SGM hat mit dem P-5 einen Quasi-Standard für Outdoor-Fluter gesetzt. Jetzt ist der Nachfolger P-6 verfügbar: Konnte SGM seine Referenz noch weiter verbessern?

SGM P-6: Optimierter LED-Outdoor-Fluter im Test

Wie verbessert man eine Referenz? Das ist die Frage, die man sich stellen muss, wenn man einen Nachfolger zum SGM P-5 entwickelt. Um es vorwegzunehmen: Ja, es ist gelungen – einige sehr gute Ideen sind in den SGM P-6 eingeflossen und ermöglichen SGM weiterhin, mit dem P-6 die Spitze der LED-Outdoor-Fluter zu stellen.

SGM P-6
Der neue SGM P-6 (Bild: Herbert Bernstädt)
(Bild: Herbert Bernstädt)

 

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Übersicht

Aufbau des SGM P-6
Housing
Kopfsache
Steuerung
DMX
Menü
Lichtwurf
Zubehör des SGM P-6
Fazit


Aufbau des SGM P-6

Housing

Gegenüber seinem Vorgänger hat der P-6 in Gewicht und Umfang zugelegt. Trotzdem ist das Gehäusekonzept so formschön und elegant wie beim Vorgänger und wirkt auch trotz größerer Abmessung nicht klobig. Der breitere Stand hat den großen Vorteil einer höheren Standsicherheit, sodass nun auf die vorher benötigte Standplatte verzichtet werden kann. Das Gehäuse ist nicht nur gewachsen, es wurde auch noch „dichter“: Es wird nun der Schutzgrad IP 66 angegeben, abgesehen von dem XLR-Steckverbinder (IP 65). Auch in harten Umgebungstemperaturen, wie beim Skispringen, lässt sich der SGM P-6 zuverlässig einsetzen, da er zum Starten nur −20° benötigt. Während des Betriebs darf es durch die entstehende Eigenwärme auch mal −40°C werden, bevor der Betrieb gefährdet ist – was aber wohl kaum vorkommt, da bei solchen Temperaturen die meisten Techniker sowieso schon die Segel gestrichen haben.

Auf der anderen Seite können bis zu +50°C im Schatten herrschen, ohne dass ein Ausfall der Lampe droht. Der Griff zur Tilt-Verstellung ist modernisiert worden, sodass nun eine feingliedrige Tilt-Skala ein Ausrichten erleichtert – vorteilhaft, zum Beispiel wenn man drei verschiedenen Hands den Auftrag erteilt, 40 Stück entlang einer Stadtmauer in jeweils 3 m Abstand zu platzieren und auszurichten. Aber auch im Theater kann man für den Spielbetrieb die Fokusposition für die einzelnen Stücke des Repertoires notieren und später die Ausrichtung leicht reproduzieren. Waren früher die Anschlusskabel direkt in das Gehäuse eingeführt, hat man dem P-6 nun ein Anschlussterminal mit Neutrik True 1 spendiert. Das bietet eine solide Möglichkeit, Geräte durchzuschleifen, ohne die dicken Schuko-Steckverbindungen dazwischen zu haben – was gerade beim Einsatz von Kabelmatten in Verkehrswegen sehr zum Vorteil gereicht.

Sehr augenfällig ist auch das Umplatzieren des Menüs vom Basement in den Lampenkopf, der zudem noch einen soliden Griff bekommen hat. Der Griff ist nicht nur sehr gut geeignet, um je eine Lampe in die rechte und linke Hand zu nehmen und sie z. B. entlang der besagten Stadtmauer zu tragen, er sorgt mit seiner 90°-Anordnung auch dafür, dass wenn man die Lampe auf den Kopf stellt, diese nicht umfällt. Jeder, der Omega-Adapter mit Coupler montiert, weiß den Nutzen einer einfach auf den Kopf abstellbaren Lampe zu schätzen.

