Produkt: IP-65 Moving Head von SGM im Test
IP-65 Moving Head von SGM im Test
Ob der SGM G-Spot das einzigartige Moving Head ist und ob die Qualitäten neben des Alleinstellungsmerkmales der IP-Klassifizierung ebenfalls zu Geltung kommen, hat das führende Fachmagazin im großen SGM G-Spot-Test überprüft.
Praxistest

Bewegliches Outdoor-Washlight: Chauvet Maverick Storm 1 Wash

Der Name „Storm“ des neuesten Maverick Serien-Sprösslings aus dem Hause Chauvet lässt sich werbewirksam gleichermaßen auf (Licht-)Output und (Wetter-)Input des IP-klassifizierten LED-Scheinwerfers beziehen. Wir haben uns das Washlight im Praxistest näher angesehen.

Washlight von Chauvet: Maverick Storm 1 Wash
Chauvet Maverick Storm 1 Wash (Bild: Chauvet)

Ein klassisches LED-Washlight – so präsentiert sich der Maverick Storm 1 beim Öffnen der Verpackung. Aber schon beim ersten Hands-On entpuppt sich der Scheinwerfer als unerwartet massiv und schwer, in Kombination mit den abgedeckten Anschlussbuchsen springt einem bereits hier die Outdoor-Fähigkeit des Washlights förmlich ins Gesicht. Laut Internet-Recherche (eine vollständige Dokumentation war zum Zeitpunkt des Tests leider noch nicht verfügbar) ist der Maverick Storm tatsächlich IP65-klassifiziert und damit sowohl staubdicht als auch gegen Strahlwasser aus verschiedenen Richtungen geschützt – was dem Storm ein Überleben im Sturm sichern soll.

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Aufbau des Storm 1

Der Chauvet Storm 1 wirkt nicht nur optisch massiv, er ist es auch. Das Washlight ist bezüglich Haptik hochwertig verarbeitet, das „gepanzerte Gehäuse“ bringt den mit unter 50 cm Bauhöhe eher dezenten LED-Wash auf immerhin stolze 26 kg Gewicht. Von den Proportionen wirkt der Kopf etwas zu klein für das Basement bzw. dieses im direkten Vergleich etwas zu groß – was aber unter dem Gesichtspunkt einer Verwendung im Freien und hier in punkto Standsicherheit auf unebenem Gelände sicherlich kein Nachteil ist. Wie üblich lassen sich zur fliegenden Montage zwei Omega-Brackets mittels QuickLock-Aufnahmen auf der Unterseite montieren – wie üblich ist aber auch hier die Öse für die Sekundärsicherung zu klein dimensioniert. Anschlussseitig bietet der Maverick Storm je zwei DMX-5pol- und EtherCon-Buchsen zur Datenkommunikation über DMX inklusive RDM, ArtNet, sACN oder Kling-Net, Stromzufuhr über PowerCon-True1 In- und Output sowie einen von außen zugänglichen Sicherungshalter. Somit lassen sich sowohl Daten als auch Energie dankenswerterweise mittels Hybridkabeln schnell und einfach durch bis zu sieben Einheiten schleifen, Chauvet gibt hierbei die maximale Leitungsaufnahme bei 230 V mit 430 W an.

Wer nicht kabeln möchte, darf auch funken – der Chauvet hat serienmäßig W-DMX von Wireless Solution an Bord, der Antennenstummel ragt ebenfalls auf der Anschlussseite des Basements aus dem Gerät. Apropos Anschluss: Etwas irritierend war die Tatsache, dass trotz der in der Schnellanleitung anders lautenden Farbangaben die offenen Enden der mitgelieferten PowerCon-Zuleitung USA-like ganzfarbig schwarz, weiß und grün waren – hier wäre eine eindeutige und in der Praxis international gültige Kennzeichnung, zumindest in grün/gelb für den Schutzleiter dann doch empfehlenswert.

Der Kopf des Chauvet Storm 1 bietet Platz für 19 Osram HighPower-RGBW-LEDs mit je 20 W Leistung, aufgrund der gekapselten IP-Bauweise gibt es hier keine für den User zu Servicezwecken zu öffnenden Teilen – wasserdicht bedeutet hier auch staubdicht und somit praktisch wartungsfrei.

Input/Output Anschlussseitig bietet der Storm 1 je zwei DMX-5pol- und EtherCon-Buchsen zur Datenkommunikation über DMX, ArtNet, sACN oder Kling-Net, Stromzufuhr über PowerCon-True1 In- und Output sowie einen von außen zugänglichen Sicherungshalter. Wer nicht kabeln möchte, darf auch funken – ebenfalls sichtbar der Antennenstummel des serienmäßig implementierten W-DMX
Sekundärsicherung Wie üblich ist aber auch beim Maverick Storm 1 die Öse für die Sekundärsicherung zu klein dimensioniert
Fliegende Montage Wie üblich lassen sich zur fliegenden Montage zwei Omega-Brackets mittels QuickLock-Aufnahmen auf der Unterseite montieren

Menü im Farbdisplay

Das Farbdisplay wirkt hinsichtlich Homescreen aufgrund der vielen, bunt dargebotenen Informationen auf den ersten Blick etwas überladen sowie bezüglich Anordnung und Funktion der sechs Menütasten verwirrend. Nach einigen Testdrücken und fehlgeleiteten Reiserouten im Menübaum findet man sich dann aber doch relativ schnell und gut zurecht. Lediglich die hierarchische Struktur des Setups über aufeinander folgende Untermenüs wie „Control Settings – Single/Dual Control – DMX/ArtNet/sACN/WDMX – Personality/StartAddress“ will erst einmal gefunden werden, entbehrt aber nicht einer gewissen Logik. Sehr schön ist hier eine Akkupufferung des Displays – wozu allerdings die linke, mittlere Taste für mindestens sieben (!) Sekunden gedrückt werden muss – sowie eine Auto-Flip-Funktion, die das Display je nach Montage selbstständig in die richtige Richtung dreht.

