Produkt: d&b D20 im Test
d&b D20 im Test
Mit der D20 erweitert d&b Audiotechnik sein Portfolio. Von außen ist die D20 sozusagen eine D80, allerdings mit weniger Leistung und etwas budgetfreundlicher.
Messtechnik für Lautsprecher

Meyer Sound M-Noise: Schallpegel-Potentiale messen

Messplatz
Messplatz mit Messfrontend der PC-Software, NTI XL2, B&K-Preamp 2610 und Messrechner mit einer M-Noise-Messung auf dem Schirm (Bild: Anselm Goertz)

Was ist der Maximalpegel eines Lautsprechers? Ein Dauerthema in der Beschallungswelt. Dazu die Frage, wie gemessen wird – und die Werte in manchen Datenblättern zustande kommen. Als Vorschlag für eine praxisnahe Standardisierung gibt nun Meyer Sound seine „M-Noise“ genannte Empfehlung. Was ist neu daran, wo liegen Unterschied und Nutzen im Vergleich zu bisherigen Messungen und wie arbeitet man damit?

Unsere umfangreiche M-Noise Praxiserfahrung und Einschätzung/Vergleich mit den bisherigen Messmethoden findet sich in der Ausgabe 3/2019 von Production Partner, hier als günstige Digital- oder Print-Ausgabe zu bestellen.

Anzeige

PDF-Download: Production Partner 3/2019

Special: Besuchersicherheit+++QSC-Test: Kompakt-PA CP8 und KS112+++Rock the Ballett X Jubiläumstour+++Messverfahren: Meyer Sound M-Noise

5,80 €
7,80 €
AGB

Zusammengefasst die zehn wichtigsten Fragen zu M-Noise, um sich auf einen Besuch bei Meyer Sound auf der Prolight+Sound 2019 (Portalhaus Ebene Via, Raum Frequenz 1) vorzubereiten:

10 Fragen zu Meyer Sound M-Noise

  1. Kann man bestehende Messungen einfach in M-Noise umrechnen?
    Nein. Bestehende Messungen sind nach den verschiedensten Standards gemacht und ohnehin bereits kaum vergleichbar. Grundvoraussetzung für die Vergleichbarkeit ist das verwendete Messsignal. M-Noise verwendet ein Test- signal mit einer spektralen Zusammensetzung und einem frequenzabhängigen Crestfaktor, wie es bislang noch nicht genutzt wurde.
  2. Liegen Werte nach M-Noise grundsätzlich eher höher oder niedriger als bisherige Messmethoden?
    Die SPL-Peak-Werte fallen je nach Leistungsfähigkeit der Mittel-/Hochtoneinheit und dessen Verstärker um bis zu 6 dB höher aus. Die mit M-Noise ermittelten Mittelungspe- gel liegen auf vergleichbarem Niveau mit den Messungen, die ein EIA-426B-Noise oder ein Multitonsignal verwenden.
  3. Hilft M-Noise, Powercompression besser aufzudecken?
    Indirekt ja. Eine frühzeitige hohe Powercompression bei den Mittelungspegeln führt nach der M-Noise-Methode entsprechend auch zu geringeren Peak-SPL-Werten.
  4. Macht M-Noise auch bei Verstärkermessungen Sinn?
    Eher nicht. Bei Verstärkern gibt es schon verschiedenste Standards, um Dauer- und Peakleistung und auch die Leistung für Signale mit unterschiedlichen Crestfaktoren zu bestimmen. Siehe unsere Verstärkertests!
  5. In welchen Anwendungen liefert M-Noise praxisnähere Werte?
    Bei hoch dynamischer und perkussiver Musik.
  6. In welchen Fällen scheitert auch M-Noise, das Performance-Potential auf einen einzigen Wert verdichtet abzubilden?
    M-Noise kann – wie alle anderen Messmethoden auch, immer nur einen irgendwie gemittelten Belastungszustand nachstellen: Der Messwert ist vor allem ein Vergleichswert für verschiedene Lautsprecher unter reproduzierbaren Bedingungen. In der Praxis können diese Bedingungen (Klassik, Rock, Techno, Sprache, Kino …) jedoch sehr unterschiedlich und ganz anders aussehen.
  7. Was ist aussagekräftiger als eine Angabe nach M-Noise-Methodik?
    Das hängt stark davon ab, was man wissen möchte: Auch eine Aussage zu den Verzerrungen? Dann ist die Multitonmessung EIA-426B aussagekräftiger. Möchte man einzelne Schwachstellen eines Lautsprechers erkennen? Dann ist die Sinusburstmessung besser geeignet. Geht es um Sprachwiedergabe? Dann sollte man ein Sprachspektrum verwenden usw.
  8. Welche Hersteller veröffentlichen bereits Daten nach dieser Messung?
    Meyer Sound ist in dieser noch frühen Phase des Vorschlags dazu sowohl mit anderen Beschallungsherstellern und Vertrieben im Gespräch, als auch mit Anbietern von Messgeräten.
  9. Wird Production Partner künftig auch per M-Noise ermittelte Werte angeben?
    Wir werden das weiter verfolgen und zunächst für uns noch mehr messtechnische Erfahrungen sammeln. Danach wird entschieden, ob eine M-Noise-Messung weitere relevante Informationen liefert, die über das hinausgehen, was mit einer Sinusburstmessung und der Multitonmessung möglich ist.
  10. Ist das nur ein Hersteller-„Trick“, höhere Datenblattangaben zu erhalten?
    Nein. Es geht vor allem darum, die mögliche Dynamik, die ein Lautsprecher wiedergeben kann, als Wert besser darzustellen.
Produkt: d&b D20 im Test
d&b D20 im Test
Mit der D20 erweitert d&b Audiotechnik sein Portfolio. Von außen ist die D20 sozusagen eine D80, allerdings mit weniger Leistung und etwas budgetfreundlicher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.