Der Sparx 7 im Test

JB-Lighting Sparx 7 im Test

JB Lighting Sparx 7

Der Sprössling aus dem Hause JB-Lighting mit dem Namen Sparx 7 sollte den Abschied vom JBLED A7 etwas leichter machen. Dabei präsentiert sich der Scheinwerfer einerseits als traditionell hochwertiges LED-Washlight, bietet aber zusätzlich einige zeitgemäße Verbesserungen und neuartige Kreativwerkzeuge. In einem ausführlichen Hands-On haben wir dem Sparx 7 aus dem Hause JB-Lighting auf den Zahn gefühlt.

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Eine Ära neigt sich dem Ende zu“ – so umschrieb JB-Lighting auf seiner Webseite das Auslaufen der JBLED A7/A4-Serie: Keine Geräteklasse bot in den letzten Jahren mehr Neuerungen als LED-Scheinwerfer, sei es im Hinblick auf technische Weiterentwicklungen der eigentlichen Leuchtmittel oder auch deren Einsatzmöglichkeiten. So war es sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis man sich von einem RGB-Washlight mit „Bonbonoptik“ verabschieden muss, auch wenn das 3*84er-Modell fast schon so etwas wie ein Klassiker (und sicherlich der Grundstein für den großen Erfolg des schwäbischen Herstellers im LED-Segment) sein dürfte. Zufriedenen Nutzern sei an dieser Stelle aber noch einmal versichert, dass Ersatzteillieferungen und Service auf Jahre hinweg gesichert sein werden. Der Sparx 7 soll sich nun leistungsmäßig unterhalb des A8 positionieren, wurde aber gleichzeitig um einige zeitgemäße Features hinsichtlich Lichtaustritt und Einzelansteuerung der LEDs ergänzt.

JB Lighting Sparx 7
Bis in die Randbereiche ausgespritzte Linsen sorgen für einen runden, nahezu steglosen Lichtaustritt (Bild: Stefan Junker)

Innenleben und Außenwirkung

Der Sparx 7 wirkt auf den ersten Blick wie ein Hybriddesign aus A8 und A7. Das vom JBLED unverändert übernommene Basement bietet dabei dementsprechend 3- und 5-polige DMX-Buchsen, eine großzügige Sicherungsöse, variabel zu montierende Omega-Brackets an der Unterseite sowie den serienmäßig implementierten W-DMX-Empfänger. Leider lassen sich auch 2014 die physikalischen Grenzen noch nicht umgehen, weshalb auch der Sparx 7 aus Platzgründen keinen PowerCon-Stromanschluss mit Durchschliff im Base, sondern ein fest montiertes Netzkabel spendiert bekam. Der Bügel ist äußerlich ebenfalls identisch zum Vorgänger, das Innenleben in Form der Tilt-Antriebsmotoren stammt wie die Pan-Stepper im Basement allerdings bereits vom A8 und sind somit etwas kräftiger und schneller. Der Sparx 7 schafft die 430° Pan in knapp 1,5 Sekunden, 300° Tilt sogar in deutlich unter einer Sekunde! Der Kopf hingegen ähnelt dem numerisch übergeordneten Bruder, ist jedoch deutlich kleiner und bietet Platz für neunzehn 15 W RGBW-LEDs, deren Bestromung jedoch durch Anpassung an aktuelle Datenblattkennlinien erhöht werden konnte. Im Gegenzug ermöglicht diese reduzierte Anzahl deutlich vergrößerte Linsen, die bis in die Randbereiche ausgespritzt wurden und für einen runden, nahezu steglosen Lichtaustritt und gesteigerte Lichtsammelfähigkeit des optischen Systems sorgen.

JB Lighting Sparx 7 Kühlkörper
Einzeln auf Kühlkörper montierte LEDs (Bild: Stefan Junker)

Diese Kombination aus gesteigertem In- und optimiertem Output führt bei eng gebündeltem Beam zu einer nur um ca. fünf Prozent verminderten Ausgangsleistung im Vergleich zum A8, wie der Hersteller bei unserem Besuch nicht ohne Stolz erklärt. Die LEDs werden, ebenfalls analog zu A8 und A12, einzeln mit Kühlkörpern versehen und auf die Platine gepresst. Dadurch ist im Servicefall nicht nur ein problemloser Austausch einzelner LEDs möglich, sondern bietet hocheffektive Konvektionskühlung bei reduziertem Materialeinsatz an Aluminium im Vergleich zu vollflächigen Kühlelementen. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt, sondern auch auf das Gewicht des Scheinwerfers aus, der mit knapp 8 kg erfreulich leicht geblieben ist. Die zur Wärmeableitung notwendigen Lüfter laufen entspannt und erzeugen einen kaum wahrnehmbaren Geräuschpegel. Das seitlich angebrachte Display lässt sich gewohnt gut ablesen, je nach Montageposition führt die Verwendung der oberhalb und unterhalb angebrachten Folientasten zur automatischen Drehung des Displays. Die Menüstruktur ist gewohnt logisch strukturiert und auch für jeden „JB-Neuling“ ohne Studium des Manuals verständlich. Umfangreiche „Stand-Alone“-Möglichkeiten wissen hier ebenso zu gefallen wie diverse Servicemöglichkeiten und die durchdachten DMX-Modi. Trotz umfangreicher Möglichkeiten bezüglich LED-Einzelansteuerung bietet der Sparx 7 als Betriebsmodi drei überschaubare DMX-Charts, die sich lediglich in der Verwaltung und Auflösung der RGBW-Kanäle mit bis zu drei Farblayern unterscheiden – dazu jedoch später mehr.

JB Lighting Sparx 7
Die LEDs werden über Kunststoffröhren auf die Platine gepresst, dadurch ist im Servicefall ein problemloser Austausch einzelner LEDs möglich (Bild: Stefan Junker)

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