Mit der Anordnung des Menüs in den oberen Griff hat SGM zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Einmal ist die Bedienung des Menüs einer auf dem Boden stehenden Lampe wesentlich erleichtert – so braucht man sich nur herunter zu bücken um das Menü zu bedienen anstatt sich, wie bei der alten SGM P-5, mit dem Kopf beinahe auf Bodenniveau zu begeben. Auch in hängender Position kommt einem das Menü so entgegen. Der zweite Vorteil verbirgt sich dem ersten Blick: dass die Bedienelemente aus dem Basement in den Kopf gewandert sind, hat die praktische Eigenschaft, dass sich im Basement nur noch ein Anschlussterminal und ein Netzteil befinden. So werden nur noch DMX-Leitungen und die Stromversorgung in den Kopf geführt. Ist das Anschlussterminal dicht und das Netzteil ebenso, benötigt man kein weiteres dichtes Basement. So verwundert es auch nicht, dass die Unterseite des Basements mit großen Ausbrüchen versehen ist. Die Praxis wird zeigen, wie viele Kriechtiere die Wärme des Netzteils und die dunklen, geschützten Ecken innerhalb des Basements als bevorzugten Übernachtungsort aufsuchen werden, wenn die P-6er ihre Dienste vor der besagten Stadtmauer verrichten.

Von außen sieht man dem P6 nicht an, dass er einen W-DMXReceiver beinhaltet. Er ist ebenfalls im Kopf integriert und führt ein Antennenkabel mit Kabelantenne, die die Sendeleistung nach außen zwischen Lüfterblock und Kühlkörper bringt, so dass kein Antennenanschluss oder Stummel- Antenne sichtbar ist. Damit kann auch keine Antenne mehr abgebrochen oder abgerissen werden. Man sieht schon, es hat sich eine Menge getan und viele Anregungen der Nutzer wurden umgesetzt.

W-DMX-Modul in der oberen linken Kopfecke
Vorbildliche und aufwändige Verdrahtung mit Federklemmen sowie gute Isolierung des Terminals, auch mit quasi „Teer umhüllten“ Schrauben
Neue Fixierung der Tilt-Achse, jetzt mit praktischer Skala
Anschlussterminal des SGM P-6

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Kopfsache

Das Flutlicht wird aus 24 RGBW-LEDs mit je 24 W gebildet. Die COB-Vierfarb-LEDs sind auf der Platine leicht rotatorisch versetzt angebracht. Damit wird das abgestrahlte Licht insgesamt viel durchmischter als es bei gleichförmiger Anordnung der Fall wäre. Einzig bei der seitlichen Aufsicht auf die Lichtquellen (und bei sehr gedunkelter Farbe aus mehreren Farbchips) kann man die unterschiedlichen Farbausrichtung auf den Kollimatoren erkennen. Wärme wird über die metallene Platine direkt auf das Gehäuse geleitet, wobei die rückseitige Guss-Gehäuseschale einmal das eigentliche Housing darstellt und ein großer Kühlkörper die Rückwand bildet.

Zur effektiven Zwangskühlung blasen drei Lüfter auf die Kühlrippen und Dorne. Die Anordnung macht dabei einen sehr sinnigen Eindruck. Im normalen Betrieb ist der Lüfter noch wahrnehmbar, wird aber von einem hochfrequenten Pfeifen, welches abhängig von der PWM-Frequenz ist, maskiert. Der Lüfter ist geregelt und lässt sich im Menü zwischen Standard, Silent oder Max Power umstellen, wobei man im Studio-Mode auch die Möglichkeit hat, die Umdrehungszahl nach Wunsch einzustellen. Das hat den charmanten Vorteil dass der Tontechniker sich auf ein konstantes Geräusch einstellen kann, ohne dass plötzlich Ton- oder Laustärke-Änderungen um mehr Aufmerksamkeit buhlen. Eine konstante Drehzahl wird oft bevorzugt statt dem anfänglich leiseren Lüfter, der dann im ungünstigsten Moment hochgeregelt wird und dann doch in der Mikrofonaufnahme verewigt ist.

