Point Sources und Cardioid-Subwoofer

d&b V7P, V10P und V-GSUB im Test

Die Pointsource-Topteile V7P und V10P aus der d&b V-Serie ermöglichen als passive 3-Wege-Systeme einen Ressourcen-schonenden Einsatz und lassen sich mit zwei drehbaren Hornvarianten variabel an die jeweilige Anwendung anpassen. Nach unten ergänzt werden die V-Points durch den V-GSUB, der ein cardioides Abstrahlverhalten beim Betrieb mit nur einem Verstärkerkanal ermöglicht.

d&b V7P_V10P
Die V7P und die V10P von d&b sind äußerlich völlig identisch (Bild: Anselm Goertz)

Die Produktpalette von d&b audiotechnik umfasst heute beachtliche zehn Baureihen mit Lautsprechern. Lässt man die speziellen Installationsmodelle, die Subwoofer und auch die Bühnenmonitore einmal außen vor, dann bleiben immer noch fünf Serien typischer Beschallungslautsprecher in allen Größenklassen von den Kompaktboxen der E-Serie bis zur J-Serie, dem aktuell noch größten Line-Array im d&b-Programm. Dazwischen angeordnet finden sich die T-, die Y- und die V-Serie. Alle drei Serien bieten sowohl Line-Array-Komponenten wie auch Point Sources. In der T- und Y-Serie sind das passive 2-Wege Systeme mit einer 2 × 6,5″- bzw. 2 × 8″-Bestückung bei den Tieftönern. Die 2012 mit den ersten Komponenten vorgestellte V-Serie arbeitet mit passiven 3-Wege-Modellen mit einer 2 × 10″-Bestückung.

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Ursprünglich startete die V-Serie mit den beiden Line-Array-Elementen V8 und V12, die ihrer Typenbezeichnung entsprechend mit 80° und mit 120° horizontalem Abstrahlwinkel aufwarten. Bestückt sind die V8 und V12 neben den beiden 10″-Tieftönern, mit einem 8″-Mitteltöner mit Kompressionskammer und Horn sowie zwei 1,4″-Hochtönern mit entsprechenden Waveguides für den Betrieb in einem Line-Array. Etwas exotischer wird es bei der Frequenzweiche, die – zumindest für ein Line-Array dieser Größenordnung ungewöhnlich – rein passiv aufgebaut ist. In d&b-typischer Bauart agieren die passiven Filter nur als reine Hoch- und Tiefpässe. Die Systementzerrung dazu geschieht komplett im Controller. Eine solche Arbeitsteilung ist besonders wirtschaftlich im Sinne des Anwenders, der das System zusammen mit Subwoofern als aktive 2-Wege-Anlage mit entsprechend wenigen Verstärkerkanälen und einfacher NL4-Verkabelung betreiben kann. Die V8 und V12 dürften trotzdem die einzigen 3-Wege-Line-Arrays in dieser Größenklasse sein, die komplett passiv getrennt werden, wo ansonsten der Trend eher zu voll aktiven und self-powered-Systemen geht. Speziell Letzteres ist jedoch bei großen Touring-Lautsprechern auch nicht immer von Vorteil.

Geraume Zeit nach der Vorstellung der V8 und V12 wurde die V-Serie mit den Point-Source-Systemen V7P und V10P erweitert. Die grundsätzliche Bestückung entspricht jener der Line-Array-Elemente, jedoch nur mit einem Hochtontreiber und einem normalen Hochtonhorn anstelle des Line-Array-Waveguides. Das Hochtonhorn und auch der Treiber finden sich so auch in den Point-Source-Modellen der Y-Serie. Einen kleinen Unterschied gibt es noch bei der Abstimmung der Gehäuseresonatoren für die Tieftöner. Während V8 und V12 primär auf hohen Schalldruck getrimmt sind, sind die V7P und V10P mehr im Hinblick auf eine tiefere untere Eckfrequenz ausgelegt.

V7P und V10P pur

Äußerlich kommen die V7P und V10P völlig identisch in einem schlanken Gehäuse mit Abmessungen von 700 × 308 × 466 mm (H×B×T) daher. Das Gewicht von 33 kg deutet bereits auf eine hohe Dichte im Innern hin. Trotz des konsequenten Einsatzes von Neodym-Treibern kommt durch die großen Hornkonstruktionen, die vielen Multiplex-Holzteile und die Bauteile der passiven Weiche einiges zusammen. Schraubt man das Frontgitter ab, dann erkennt man den komplexen Aufbau im Innern. Alle drei Wege haben eine gemeinsame Mittelachse, auf der sich das Hochtonhorn in der zentralen Position befindet.

