus: Das Zelt der Tour „Punxxx“ kommt im Inneren ganz ohne Stützen aus, die ja eigentlich ideale Montagepunkte darstellen würden. Es blieb also ausschließlich die Truss unter der Zeltkuppel als Möglichkeit, Lautsprecher zu fliegen.

Zeltmodell in Sketchup (Bild: Matthias Burkel / Bose Professional)

Da aber Flic Flac mit sehr viel Licht, Feuer und Wasser arbeitet (aktuelles Highlight: Wasserfontänen, auf deren Spitzen nochmals Flammen brennen), geht es auf der Truss sowieso schon sehr eng zu. Die waghalsigen Motorrad-Stunts während der Shows schreiben außerdem gewisse Mindesthöhen vor. Das schränkt die für Lautsprecher denkbaren Plätze an der Truss nochmals ein. „All diese Punkte und das nach innen gewölbte Zeltdach machen es unerlässlich, ein möglichst genaues Model zur Simulation parat zu haben“, so Matthias Burkel.

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Coverage kontrollieren

Auf Basis der Simulation und der formulierten Anforderungen galt es nun, aufbauend vom bisherigen Beschallungskonzept und -material eine Lösung zu gestalten. „Da wir auch von der Truss aus bis in die erste Reihe beschallen müssen, ist es notwendig, mit möglichst wenig Lautsprechern ein Array zu bauen, welches möglichst viel vertikalen Winkel kreiert. Aus diesem Grund kommt unser DeltaQ-System ShowMatch zum Einsatz. Mit Hilfe der Simulation ist ein Array aus einer SM10 und drei SM20 entstanden. Wir realisieren somit einen vertikalen Abstrahlwinkel von 70° mit nur vier ShowMatch-Modulen.“

Bose Modeler Simulation Spontan wurden die hinteren beiden Arrays später noch asymmetrisch konfiguriert (Bild: Matthias Burkel / Bose Professional)

Die im Kreis angeordneten Zuschauertribünen werden nun von insgesamt vier dieser Arrays rundum positionierten aus der Truss beschallt. Auch wenn man bei unserem Termin die Sitzreihen ganz bis in den obersten Rand ablief, war mit typischem Audiomaterial eine wirklich gute Coverage zu erleben – erwarten würde man dort oben unter dem Zeltdach, wo auch der kleine FOH positioniert ist, ja ganz andere akustische Verhältnisse.

Martin Becker, Manager D/A/PL/SCAN bei Bose Professional: „Was uns in der momentanen Beschallungslösung gut gelungen ist: Das Ergebnis ist wesentlich gleichmäßiger, seitdem wir zentral aus der Kuppel und nicht aus Richtung des Artisteneingangs beschallen. Wir haben nahezu gleiche Lautstärken überall im Publikum und eine gute tonale Balance. Man hat nur hier oder da etwas mehr Bass, weil er unterschiedlich ankoppelt.“

Bose ShowMatch 4-Punkt-Beschallung aus der Kuppel (Bild: Detlef Hoepfner)

Als Audiomensch bekommt man ja Sorgenfalten, wenn man die glatten Zeltwände und Planen nur sieht. Sind diese Reflexionen nicht gruselig? Martin Becker: „Ja, das sind sie. Gerade jetzt auch in dem neuen Zelt. Wenn du mittendrin stehst, während nichts aufgebaut ist, auch kein Gestühl, und du klatschst – was ja noch nicht mal wirklich viel Pegel ist: dann hast du schon sechs Sekunden Spaß. Wie die Zeltplane reagiert, gerade im Hochtonbereich, merkt man auch besonders, wenn man von vorne beschallt. In der alten Konstellation hat man gemerkt, wenn man in den Rängen etwa 14 Reihen ganz nach oben ging, wie der Sound an der Zeltwand entlanglief. Das bekommt man nur in den Griff, wenn man Lautsprechersysteme mit sehr guter Directivity einsetzt. Aber auf die Distanz, das sind dann ja so um die 30 Meter, merkt man schon, dass die Richtwirkung im Mittel-/Hochton etwas verloren geht.“

Nico Karasch: „Das ist für mich dann auch fordernd gewesen, weil man mit Mikrofonen schnell Rückkopplungsprobleme bekommt und man viel tricksen musste. Aber das haben wir jetzt sehr gut im Griff. Und je voller das Zelt ist, umso weniger knallt es turnhallenmäßig durch den Raum.“ Matthias Burkel: „Deswegen ist auch wichtig, bei der Simulation die Zeltplane zu haben und zu wissen: was ist von der Publikumshöhe das Maximum. Alles darüber ist dann nur noch kontraproduktiv.“ Auch im Tieftonbereich absorbiert die Plane nur wenig, auch wenn sie heute etwas dicker ist – der Tiefton geht einfach durch.

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Bose ShowMatch

Im Unterschied zu herkömmlichen Line-Arrays, deren Curving über die Winkelung ansonsten identischer Topteile erfolgt, hat Bose bei dem für das ShowMatch als Vorbild dienende Roommatch jedes der 42 Modelle auf seinen speziellen Öffnungswinkel hin optimiert, schreibt Anselm Goertz in seinem Testbericht des Bose ShowMatch. Die sonst unvermeidlichen Kompromisse bei der Konstruktion der Waveguides konnten so umgangen werden.