Über der LED-Basisplatine befindet sich die Steuerplatine, die im 90°-Winkel zur Basisplatine steht und in den „Griff“ hineinragt. So findet man auf der oberen Stirnseite die Bedienung des Menüs wieder. Die aufgesetzten Kollimatoren werden in zwei 12er-Rahmen gehalten. Damit wird ein Service erleichtert, wenn beim Zusammenbau die Optiken wieder platziert werden müssen. Abschließend wird das Abdeckglas mit Rahmen und Dichtlippe auf die rückseitige Gehäuseschale angeschraubt.

Praktisch sind auch der in 90° angesetzte Griff und das davor aufgesetzte Menü-Display
Basement von unten mit großen Ausschnitten und drei Positionen zum Befestigen der Omega-Adapter
Drei Silica-Gelkissen am Rand saugen die Feuchtigkeit auf, die beim Zusammenbau vorhanden ist

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Steuerung

DMX

Zu dem altbewährten Display mit der Vier-Tasten-Bedienung gesellt sich nun teilweise eine Menüstruktur der anderen Art. Das ist ähnlich wie bei Word: Nach einem Update findet man die Funktionen nicht mehr dort wieder, wo man sie jahrelang im Schlaf zu bedienen wusste. So wird beim P-6 nun nicht nur das Display über Shortcuts geflippt, sondern auch die DMX-Adresseingabe eingeleitet. Dies wäre an sich ein praktischer Schnellzugriff, wenn man im Menü nicht auf die DMX-Adresseingabe verzichtet hätte. So stellt man im Menü den DMX-Mode ein, aber die Adresse kann man nur via Shortcut verstellen. Aber wie lautet der Shortcut? Da bleibt nur: Ausprobieren oder die Bedienungsanleitung downloaden.

Ebenfalls ungewohnt ist, dass man bestimmte Settings wie Dimmerkurven oder die PWM-Frequenz nur über einen einzigen DMX-Mode (Studio) verstellen kann, aber nicht am Gerät im Menü. Verlässt man den Mode, so sind auch diese Einstellungen nicht mehr vorhanden. Folgerichtig heißt das, dass nur im Studiomode alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden können. Aber der hat es auch in sich: Man kann mit einem Steuerkreis erst einmal festlegen, ob man über RGB, RGBW, HSI, CMY und sogar über xyZ, also die Farbkoordinaten des Farbdreiecks, ansteuern will. Hat man diese Auswahl getätigt, erfolgt nun mit einem weiteren Steuerkanal die Auswahl-Möglichkeit, ob man nun unkalibriert die RAW verwendet, die Farbtemperatur von 5.600 K zugrunde gelegt wird oder man seine eigene Farbtemperatur auswählt. Gemäß der vorigen Auswahl weisen die folgenden vier 16- Bit-Steuerkreise ihren Wertevorrat als RGB, RGBW, XYZ oder Hue und Saturation auf. Grundsätzlich kann man sagen, dass für den einfachen schnellen Einsatz auch die pragmatischen Modes zur Verfügung stehen, sodass auch im Verleih die Maschine schnell die gewünschten Ergebnisse bringen kann. Wobei eben auch auf unnötige Einstellungen verzichtet wird, da diese im Verleih eh meist nicht oder auch unterschiedlich eingestellt sein können und es dann zu Verwirrung kommen kann.

Möchte man doch ins Detail, so erlaubt der Studiomode eben auch alles, setzt aber voraus, dass man weiß, was man möchte. Für den Showeffekt hat man ebenfalls seine Modi, um die einzelnen sechs Segmente getrennt steuern zu können. Auch so, dass man via Pixelmapper aneinandergereihte DMX-Adressen vergeben kann, ohne dass man einen Offset einrichten müsste. Selbst die Strobe-Freunde erhalten mit dem Fluter einen Mode, mit dem sie neben der Strobefrequenz auch das On-Off-Pausenverhältnis regeln können. Legt man seine Fixture Library selber an, könnte man darüber stolpern, dass einmal der Steuerkreis 1 für den Strobe ist und im nächsten Mode für den Dimmer. Aber in der Regel hat man ja eine fertige Library zur Hand und muss sich darum nicht kümmern. Bei unserem Testgerät mit der Firmware V2.09 hatten die Dimmerkurven keine Funktion, womit auch die provisorische Kurvenbezeichnung wie „Default“ einhergeht. Redshift oder Response-Time waren ebenso nicht feststellbar, trotz „Halogen“-Titulierung.

