Daniel Wirtz Tour: Monitormix kombiniert mit wirkungsvollem Content

„Auf die Plätze, fertig, los“ lautete passend zum aktuellen Albumtitel das Motto der Tour des deutschsprachigen Singer/Songwriters Daniel Wirtz. Wir besuchten die Show im ausverkauften Kölner E-Werk.

Daniel Wirtz
Daniel Wirtz (Bild: Jörg Küster)

Daniel Wirtz, vormals mit der Ruhrpott-Rockband Sub7even (Hit-Single „Weath – erman“) erfolgreich, wandelt seit 2007 auf Solopfaden. Der entscheidende Karriere-Kick kam im Sommer 2015 mit der zweiten Staffel der VOX TV-Reihe „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“: Wirtz glänzte hier neben prominenten Kollegen wie Andreas Bourani, Yvonne Catterfeld und Hartmut Engler – gleich Daniel Wirtz, vormals mit der Ruhrpott-Rockband Sub7even (Hit-Single „Weatherman“) erfolgreich, wandelt seit 2007 auf Solopfaden. Der entscheidende Karriere-Kick kam im Sommer 2015 mit der zweiten Staffel der VOX TV-Reihe „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“: Wirtz glänzte hier neben prominenten Kollegen wie Andreas Bourani, Yvonne Catterfeld und Hartmut Engler – gleich drei Mal wurden seine Interpretationen zum Song des Abends gewählt. Das fünfte Studioalbum des sympathischen Sängers erschien im Juni 2015 und gab seiner Tournee den Namen.

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WIR(tz)
Bei der Show im E-Werk handelte es sich um das Abschlusskonzert der Tour. Insgesamt 26 Auftritte hatten Band und Crew zuvor gemeinsam bestritten und wirkten in Köln auf Außenstehende wie eine im Nightliner fürs Leben zusammengeschweißte Einheit – T-Shirts mit der Aufschrift WIRtz und weitere Details ließen keine Fragen offen.

Monitorplatz
Am Monitorplatz ein der Band gehörendes Yamaha LS9-16 (Bild: Jörg Küster)

Die 26 Auftrittsorte waren mit Kapazitäten für 600 bis 3.500 Gäste von sehr unterschiedlicher Beschaffenheit; im Durchschnitt wurden auf den fast überall ausverkauften Konzerten 1.500 Besucher gezählt. Die Tournee dürfte ein großer, vielleicht sogar entscheidender Schritt für einen bereits seit vielen Jahren aktiven Künstler sein, der zuvor als Solo-Artist fast keine Medienpräsenz hatte und nun – unter argwöhnischer Beobachtung ihm seit Jahren treu ergebener Hardcore-Fans – nachmittags am Tourbus routiniert TV-Reporter von RTL empfängt und Facebook-Fanclubs Autogramme auf T-Shirts und Handy-Hüllen schreibt.

Timo Hollmann
Timo Hollmann Tonmann im (Tages-)Licht (Bild: Jörg Küster)

Ein Blick in die gefüllte Halle zeigte Besucher im Alter von 6 bis 60 Jahren, denen rundum eine überzeugende Show geboten wurde: Energetisch aufgeladene Musik, Texte mit Kante, eine bestens eingespielte Band, ein präsenter Frontmann mit der richtigen Ansprache für sein Publikum, eine perfekt zur Musik passende Videound Licht-Inszenierung sowie ein exzellenter Sound sorgten in Köln für aufrichtige Begeisterung.

Ton: Mix aus Eigenmaterial und Zumietung
Für den außerordentlich guten Klang im E-Werk war Timo Hollmann verantwortlich. Der erfahrene FOH-Mann (Söhne Mannheims, Xavier Naidoo, Mando Diao, Donots u. a.) kennt Daniel Wirtz bereits aus Sub7even-Zeiten und begleitet seit mehreren Jahren das Soloprojekt des Sängers. Auf der Tour mitgeführt wurden Mischpulte, Mikrofone nebst K&M-Stativen sowie die Bühnenverkabelung von Sommer Cable. Die Beschallungsanlage wurde aus Kostengründen jeweils lokal zugemietet, und in kleineren Clubs griff man sogar auf die fest installierte Hausanlage zurück – Timo Hollmann sprach schmunzelnd über „eine Tüte Buntes“, die ihn während der Tournee fortlaufend vor neue Herausforderungen stellte: „Es ist immer wieder spannend zu hören, wie sich der eigene Mix auf unterschiedlichen Anlagen verhält“, so Hollmann.

Kemper Profiling-Amp
E-Bass über einen Kemper Profiling-Amp, die Instrumentensignale wurden drahtlos zu einem Beyerdynamic TG 1000 Dual Receiver übertragen (Bild: Jörg Küster)

Als Konsole hatte Timo Hollmann ein von satis&fy geliefertes Avid VENUE Profile gewählt, das dank einer Vielzahl von Plug-ins aus dem Hause Waves sehr umfangreiche Klanggestaltungsmöglichkeiten eröffnete. Auf der Tournee waren am Pult knapp 30 Inputs zu verwalten. Szenen hatte Timo Hollmann nicht gespeichert, sondern arbeitete durchweg „on the fly“, was unter anderem auch das regelmäßige Tapping von Delay-Zeiten beinhaltete. Mithilfe einer in das Pult integrierten MADI-Karte wurde ein mehrkanaliger Audio-Stream in ein RME-Interface geführt, das seinerseits per USB mit einem Laptop verbunden war. Recording-Software der Wahl war Cockos Reaper; auf separaten Spuren aufgezeichnet wurden über die direkt von der Bühne kommenden Signale hinaus auch Atmo-Mikrofone und Effekte. Als externe Peripherie kamen ein Waves MaxxBCL sowie ein Midas XL42 zum Einsatz. Das analoge Midas 19″-Gerät („dual channel creative equaliser“ mit XL4-Preamps) ist Hollmanns ausgemachter Liebling: „Die Kiste macht analogen Schmatz, und das Stereobild wirkt breiter“, hat der erfahrene Tonmann festgestellt. „Mit dem analogen Midas-Gerät im Signalweg klingt es einfach anders und für mich angenehmer.“