In der Praxis ist ein auf diese Art optimiertes System jedoch nur für Festinstallation nutzbar, bei der nach der Planung einmalig die Installation erfolgt und dann keine Änderungen mehr vorgenommen werden. Für den Live-Betrieb im Veranstaltungs-, Messe und Touring-Geschäft sind jedoch 42 verschiedene Komponenten schlichtweg nicht zu handhaben. So arbeitete z. B. auch der Circus Flic Flac früher mit einem Roommatch-System in einer für das Zelt optimierten Konstellation.

Ende 2016 führte Bose dann als weitere Produktlinie das ShowMatch ein. Auch hier ist der Name wieder Programm: ShowMatch arbeitet ebenfalls mit mehreren Modulen, die für einen Abstrahlwinkel optimiert sind. Mit nur noch drei Basiseinheiten und einem Subwoofer ist die Anzahl der Module jedoch deutlich überschaubarer geworden und damit auch im alltäglichen Verleihbetrieb noch gut zu handhaben.

Bose ShowMatch System (Bild: Bose)
(Bild: Bose)

Konkret: Es gibt ShowMatch-Module für vertikale Öffnungswinkel von 5°, 10° und 20°. Der horizontale Öffnungswinkel kann außerdem über wechselbare Seitenelemente des Hochton-Waveguides auf 70° oder 100° eingestellt werden. Den Modulen liegen in der Standardausstattung sowohl 100°- wie auch 70°-Waveguides bei. Für besondere Anwendungen sind optionale 55°- und 120°-Einsätze erhältlich. Asymmetrische Konfigurationen sind ebenfalls möglich. Zur Ergänzung im Bass gibt es den flugfähigen Subwoofer SMS118. Auf der Verstärkerseite bietet man bei Bose aus dem eigenen Portfolio die Powermatch PM8500 mit integriertem Processing an.

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Low End: Circus-Fundament

Im Tiefton wird die Beschallung durch acht ShowMatch-Subwoofer SMS118 unterstützt. „Die Subwoofer sind zu je einem Paar gleichmäßig unter den Tribünen verteilt. Als Zentraltechnik kommen zwei unserer Touring-Racks aus dem Rental-Bereich zum Einsatz. In jedem dieser Racks befinden sich je zwei 8X-Verstärker von Powersoft, ein Dante-Switch von Luminex und die Stromverteilung.“

Amping-Evolution Aus der Bestandsanlage: weiterentwickelte Racks mit Powersoft 8X, Luminex-Dante-Switch und Stromverteilung (Bild: Detlef Hoepfner)

Touring- oder eher Outdoor-Bedingungen beschreiben auch gut die Arbeitssituation für das gesamte Material: Staub und Dreck wollen sich durch alle Ritzen zwängen, beim Auf- oder Abbau geht es oft genug durch eine Schlammwüste und im Sommer können direkt unter der Zeltkuppel Temperaturen jenseits der 50 Grad herrschen. Ausfälle sind dem Vernehmen nach dennoch nicht zu beklagen – sofern nicht mal ein Stapler ins Material rummst.

Der Bass ist natürlich auch das, was man besonders außerhalb des Zeltes wahrnimmt. Nico Karasch: „Von den Anwohnern kommt eigentlich auch nicht die Rückmeldung, dass es zu laut sei, sondern dass sie dachten, ihnen fliegen gleich die Teetassen weg. Aber nur selten kommt so eine Rückmeldung – es ist schon wieder ein halbes Jahr her.“ Aufmerksame Beobachter erinnern sich, dass es hier vor vielen Jahren einmal ein Konzept mit einem zentralen Bass als End-Fire-Array aus der Zeltspitze nach unten gab, das aber nicht nur Gewichtsprobleme mit sich brachte.

Subwoofer unter der Tribüne Bose ShowMatch-SMS118 (Bild: Detlef Hoepfner)

Martin Becker: „Das war für die Bass-Performance sicher die beste Lösung. Aber was uns natürlich immer ein wenig in Bedrängnis bringt sind die Artisten. Wenn wir sagen: Hier wäre der ideale Punkt, da hätten wir gerne einen Lautsprecher hängen! Dann ruft der künstlerische Leiter an und fragt: Und was machen wir mit den Artisten – sollen die da jetzt außen drumherumspringen? Wir hatten auch mal ein End-Fire-Array unten, als wir aus der Front beschallt haben, das hat aber auch nicht den besten Effekt gebracht, da es ja nur eine Abkopplung nach hinten bietet. Ein gutes End-Fire kann man eigentlich nur in die Mitte hängen, hat dann aber die statischen Probleme … man könnte das jetzt mal nachmessen, aber ich würde sagen: Wir würden dann schon einige Programmnummern durchaus strapazieren. Aber wie gesagt – wir verändern uns bei Flic-Flac alle paar Jahre. Es gibt schon wieder ein neues Zelt und mal sehen, wie die Konstruktion dann aussieht!“