Die PWM ist per Default auf ca. 3,3 kHz eingestellt und kann im besagten Studiomode beinahe stufenlos bis 21,3 kHz verstellt werden. Jedoch wenn man die 21,3 kHz auswählt, kommt nur noch ein Bruchteil des Lichtes aus der Lampe und die Lichtfarbe hat sich völlig verschoben. Man kann die PWM ohne nennenswerte Farbverschiebung und Leistungsverlust auf maximal 50% stellen, was ca. einer Frequenz von 5,5 kHz entspricht. Neben dem Helligkeitsverlust geht mit der Frequenzverstellung auch ein Wechsel von Pfeiftönen einher. Wie bereits angedeutet, wird die im Studio-Mode eingestellte PWM beim Umstellen des Modes wieder zurück auf 3,3 kHz. Dies ist unglücklich, wenn man bei dieser Frequenz eine Schwebung in der Kamera hat und z. B. für die Show einen 6-SegmentMode nutzen möchte … aber wann kommt so was schon vor?

Vier Farb-Chips in einem Cluster
Leicht gedreht Anordnung der LED-Chips zur besseren Durchmischung im Gesamtlichtkegel
LED-Board liegt plan auf der Kühlkörper-Gehäuserückseite, oben die Steuerelektronik
Rückseitige Kühlrippen mit demontierten Lüftern, ein Kabel für Anschluss der Lüfter, die zweite Leitung ist die W-DMX-Antenne, die auf der Rückseite zwischen Lüfterblock und Kühlkörper platziert wird
Drei Lüfter blasen Luft auf die Kühlrippen

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Menü

Verlassen wir nun die DMX-Steuerung und steuern den SGM P-6 direkt mit dem Menü. Natürlich kann man statische Farben einstellen, jedoch nur im kalibrierten RGBMode bzw. Farbraum. Einen direkten Zugriff auf die LEDs rot, grün, blau und weiß erhält man nur über die DMX-Ansteuerung mit dem entsprechenden Mode. Hintergrund hierbei ist, dass man bei SGM das Verhalten der anderen SGM-Lampen beibehalten möchte – was natürlich ein Qualitätsmerkmal ist. Grundsätzlich unterscheidet man bei dem Hersteller zwischen RAW- und Color-Calibrated Modes. RAW-Modes und RGBW sind leistungsoptimiert, während der Color-Calibrated Modes mit den Mischfarben aus rot, grün und blau so gut wie die ganze SGM-Produktpalette konstant abbildet. Bewährt hat sich die Möglichkeit, auf vordefinierte Farben zurückzugreifen, man kann aber auch Programmsequenzen erstellen. Schade, dass es keine Master-Slave-Funktion gibt, mit der man mehrere P-6er synchron dynamisch leuchten lassen könnte. Zumindest wurde so eine Möglichkeit vergeblich in dem englischen Manual gesucht.

Ebenso wenig findet man die DMX-Tabelle nicht in der Anleitung, man muss sie separat von der Homepage herunterladen. Hier denkt man logisch und sagt sich, dass man die Fixture-Library in der Company erstellt, bei der man natürlich Zugriff aufs Web hat. Wer erst auf der Baustelle anfängt eine Library zu schreiben und dann keinen Internetzugang hat, der wird wohl schon von selbst bestraft. Je nach Mode stehen auch bei DMX-Ansteuerung dynamische Lichteffekt oder vordefinierte Farbmakros zur Verfügung – was bei Aufruf viel Programmierarbeit erspart, wenn der gewünschte Effekt oder die Farbe bereits in der Lampe angelegt ist. Dabei ist das Marco oder der Effekt abhängig von den aufgezogenen Einzelfarben. Der Vorteil hierbei ist, dass man durch wegziehen der Grundfarbe seinen Effekt sozusagen maskieren kann bzw. dem Effekt jene LED-Farbe entzieht, wodurch ein sehr großer Gestaltungsspielraum entsteht.