Das Hochtonhorn gibt es in den Varianten mit 110 × 40 Grad in der V10P und mit 75 × 40 Grad in der V7P. In beiden Fällen sind die Hörner drehbar. Nach dem Entfernen des Frontgitters sind dazu lediglich vier Schrauben zu lösen, die das Horn halten. Wie das Horn eingebaut ist, lässt sich mit entsprechenden weißen Markierungen auf den Rändern des Horns auch durch das Gitter erkennen. Hinter dem Hochtontreiber befindet sich der 8″-Mitteltieftöner mit einem kleinen Aluminiumtopf auf der Rückseite, der mit Kühlrippen gleichzeitig auch zur besseren Wärmeabfuhr dient, und einer Kompressionskammer auf der Vorderseite, die in das zweigeteilte Horn mündet. Sieht man sich den Aufbau von der Seite an, dann werden die Vorteile gegenüber einer sonst üblichen Horn-in-Horn Konstruktion deutlich: Der Hochtöner stört hier nicht als reflektierendes Hindernis im Mitteltonhorn. Was bleibt ist jedoch die Beugung des Schalls an den Austrittsöffnungen von einem Horn in das andere und umgekehrt, was sich nicht vermeiden lässt. Die beiden 10″-Tieftöner befinden sich innerhalb des Gehäuses und strahlen über zwei Bandpasskammern nach außen. Die Öffnungen der kleinen Kammern vor den Membranen liegen ganz außen am Rand des Gehäuses. Die große Kammer hat ihre Resonatoröffnungen auf der Hornfläche des Mitteltöners. Insgesamt somit eine sehr hohe Packungsdichte, die neben der kompakten Bauform auch den Vorteil hat, dass alle Quellen dicht beieinander liegen.

Schauen wir auf den Impedanzverlauf in Abb. 1, dann zeigen sich hier die drei Wege mit ihren diversen Maxima und Minima deutlich. Das Minimum der nominellen 8-Ohm-Box liegt mit 6 Ohm schmalbandig bei 130 Hz. Die Verläufe der Impedanz sind für die V7P und V10P weitgehend identisch, da es Unterschiede nur bei den Hochtonhörnern gibt. Das 110° Horn der V10P (rote Kurve) lässt oberhalb von 10 kHz einige kleine Resonanzen erkennen, die typisch für ein breit strahlendes Horn und dessen Reflexionen an der Austrittsfläche zum Gitter sind.

Die zugehörigen Frequenzgänge aus Abb. 2 wurden so zunächst ganz ohne Controller direkt mit dem Lautsprecher am Messverstärker ermittelt. Der Kurvenverlauf spiegelt somit auch die tatsächliche Sensitivity der Lautsprecher wider. Die Tieftöner liegen zwischen 90 und 96 dB für 2,83 V/1 m, das Mitteltonhorn startet bei der Trennfrequenz von 300 Hz mit 100 dB und steigert sich bis zum Übergang zum Hochtöner bei 1 kHz auf beachtliche 110 dB, die das Hochtonhorn zunächst fortsetzt, bevor die Kurve dann oberhalb von 2 kHz in einen weitgehend gleichmäßig fallenden Verlauf übergeht. Insgesamt somit ein Frequenzgang, der sich mit einem gut ausgestatteten DSP-System relativ leicht linearisieren lässt.

Endstufe und Controller: d&b – D80 oder D20

Als Verstärker für die V-Serie können der D80 oder D20 bzw. 30D in der Installationsversion eingesetzt werden. Die verfügbare Leistung der vierkanaligen Verstärker an 4 Ohm beträgt 4.000 W bzw. 1.600 W pro Kanal für ein 12 dB Crestfaktor-Signal berechnet aus dem Spitzenwert der Ausgangsspannung geteilt durch 1,41. Möchte man die Tops und auch den Sub voll auslasten, dann bedarf es dafür des D80, der bei je zwei Lautsprechern pro Ausgang die notwendige maximale Leistung von 2 kW liefern kann. Bei geringeren Anforderungen an den Pegel kann auch der D20 eingesetzt werden. Der Unterschied im erreichbaren Maximalpegel beträgt rechnerisch 4 dB. In der Realität dürfte es wegen der zunehmenden Powercompression bei hohen Leistungen eher etwas weniger sein.