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Ständige Weiterentwicklung

Die Zelte bleiben pro Tour gleich – eigentlich. Aber spätestens alle zwei bis vier Jahre gibt es eine Neuerung, manchmal kommen auch während einer Tour bauliche Veränderungen wie weitere Masten hinzu. Matthias Burkel hat das neue Zelt ab 2020 bereits gesehen und wird eine neue Simulation in Angriff nehmen: „Es hat deutlich mehr Platz unter dem Dach, aber ich vermute, der Technische Direktor Mohamed Bentaleb wird den schon großzügig für Lampen vorgesehen haben! (lacht).“

Live-Drummer Romain Vicente als Unterstützung des „Punxxx“-Programms (Bild: Michael Arnscheidt)

Larissa M.-Kastein: „Es besitzt eine völlig andere Kuppel, das ist für den ganzen Auf- und Abbau des Zeltes besser und schneller. Darauf muss man alles andere jetzt wieder abstimmen.“ Martin Becker kann davon ein Lied singen: „Eigentlich erfindet sich Flic Flac alle paar Jahre neu. Klar, es ist immer eine Flic-Flac-Show, aber mit vielen Veränderungen. Mal gibt es Masten, mal gibt es keine Masten. Mal gibt es eine Band, die hinten steht, sodass man den Richtungsbezug benötigt, damit optischer und akustischer Eindruck übereinstimmen. Dann hat man wieder keine Montagepunkte, sodass man nichts hinhängen kann. Und es geht manchmal schnell. Da kommt einfach ein Anruf ‚Wir haben keine Masten mehr – wo hängen wir die Lautsprecher hin?‘“ Larissa ergänzt: „Und zwar: Jetzt?!“

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Circus-Mix

Die Band wurde bereits erwähnt, ist aber nicht zwingend bei jedem Programm komplett am Start. Wie viele Signale sind überhaupt audioseitig zu bedienen? „Das kommt wieder sehr auf die Show an. Zurzeit haben wir keine komplette Band, sondern einen Drummer, der die Zuspielungen unterstützt. Das ist also etwas überschaubarer gerade. Wir hatten aber auch schon Shows wie die letzte, in der es gar keine Live-Musik gab, das ist dann noch einfacher, weil es nur drei Mikrofone für die Comedians gibt. In der vorletzten Show Im Ablauf wird sich die Artistik dann zwar genau an der Musik orientieren, die Beschallungssimulation ist aber auf die Zuschauerränge ausgelegt.

Drummer-Position aus der Beschallung ausgeblendet durch asymmetrische ShowMatch-Module (Bild: Detlef Hoepfner)

Larissa: „Die Artisten brauchen Bezugspunkte, aber es muss da ja nicht besonders schön klingen.“ Hört man das Material denn auch noch, wenn man auf einem Motorrad durch die Arena knallt? Larissa: „Gute Frage. Die Springer auf jeden Fall nicht, die hören die Musik überhaupt nicht, das weiß ich.“ Nico Karasch: „In der Kugel genauso wenig. Aber in dem Fall geht es um andere Sicherheitsdinge. Die Fahrer wissen genau, was sie tun müssen, und die Musik richtet sich eher nach ihnen, da ist es genau umgedreht.“

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Punxxx-Power

Ungewöhnlich ist dagegen Nicos Mischpultwahl – möglicherweise etwas geprägt durch seine „Radio-Erfahrung“: Er arbeitet jetzt sehr zufrieden mit einem Presonus Studiolive 64S. Besonders gefällt ihm die freie Konfigurierbarkeit von 32 Mixes als Aux-Wege, Subgruppen oder Matrix-Mischungen. Theoretisch wären nun auch Surround-Routings möglich, aber Aufwand (vor allem Content-seitig) und Nutzen stehen nach Team-Einschätzung für diese Produktionen noch in keinem vernünftigen Verhältnis.

Ableton Live und Presonus Studiolive 64S als Audio-Zentrale (Bild: Detlef Hoepfner)

Selbst nach sorgfältiger Planung aber blieben einige Details noch unwägbar, so Matthias Burkel: „Am Bühnenportal haben wir uns bei der ersten Show spontan dazu entschieden, die hinteren beiden Arrays asymmetrisch zu konfigurieren, damit der Drummer nicht so direkt beschallt wird. Deswegen muss Nico jetzt auch immer aufpassen, dass die richtigen Arrays an den jeweiligen Stellen hängen.“ Nico: „Der Drummer hat ja sowieso ein In-Ear-Monitoring, ist also isoliert, und da könnte ihn das irritieren, wenn immer noch etwas nachkommt. Aber er ist so sehr glücklich, soweit ich weiß.“ Matthias Burkel: „Und es sind nochmal weniger Reflexionen, was einem auf der anderen Seite zugute kommt.“

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Produkt: LD-Systems CURV 500 im Test
LD-Systems CURV 500 im Test
Nicht nur dank kompakter Abmessungen und edler Gehäuseausführung bietet das kleine Line-Array ein außergewöhnlich weites Spektrum von Einsatzmöglichkeiten

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