Homescreen des Maverick Storm
Bedienung Der Homescreen wirkt aufgrund der vielen, bunt dargebotenen Informationen auf den ersten Blick etwas überladen – nach einer gewissen Eingewöhnung kommt man in dem Menü aber gut zurecht (Bild: Stefan Junker)

Als Besonderheit ist der Chauvet in Single- oder Dual-Mode ansteuerbar, kann also als kompletter Scheinwerfer oder hinsichtlich der Grundfunktionen wie Pan/Tilt, Shutter oder Zoom beispielsweise mittels DMX und im Bereich Pixelsteuerung mittels ArtNet, sACN oder Kling-Net getrennt angesprochen werden – dies ermöglicht interessante Anwendungen beispielsweise durch die Einbindung eines Medienservers. Allerdings darf hierfür das gewählte Datenprotokoll für die Basiskontrolle nicht mit dem Protokoll der Pixelsteuerung identisch sein – anders lässt es die Auswahl im Menü des Washlights folgerichtig aber auch gar nicht zu.

Das Movinglight bietet nicht nur unterschiedliche ControlModi, sondern auch vielfältige DMX-Betriebsarten hinsichtlich Funktionsumfang und Werte-Auflösung der einzelnen Kanäle. Zur Verfügung stehen hier in Single- oder Dual-Mode ein Basic, Standard und Advanced-Modus sowie im Single-Betrieb ein zusätzlicher Tour-Mode, wodurch der Storm insgesamt zwischen 20 (Single-Basic-Mode) bis hin zu 216 (Single-Tour-Mode) Kanälen belegt. Noch zu erwähnen sind im Bereich des Menüs der Punkt „Dim Speed“, um das Dimmerverhalten des Scheinwerfers von „Smooth“ auf „Fast“ umgestellt werden kann, je nachdem, ob man eher extrem weiche oder schnelle Intensitätsänderungen benötigt, sowie die Möglichkeiten einer Justierung der LED-Taktfrequenz. Diese kann von 600 Hz bis 15.000 Hz in mehreren Schritten verändert werden und bietet so einen flickerfreien Betrieb selbst bei Einsatz von Kameras.

Maverick-Praxis

Direkt nach Verstromung und Reset des Maverick Storm fällt eine dezente Geräuschkulisse auf, erzeugt von den bereits im Standbybetrieb laufenden Lüftern. Interessanterweise bleibt die Lautstärke im „Auto-Fan“ Mode trotz maximalem Output für lange Zeit konstant, was den Wash in der Praxis insgesamt tatsächlich relativ geräuscharm macht. Das Movement ist erstaunlich flott, mit rund 1,8 s für 540° Pan sowie eine knappen Sekunde für 270° Tilt überzeugt der Wash mit dem Tempo ebenso wie mit einer sehr direkten und schnellen Reaktion auf externe Befehle ohne „Nachlaufen“ und einem dadurch angenehmen Positionieren der Leuchte. Der Output wird von Chauvet mit 6.000 Lumen angegeben und produziert damit ausreichend Lichtleistung für Indoor- und Outdoor-Betrieb, auch wenn er für raumgreifende Architekturanwendungen im Freien dann doch irgendwann an seine Grenze stoßen dürfte.

Im Bereich des Dimming lassen sich zwei Dinge feststellen: In der Einstellung „Smooth“ verläuft das Dimming tatsächlich sehr weich und gleichmäßig – leider wirkt sich dies aber nicht nur auf Faderbewegungen, sondern auch auf Flash-Befehle des Controllers aus, die dann ebenfalls wie am Gummiband nachgezogen ausgeführt werden. Diese Trägheit wiederum wirkt sich durch die additive Farbmischung sogar auf Farbwechsel aus, diese werden nun ebenfalls weich, langsam und träge ausgeführt. Schnelle Farbwechsel sind in diesem Modus so nicht möglich. Glücklicherweise kann man die „Dim Speed“ per DMX vom Pult aus umschalten, muss dann aber doch sichtbare Intensitätssprünge statt linearem Dimming in Kauf nehmen. Der simulierte Shutter erzeugt die üblichen Sync- und Puls-Effekte, Random- und Random-PulsFunktionen waren bei unserem Testgerät softwareseitig allerdings noch nicht implementiert.

Über LED-Makros, die in großer Stückzahl abgerufen und hinsichtlich Speed und Verzögerung editiert werden können, lässt sich das LED-Array durch eine große Auswahl vordefinierter Muster oder „Auto-Programme“ als Kombinationen aus Muster und Farbwechsel animieren
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