Bühnentechnik

Starlight Express – die Pläne des Musicals von 1988

Starlight Express 1989

Unser Interview mit Gareth Owen zu seiner Strategie beim Sound-Design für moderne Musicals in Production Partner 6/2021 zeigt den Stand der Technik von 2021 auf. Aber unsere Kontakte zu dem Starlight-Team, jetzt erst durch die lange Pause in den Spielbetrieben unterbrochen, reihen sich in eine echte Historie: Bereits 1989 waren wir in dem damals fast nagelneuen Theater zu Gast, selbst das „Phantom der Oper“ schwebte noch als Ankündigung durch die entstehende Musical-Szene. Die ersten 500-Express-Vorstellungen waren zwar abgeliefert, aber dass sie erst den Startschuss bilden sollten, ahnte niemand. Auch Production Partner selbst stand als Magazin noch in den Startlöchern, als Vorgängermagazin informierte unser „Licht&Ton“ die technikinteressierte Szene über die Bühnentechnik in Bochum.

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Ein echter Show-Hingucker waren damals die bewegten Scheinwerfer, die ausnahmsweise nicht von Vari-Lite stammten: Beeindruckt waren wir von den Starlite-Modellen des UK-Herstellers Tasco, selbst diese kosteten einen kaum erschwinglichen, fünfstelligen DM-Betrag. Das Lichtdesign stammte von David Hershey, den Sound gestaltete Martin Levan. Als Installationspartner fielen Namen wie Amptown und Spieker&Pulch, ebenfalls beteiligt war Uli Kunst, der später für die Stage Holding Audioarbeit leistete.

Unser inhaltliches Urteil fiel damals mit „Kein Wunder, dass man bei dieser recht schwachen Geschichte versucht, die Show technisch aufzupeppen“ recht harsch aus. Womit zwar bewiesen wäre, dass wir uns nicht dazu eigneten, den Publikumsgeschmack genauer einzuschätzen. Die ganze Story von 1989 haben wir dennoch für Euch einmal auf den Scanner gelegt: Die Fotoqualität in unserem Download wird dadurch zwar nicht besser (die Kleinbildfilme waren damals teuer, aber nicht lichtstark). Und aus Kostendruck haben wir nur einige Bögen des Magazins in Farbe gedruckt. Aber allein die enthaltenen Anzeigenmotive sind doch ein Hingucken wert!

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