Unabhängig vom Verstärkertyp beherrschen diese alle sämtlichen für die V-Serie notwendigen Funktionen einschließlich der wichtigen Multiband-Limiter. Für die V-Point-Tops gibt es je ein Setup für den Fullrange-Modus und eines in der Einstellung Cut für die Kombination mit Subwoofern. Abb. 3 zeigt die zugehörigen Filterfunktionen, die bis auf den Hochtonbereich ab 1 kHz aufwärts für die V7P und V10P identisch sind. Für den V-GSUB gibt es die Standardeinstellung und den 100 Hz Modus (gestrichelte grüne Kurve in Abb. 3) für die Kombination mit Topteilen im Fullrange-Modus.

Filterfunktionen
Filterfunktionen für die V7P (blau), V10P (rot) und für den V-GSUB (grün). V7P und V10P unterscheiden sich nur oberhalb von 1 kHz. Gestrichelt jeweils der Cut-Modus für die Topteile. Für den V-GSUB gibt es die Standardeinstellung und den 100-Hz-Modus (gestrichelt) für die Kombination mit Topteilen im Fullrange-Modus (Abb. 3) (Bild: Anselm Goertz)

Zusammenspiel

Nach den Einzelbetrachtungen der Lautsprecher und Verstärker geht es jetzt konkret darum, wie alles zusammenspielt. Abb. 4 zeigt dazu die Frequenzgänge der V7P und V10P einmal im Fullrange-Modus und einmal mit Subwoofer. Beides gelingt in höchster Perfektion. Der Verlauf ist vorbildlich gerade. Subwoofer und Topteile ergänzen sich zudem perfekt. Warum das so gut gelingt, erkennt man in Abb. 5 an den Phasengängen: Abgebildet sind der Übersicht halber hier nur die V7P im Cut-Modus (blau), der V-GSUB (grün) und die Summenfunktion (rot) von beidem. Im entscheidenden Übergangsbereich um 100 Hz verlaufen die Phasen nahezu deckend, womit dann auch die Addition zu einer geraden Summenkurve bestens gelingt.

Das Spektrogramm für die V7P mit Subwoofer in Abb. 6 lässt einige kleine Resonanzen erkennen, die in Anbetracht der komplexen Konstruktion nicht verwunderlich sind. Ernsthaft störende Resonanzen sind jedoch nicht zu erkennen.

Directivity

Zum Thema Directivity zitieren wir zur Einführung aus unserem Testbericht der Y-Point-Modelle von vor zweieinhalb Jahren:

„Die Directivity gehört bei Beschallungslautsprechern zu den wichtigsten Eigenschaften. Zwei Dinge sind dabei zu beachten:

1.) Die Directivity eines Lautsprechers ist in der Regel eine feste Eigenschaft, die der Anwender nicht ändern kann. Ausnahmen sind Line-Arrays oder DSP-gesteuerte Zeilen.

2.) Für die Directivity kann keine Bewertung im Sinne von gut oder schlecht abgegeben werden. Vielmehr lautet der Maßstab, passend oder nicht passend für die jeweilige Anwendung.“

Die entsprechende Flexibilität lässt sich, wie bei den V-Points und Y-Points durch die verschiedenen Hörner erreichen, die zusätzlich auch noch drehbar sind. Die V7P und Y7P können als 75 × 40 oder 40 × 75 System und die V10P sowie Y10P als 110 × 40 oder 40 × 110 genutzt werden.

Am Beispiel der V- und Y-Serie erkennt man, es gibt Serien übergreifend gewisse Gemeinsamkeiten, die einem insgesamt durchdachten Prinzip folgen. V-Serie und Y-Serie sind bei der Directivity sehr ähnlich und können ganz nach Bedarf für Schalldruck oder Reichweite ausgewählt werden. Die Isobaren-Grafiken in Abb. 7–10 zeigen alle Varianten der V7P und V10P für die horizontale und vertikale Ebene. Die Messungen der Directivity sind dabei so zu verstehen, dass sich die Bedeutung der horizontalen und vertikalen Ebene immer auf die aufrecht stehende Box beziehen. Definiert ist das Abstrahlverhalten als derjenige Winkelbereich, wo der Pegel gegenüber der Mittelachse oder Hauptabstrahlrichtung um 6 dB abgefallen ist. Bei den V-Points ist die Mittel-Tieftoneinheit unabhängig vom Typ identisch. Die unterschiedlichen Abstrahlwinkel betreffen daher nur das Hochtonhorn und damit den Frequenzbereich ab 1 kHz aufwärts. Unterhalb von 1 kHz bestimmen das Mitteltonhorn und die beiden Tieftöner das Abstrahlverhalten. Durch die in vertikaler Richtung der Box mit 70 cm Höhe schon recht ausgedehnte Anordnung bildet die Mittel-Tieftoneinheit ein Abstrahlverhalten aus, das optimal zum 75 × 40 Hochtöner passt. Die Isobaren aus Abb. 7 lassen einen kontinuierlichen Übergang und einen insgesamt sehr schön gleichmäßigen Verlauf erkennen. Für die V10P in der 110 × 40 Einstellung (Abb. 9) gilt für die Vertikale selbiges. In der Horizontalen kommt es durch das 110°-Horn jetzt aber unweigerlich zu einer Sprungstelle bei der Trennfrequenz. Darüber hinaus werden die 110° jedoch sehr gleichmäßig eingehalten. Ähnlich verhält es sich für die beiden Varianten mit gedrehtem Horn. Das enge vertikale Verhalten der Mittel-Tieftoneinheit geht dann in die breite Ebene des Hochtöners über und führt so ebenfalls zu einer Sprungstelle in den Isobaren. Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass die V7P mit dem 75 × 40 Horn ideal ist, die V10P mit dem 110 × 40 Horn eine gute Lösung für eine breite Abstrahlung bildet und die beiden gedrehten Varianten als Kompromisse zu sehen sind, wenn die Box einmal quer gehängt werden muss.