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Lichtwurf

Der SGM P-6 überzeugt in seiner Lichtleistung, obwohl sich die Lumenzahl zum P-5 nur marginal unterscheidet – mit 20.500 lm beim P-6 zu 20.031 lm beim P-5. Umso deutlicher ist aber der Lux-Zuwachs von ehemals 7.917 Lux in 5 m Abstand auf 13.232 Lux. Das ist aber logisch, da der Halbwertswinkel bei dem jetzt eingesetzten Kollimator nicht mehr 15°, sondern auf 10.1° bündelt. Die mit 10.1° Halbwertswinkel eng abstrahlenden Kollimatoren sorgen dafür, dass man auch über große Distanzen enorm viel Licht auf das bestrahlende Objekt werfen kann.

Die einzelnen LED-Farben überzeugen ebenso wie die gemischten Farben, auch das schwieg zu mischende Orange. Dabei zeigt sich: Wenn man die gewünscht Farbe gemischt hat, bleibt sie beim Abdimmen weitgehend konstant. Erst in den untersten 20% zeigt sich eine Verschiebung, die sich aber extrem nah am ursprünglichen Farbort befindet. Wie so oft bei kalibrierten Systemen hat man das Phänomen, dass sich die Farbe in den untersten 1 bis 2% doch noch verschiebt – was in der Regel aber ohne Bedeutung ist, wenn man nicht gerade auf die Lampe selbst schaut. Auch wird mit dem ersten Prozent die LED eingeschaltet, sodass ein unmerkliches Herunterdimmen in das Nichts hinein nicht möglich ist, sondern mit einem Sprung ins Aus quittiert wird.

Verlässt man den kalibrierten Mode, dann kann man die Leistung mit dem Durchsteuern aller LED-Farben optimal ausnutzen, wodurch natürlich die Farbwiedergabe für Weißlicht leidet – das ist aber auch nicht der Sinn im RAW-Mode. Zurück im kalibrierten Mode ist die Farbtemperatur von ca. 2.500 K bis hin zu ca. 12.000 K durch stimmbar. Gerade in den höheren Farbtemperaturen nimmt die Farbqualität erheblich zu und geht deutlich über einen CRI von 80. Das ist gerade bei den heute angesagten Messeständen, die in kaltweißem Licht erstrahlen sollen, von Vorteil. Man muss festhalten, dass es sich bei dem P-6 in erster Linie um einen Farb-Fluter handelt und darum nicht auf optimales Weißlicht wertgelegt wird, so wie man es von einer Weißlicht-Theaterlampe abverlangen würde.

Das kalibrierte Weißlicht bei 5.600K erreicht einen CRI von 81 und zeigt eine typische Rotschwäche im CRI-Farbbalkendiagramm
Farborte im Vergleich im kalibrierten RGB-Mode mit eingestellter Farbtemperatur von 5.600 K und unkalibrierter RAW-Mode, bei denen alle LEDs mit 100% angesteuert werden. Der RGB-Farbort befindet sich oberhalb der Plankschen Kurve, während bei 100% Ansteuerung aller LEDs die Lichtfarbe ins Blaue hinabgleitet
Die schwarzen Messpunkte zeigen das Durchsteuern des CCT-Kanals, während die grünen Messpunkte die Farborte bei Verstellen des Tint (-/+ Green) um die CCT 5.700 K zeigen
Die vier Farborte der verwendeten LEDs spannen einen großen Farbraum auf. Mittig die weiße LED an der Plankschen Kurve mit einem CCT von 6.966 K und einem CRI von 70,9
TM-30 Vektorgrafik für das kalibrierte Weißlicht bei 5.600 K

