Lastverteilungstraverse LVT-4

Jeder kennt die universellen Halfenschienen, an der man seine „kleinen“ Lasten anschlagen kann. Benötigt man jedoch Hängepunkte für größeren Lasten, dann muss meist erst ein zeitaufwendiges Bridle gesetzt werden. Oft hat man dazu noch nicht einmal die benötigte Höhe. Eine Lösung dafür hat Rigging Service mit dem LVT-4 entwickelt.

LVT4_HiRes

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Viele Mehrzweck- wie Messehallen haben eingelassene Halfenschienen zur Lastaufnahme. Das ist aus Sicht des Architekten die beste Möglichkeit ein Gebäude so universell wie möglich auszustatten, denn meist sind zu diesem Zeitpunkt die anschließende Anforderung und deren optimal benötigter Befestigungstyp nicht vorauszusehen. Wenn man dann doch mal an Stellen größere Punktlasten benötigt als die Halfenschiene bereitstellt, muss man sich anders behelfen. Bisher wurden mehrere Punkte zu einem gemeinsamen Lastpunkt zusammengeführt.

Wobei man dafür drei Nachteile in Kauf nehmen muss. Erstens verliert man an Deckenhöhe, da der Bridle Platz benötigt. Dann müssen mehr Lastpunkte in die Halfenschiene angeschlagen werden, um die geforderte Punktlast zu erreichen, da über das schräge Zusammenführen entsprechend den Winkeln die mögliche Last gemindert werden muss. Und zuletzt dauert das Anbringen des Bridle auch erheblich Zeit.

Aufbau

Mit dem LVT-4 werden alle drei Nachteile des Bridlen auf Halfenschienen wirksam begegnet. Die LVT-4 ist eine Lastverteilungstraverse, welche die Aufgabe hat vier einzelne Anschlagspunkte zu einem zusammenzuführen. Dafür muss die LVT-4 Lastverteilungstraverse extrem steif gehalten werden, damit alle vier Aufnahmepunkte mit einer gleichen senkrechten Last beaufschlagt werden, obwohl die abgehende Kraft an nur einen Punkt weitergeleitet wird. Damit kleine Unterschiede der einzelnen Aufnahmepunkte ausgeglichen werden können, kommen speziell entwickelte Ausgleichselemente zum Einsatz. Diese sorgen durch minimale Verformungen dafür, dass an allen vier Krafteinleitungen die gleiche Kraft wirkt. Somit ist es sogar möglich mehr Last an der LVT-4 anzuschlagen, als es über die einzelnen Punkte an der Halfenschiene mit einem Bridle möglich wäre.

1 t Kettenzug über LVT-4 angeschlagen
1 t Kettenzug über LVT-4 angeschlagen

Messung

„Das passt schon …“ ist ein leider immer noch zu oft gehörter Standardspruch, wenn es darum geht, ob die eingehängte Last den einzelnen Anschlagspunkt nicht überlastet, denn nicht jeder rechnet alle Lasten zusammen und berechnet die Belastung auf die einzelnen Hängepunkte. Nicht zu vergessen sind die dynamischen Beiwerte, die zum statischen System hinzukommen – bildlich gesprochen, wenn alle 16 Motor – züge zur gleichen Zeit anfahren oder gestoppt werden. Weder akustisch noch optisch lässt sich eine Last einschätzen und sollten Risse auszumachen sein oder knirschende Geräusche zu hören sein, ist es sowieso zu spät.

Übersicht der realen Lasten
Übersicht der realen Lasten

Aber auch wenn richtig geplant und die Last berechnet wurde, kann es immer noch vorkommen, dass vor Ort noch zusätzliche Last unvorhergesehen dazu kommt. Wenn nämlich andere Planungen nicht ausreichend gemacht werden und spontan entschieden wird, noch weitere Lautsprecher zur Seitenbereichs-Beschallung einzuhängen oder doch ein leistungsstärkerer Videoprojektor genutzt wird, kann es schnell zu anderen, nicht geplanten Lastsituationen kommen.

Diese Änderungen werden in der Praxis meist nicht mehr in den ursprünglichen Lastenplan nachgetragen und berücksichtigt. Was als Lösung bleibt, ist schlicht und ergreifend eine Lastmessung. Die LVT-4 beinhaltet eine Lastmesszelle und kann die Werte via Kabel zu einem überwachenden Rechner weiterleiten. Damit hat man die wirklichen Kräfte immer im Überblick und kann jedes Fehlverhalten ahnden und frühzeitig Abhilfe herbeiführen.

XLR-Steckverbinder
XLR-Steckverbinder für den Anschluss der Signalleitung für die Wiegezelle

Mit der LVT-4 Lastverteilungstraverse ist es möglich je nach Halfentyp 500 oder 1.000 kg einzuleiten und man spart zudem erheblich Aufbauzeit (Kosten) und gewinnt, wenn notwendig, noch Raumhöhe gegenüber einem Bridle. Darüber hinaus sorgt die eingebaute Messzelle zur erheblichen Betriebssicherheit und Dokumentation der Lastverhältnisse. Die LVT-4 ist eine Bereicherung für jedes Halfenschienensystem und wird von Rigging Service gebaut, entwickelt (www.rigging-service.de).

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