Maximalpegel

Was beim Thema Maximalpegel geht, zeigen die Kurven in Abb. 11. Es wurde je eine Messreihe mit den Tops V7P und V10P im Fullrange-Modus und für den V-GSUB separat als dritte Messreihe für den Frequenzbereich bis 200 Hz durchgeführt. Als Testsignal wird für diese Art der Messung ein 185 ms langer Sinusburst eingesetzt. Ausgewertet wurden die Pegelwerte für maximal 3 % und maximal 10 % harmonische Verzerrungen. Abb. 11 zeigt der Übersicht halber aber nur die 10 %-Kurven, die für den typischen PA-Einsatz die wichtigsten sind. Die so erreichten Pegelwerte liegen zwischen 120 dB und 135 dB. In ihrem Verlauf bilden Messungen der Tops ansatzweise die Sensitivity zusammen mit der Belastbarkeit der jeweiligen Wege ab. Schwachstellen gibt es in den Messreihen keine.

Die Sinusburst-Messung eignet sich zur Erkennung möglicher schwacher Frequenzbereich besonders gut. Für den alltäglichen Betrieb mit einem Musik- oder Sprachsignal ist es jedoch manchmal schwierig, aus der Messung mit Sinusburst-Signalen direkte Rückschlüsse auf die erreichbaren Pegelwerte zu ziehen, da bei Signalen mit Crestfaktoren von 10 bis 20 dB immer der Spitzenwert der limitierende Faktor ist. Für die Praxis aussagekräftiger ist daher die Messung mit einem Multitonsignal. Die Basis des Multitonsignals besteht aus 60 Sinussignalen mit Zufallsphase, deren spektrale Gewichtung beliebig eingestellt werden kann. Für die nachfolgenden Messungen (Abb. 12 und 13) wurde eine Gewichtung entsprechend eines mittleren Musiksignals (grüne Kurve) gewählt. Der Crestfaktor des so synthetisierten Messsignals, der das Verhältnis vom Spitzenwert zum Effektivwert beschreibt, liegt bei praxisgerechten 12 dB.

Für den aus dieser Art der Messung abgeleiteten Verzerrungswert werden alle Spektrallinien aufaddiert, die nicht im Anregungssignal vorhanden sind, d. h. die als harmonische Verzerrungen oder als Intermodulationsverzerrungen hinzugekommen sind. Wichtig ist es dabei zu beachten, die Frequenzen des Anregungssignals so zu generieren, dass sie nicht mit den harmonischen Verzerrungsanteilen zusammenfallen, da sie sonst nicht mehr ausgewertet werden könnten. Auch bei dieser Art der Messung wird der Pegel so lange erhöht, bis der Gesamtverzerrungsanteil (TD = Total Distortions) einen Grenzwert von 10 % erreicht. Unter diesen Bedingungen erreichen die V7P und V10P im Fullrange-Modus für ein typisches Musikspektrum nach EIA-426B bezogen auf 1 m Entfernung im Freifeld unter Vollraumbedingungen einen Spitzenpegel von 132 dB. Der Mittlungspegel lag bei 121 dB. Die Messung erfolgte mit einem D80-Verstärker. Das Datenblatt gibt für diese Kombination mit 139 dB einen deutlich höheren Wert an, der dann allerdings auch ohne Verzerrungslimit und mit einem Pinknoise als Anregungssignal gemessen wurde. Da im Pinknoise erheblich mehr hochfrequente Energie enthalten ist, können Signalpeaks auch höher ausfallen. Hinzu kommt, dass bei einem Pinknoise der Hochtöner einen größeren Anteil am Gesamtsignal hat und somit seine hohe Sensitivity besser zur Geltung kommt.

