JBL SRX Connect App zur Lautsprecher-Konfiguration und Fernsteuerung

JBL iPad App
JBL iPad App: ein System mit der Main-PA, Subwoofern und Fill-Systemen (Bild: Anselm Goertz)

JBLs neue SRX800 Serie aktiver Lautsprecher – getestet in PRODUCTION PARTNER 11/2015 – verspricht mit Crown-Endstufen, DSP-Systemen und HiQnet Vernetzung ein ganzes Potpourri technischer Spezialitäten. Über eine App lässt sie sich zudem konfigurieren und steuern.

Alle aktiven Lautsprechermodelle aus der neuen JBL SRX800 Serie verfügen über einen Netzwerkanschluss: Eine Ethercon-Buchse pro Box stellt entweder für einen einzelnen Lautsprecher eine Direktverbindung zu einem Rechner her, wie man es z. B. für die Konfiguration der Lautsprecher im Lager machen würde. Oder man gruppiert mehrere Lautsprecher über einen Switch zu einem Netzwerk. Ein eigener Switch ist in den Netzwerkinterfaces nicht integriert, eine Daisy-Chain-Verkabelung von Box zu Box daher nicht möglich.

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Bedienung per JBL System Architect Software oder JBL Performance Manager

Im Bedienmenü der Lautsprecher wird eine IP Adresse und Subnet Maske voreingestellt oder – falls ein Router im Netz ist – die DHCP-Funktion zur automatischen Vergabe von Netzwerkadressen durch den Router aktiviert. Zusätzlich ist noch eine HiQNet-Adresse bzw. Nummer zu vergeben. Anschließend können die Lautsprecher durch die System Architect Software (ab Version 1.60) oder auch durch den Performance Manager bedient und überwacht werden, bezüglich Umfang und Funktionen komplexe Programme. Einen guten Überblick verschafft man sich am einfachsten durch den kostenlosen (aber registrierungspflichtigen) Download der Programme, die sich auch offline mit allen verfügbaren Geräten aus den Bibliotheken erkunden lassen.

JBL SRX Connect App für iOS und Android

Ganz neu und für typische SRX800 Anwendungen gut passend ist die SRX Connect App, die es in einer iOS- und Android-Version gibt. Wird das mobile Gerät mit dem Netzwerk verbunden, in dem sich auch die Lautsprecher befinden, dann werden diese automatisch detektiert und angezeigt. Die App kann aber auch offline zur Vorkonfiguration eines Systems genutzt werden.

Die App erlaubt eine schnelle Unterteilung bzw. Gruppierung der Lautsprecher entsprechend eines vorgegebenen Musters: Ein Hauptsystem aus L und R Main sowie den Subs L und R, ergänzt durch Side und Rear Fills. Das Schema ist zwar fest, dürfte aber für die typischen Anwendungen passen. Im Schritt „Create System“ wird durch die Zuordnung aller vorhandenen Systeme in dieses Schema die Anlage zusammengestellt.

Mit „Tune System“ stellt man für jeden Lautsprecher einzeln und auch in den betreffenden Gruppen die Pegel ein. Betätigt man einen Gruppen Fader, bleiben die relativen Einstellungen der einzelnen Lautsprecher zueinander in dieser Gruppe erhalten. Für die Topteile können über die Einstellung der Inputs auch die Mixer für die beiden Eingänge bedient werden.

Nur für das Hauptsystem kann zwischen den Setups „Main“ oder „Speech“ umgeschaltet werden. Delay-Einstellungen gibt es außerdem für die Fill-Gruppen. Bei Bedarf kann der Gruppen-Link auch aufgehoben werden. Gleiches gilt für die Kompressoren, die jeweils in den Gruppen zusammenhängend oder einzeln parametriert werden können.

8-fach parametrischer EQ in der iPad App für die SRX835P
8-fach parametrischer EQ: in der iPad App für die SRX835P als Main-PA (Bild: Anselm Goertz)

Die Einstellmöglichkeiten der EQs hängen von der Gruppenzuordnung ab. Bei den Fills kann jeder Lautsprecher individuell und in der Gruppe gefiltert werden, bei den Hauptlautsprechern (Main L oder R) gibt es nur den Gruppen-EQ. Möglichen Fehlern durch unterschiedliche oder vergessene Einstellungen ist somit bereits in gewisser Weise vorgebeugt. In der „Tune System“-Einstellung gibt es zudem auch noch Signalgeneratoren mit Pinknoise, Whitenoise und Sinussignalen variabler Frequenz sowie eine sehr praktische Solo-Funktion. Diese verschwindet ebenso wie die Testtongeneratoren, wenn man von „Tune System“ auf „Run Show“ umschaltet. Immer verfügbar ist der Schalter „Mute All“, mit dem sich die Anlage komplett stummschalten lässt.

Die SRX Connect App dürfte damit den Anforderung und Wünschen der meisten Anwender bestens gerecht werden. Die Bedienung ist einfach, intuitiv und weitgehend gegen Fehlbedienungen oder falsche Einstellungen gesichert. Trotzdem sollte man natürlich vor dem ersten ernsten Einsatz einmal im Lager einen Probeaufbau machen und sich ein wenig einarbeiten.

Test der JBL SRX800 Serie

Aufbau, Funktionen und akustische Messwerte von JBLs SRX800 Serie aktiver Lautsprecher haben wir in PRODUCTION PARTNER 11/2015 getestet (die mit dem roten IAA-Cover …), und zwar stellvertretend die Modelle JBL SRX SRX815P und SRX835P sowie den mächtigen Subwoofer SRX828SP. Angesehen haben wir uns dabei Frequenz- und Phasengänge, Spektrogramme, das Zusammenspiel mit dem Subwoofer und wie gut sich die einzelnen Komponenten zu einer brauchbaren Abstrahl-Coverage zusammenfügen. Und nicht zuletzt: wie laut die Anlage wirklich spielt.

 

 

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