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Zubehör des SGM P-6

Obligatorisch liegen dem SGM P-6 zwei Omega-Adapter bei. Die Griffe der Brackets sind mit Kunststoff griffig überzogen und auch die Verriegelungskraft ist angenehm konstant und mit einem definierten Winkel zu verriegeln. Die lichte Höhe von 39 mm erlaubt nicht nur die Verwendung von kurzen Schrauben zur Befestigung des Couplers. Mit drei Aufnahmepositionen lässt sich auch schwieriges Bracing in der Truss gut beherrschen. Das Sicherheitsseil wird an einem wegklappbaren „Schäkel“ angeschlagen, sodass sich auch (typisch deutsch) überdimensionierte Sicherheitsseile einfach und elegant befestigen lassen. So macht das Handling mit dem Fluter richtig Spaß.

Um den engen Abstrahlwinkel aufzuweiten, stehen zwei Filter zur Verfügung, die einen mittleren und breiten Abstrahlwinkel erreichen. Musste früher zum Verändern des Abstrahlverhaltens noch das Gehäuse geöffnet werden, um die Kollimatorensätze auszutauschen, so kann man heute sehr elegant den Abstrahlwinkelt mittels dieser Filter, die mit einem Magnetsystem ausgestattet und dadurch gehalten werden, blitzschnell verändern. Der Filterrahmen liegt eng an, sitzt sehr fest am vorderen Rahmen und wird mittels eines kleinen Sicherungsdrahts zusätzlich abgesichert. Sehr schön sind auch die filterschonenden Taschen. Weitere zwei Filter sind als Elliptical bezeichnet und optional erhältlich. Wobei man sich diese wirklich nicht wie eine Ellipse vorstellen darf, sondern eher wie einen horizontalen oder vertikalen Strich. Hiermit erhält der Fluter das optimale Werkzeug, um einen Brückenpfeiler von unten bis oben oder unsere Stadtmauer von Anfang bis Ende hin ausleuchten zu können. Mit diesen Filtern trifft SGM genau die Bedürfnisse der Anwender.

Die Torklappe ist in einer Lichtfläche mit vielen Einzellichtquellen kein Hilfsmittel, um ein Licht akkurat abzuschatten. Dafür ist der Beam viel zu eng, aber auch wenn man den breiten Streufilter einsetzt ist, die Wirkung nicht mit einer Torblende von einem Fresnellscheinwerfer zu vergleichen. Hier handelt es sich eher um ein Stielmittel oder eine elegantere Art eines Topheads. Für den Blendschutz ist diese Torblende durchaus brauchbar. Dann stört es auch nicht weiter, wenn sich die Torklappen nicht richtig öffnen lassen. Die Halterung mittels vier Federstifte ist pragmatisch und erlaubt auch den Einsatz zusammen mit einem Filter. Eine Lasche bietet sich für ein Sicherungsseil an, wenn man denn noch eines anbringen möchte.

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Fazit

Der SGM P-6 ist die konsequente Weiterentwicklung des legendären SGM P-5. Zu den wichtigen Neuerungen gehören die Steigerung der Schutzklasse auf IP 66 und die von außen anzubringenden Schnellwechselrahmen für verschiedene Abstrahlwinkel. Das größere Gehäusevolumen kommt vor allem dem sicheren Stand auf dem Boden zugute, der nun keinen weiteren „Bodenausleger“ benötigt. Jetzt werden 12.000 lux auf 5 Meter zu den 7.971 lux des P-5 an die Wand geworfen. Dafür wurden Funktionen wie NFC fallen gelassen, während neue Wege in der Menü- bzw. DMX-Steuerung eingeschlagen wurde. Wir sind gespannt, wie der SGM P-6 sich erneut an die Spitze der Outdoor-Fluter setzen wird.

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