Zubehör und Preise

Kommen wir für die alltägliche Praxis zum wichtigen Thema des Zubehörs zu den Lautsprechern, womit man direkt auch bei der d&b „System Reality“ angelangt wäre. Es bedeutet, nicht nur Lautsprecher zusammen mit Verstärkern und Controllern anzubieten, wie man es so kennt, sondern komplette Systemlösungen. Dazu gehört dann vieles mehr, wie jede Menge Montagezubehör, Verkabelung, Cases, Transporthilfen, verschiedene Verstärkermodelle, Planungssoftware, Beratung, Training und bei Bedarf auch noch die Finanzierung. Für die Aufstellung bzw. Montage der V-Points bietet d&b einarmige Schwenkbügel, Querbügel, Rohrkrallen, TV-Zapfen, Flugpins, Hochständeradapter usw. an. Für den Transport gibt es für die Tops ein Case für je zwei Boxen und für den Subwoofer Transportdeckel. Alle Modelle der V-Serie gibt es in der Touring- und in der Installationsversion. Die Installationslautsprecher unterscheiden sich etwas im Gehäuseaufbau (z. B. keine Griffe), den Montagevorrichtungen und bei der Lackierung. Sie können zudem auch in der Farbe nach Kundenwunsch angepasst und optional auch in einer wetterfesten Ausführung geliefert werden. Wetterfest ist hier so zu interpretieren, dass die Lautsprecher in Grenzen der Witterung ausgesetzt werden können, aber nicht für den dauerhaften Betrieb unter freiem Himmel spezifiziert sind. Alle Verstärker sind mit integrierten Controllern und Interface zur Fernsteuerung und Fernüberwachung ausgerüstet und sind zu 100 % kompatibel zu allen d&b-Lautsprechermodellen. Der Anwender muss lediglich noch das passende Setup und mögliche Filteroptionen auswählen und schon ist die Anlage spielbereit.

Für größere Installationen bieten sich die kostenlose Planungssoftware d&b ArrayCalc und die Fernsteuer- und Überwachungssoftware R1 der Verstärker an. Neben den akustischen Berechnungen stellt ArrayCalc auch Rigging-Listen und so praktische Dinge wie Materiallisten bereit. Das alles nennt man bei d&b den „d&b Workflow“ von der ersten Planung bis zur Ausführung und zum Betrieb der Anlage. Zum guten Schluss bleibt noch der Blick auf die Preise der Komponenten (netto Listenpreise in €).

 

V7P und V10P  5.600,-
V-GSUB  4.800,-
30D  5.900,-
D80 10.840,-

 

Fazit

Die Point Sources V7P und V10P sowie der Subwoofer V-GSUB aus der d&b V-Serie ergänzen die beiden Line-Array-Elemente V8 und V12 und können in vielen Anwendungen alleine oder ergänzend zu den Line-Arrays eingesetzt werden. Die Abmessungen und Bestückung sind bis auf die Hochtoneinheit für alle Tops in der V-Serie identisch. Von außen nicht sichtbar ist der hoch verdichtete und sehr effektive innere Aufbau mit zwei 10″-Tieftönern, einem großen 8″-Mitteltonhorn und dem jeweiligen Hochtöner. Durch die passive Weiche für alle drei Wege in den Topteilen und den einkanalig zu betreibenden Cardioid-Subwoofer kann die V-Serie hoch effizient mit nur zwei Verstärkerkanälen betrieben werden. Der Aufwand für die Verstärker und auch für die Verkabelung reduziert sich damit für ein System dieser Leistungsklasse deutlich. Sich an dieser Stelle zum wiederholten Male zu den Themen Verarbeitung, Professionalität, Werterhalt usw. bei d&b im Einzelnen auszulassen, wäre ein wenig wie Eulen nach Athen zu tragen. Als Anwender kann man mit diesen Produkten kaum etwas falsch machen. Die auf den ersten Blick vielleicht recht hoch erscheinenden Preise relativieren sich sehr schnell, wenn man das breite Spektrum der Kombinations- und Anwendungsmöglichkeiten sieht. Hinzu kommt der hoch professionelle Support durch die Softwareprodukte zu den d&b Lautsprechern und Verstärkern ebenso wie die allzeit kompetente persönliche Beratung und Unterstützung.

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