Daniel Wirtz am Bändchenmikrofon
Daniel Wirtz am Bändchenmikrofon das verwendete Beyerdynamic TG V90r besitzt als Besonderheit eine nierenförmige Richtcharakteristik (Bild: Jörg Küster)

Monitormischer Tjado de Frise (bundesweit bester Abschluss unter den Fachkräften für Veranstaltungstechnik in seinem Jahrgang!) hatte ein der Band gehörendes Yamaha LS9-16 zur Verfügung, in welches jenseits der am Pult vorhandenen Analogeingänge zusätzliche Inputs via RockNet (RN.101.IO Mikrofon-/Line-Eingang und Line-Ausgangsmodul) eingespeist wurden. In den nach der VOX-Sendung deutlich gewachsenen Auftrittsdimensionen stieß man mit dem kompakten LS9-16 an Grenzen, und mit großer Wahrscheinlichkeit wird auf kommenden Tourneen ein anderes Monitorpult Verwendung finden. Zwischen FOH- und Monitorplatz wurden die Signale über einen 40-kanaligen Analogsplitter aufgeteilt. Wedges kamen auf der Bühne nicht zum Einsatz, da die Akteure durchweg mit In-Ear-Systemen versorgt wurden. Die drahtlosen IEM-Systeme stammten von Sennheiser; Gitarrenund Basssignale wurden mit Wireless-Lösungen von Beyerdynamic (TG 1000 Dual Receiver; digitaler UHF True-Diversity-Empfänger mit 319 MHz Schaltbandbreite) übertragen.

Bändchenmikrofon für die Vocals
Neben Daniel Wirtz, der bei den Shows sang und durchgängig Gitarre spielte, gehörten zur Band ein Schlagzeuger, ein Gitarrist und ein Bassist, wobei Letzterer auch Backing- Vocals beisteuerte. In einigen wenigen Passagen wurden vorbereitete Zuspielungen durch den Schlagzeuger getriggert – vorrangig bei neuen Songs, die während der Studioaufnahmen besonders üppig instrumentiert worden waren. Die Band spielte zu einem Clicktrack. Daniel Wirtz ist Endorser für Beyerdynamic, und entsprechend zahlreich waren Mikrofone dieses Herstellers auf der Bühne vertreten. Neben Bekanntem und Bewährtem gab es bei genauerem Hinschauen auch ein paar Neuheiten zu entdecken: An den Toms überzeugten Beyerdynamic Tauchspulenmikrofone TG D35d, die für sehr kleines Geld erhältlich sind. Die kompakten Gehäuse der dynamischen Supernierenmikrofone bestehen aus Kunststoff, stecken laut Timo Hollmann gelegentliche „Treffer“ des Schlagzeugers jedoch problemlos weg und lassen sich dank der bekannten Mikrofonklammer MKV 87 schnell und einfach an den Spannreifen befestigen. Brandneu war auf der Tour noch der Prototyp der Grenzfläche TG D71c, der in der Kickdrum lag und durch ein TG D70d Großmembranmikrofon am Schallloch ergänzt wurde. Die Grenzfläche wurde insbesondere bei schnelleren Titeln heran gezogen, bei denen der Attack sonst möglicherweise nicht prägnant genug übertragen worden wäre.

Beyerdynmaic TG D70d
Beyerdynamic TG D70d Großmembranmikrofon am Schallloch des Kickdrum-Resonanzfells plus Grenzfläche innen (Bild: Jörg Küster)

Der E-Bass wurde über einen Kemper Profiling-Amp gespielt und direkt abgenommen; die Gibson Akustikgitarren konnten dank hochwertiger eingebauter Pickups ebenfalls per Kabel übertragen werden. Die Gitarrenboxen waren zweifach mikrofoniert – neben einem dynamischen Doppelbändchen – mikrofon M 160 (Hyperniere) von Beyerdynamic kam ein Sennheiser e 609 an markierten Positionen zum Einsatz. Überraschenderweise wurde auch die Stimme von Daniel Wirtz von einem Bändchenmikrofon übertragen: Das verwendete Beyerdynamic TG V90r besitzt als Besonderheit eine nierenförmige Richtcharakteristik. Mit der Stimme von Daniel Wirtz harmonierte das kabelgebunden betriebene TG V90r außerordentlich gut; beste Sprachverständlichkeit und eine seidig wirkende Höhenwiedergabe sorgten für einen sehr angenehmen Vocal-Sound, zu dem auch API 2005 und Waves C6 Kompressor-Plug-ins beitrugen. „Wir haben nur wenige Nebengeräusche auf dem Gesangsmikrofon. Besonders praktisch ist das in kleinen Clubs, wenn sich das Schlagzeug in unmittelbarer Nähe zum Gesangsmikrofon befindet“, berichtete Timo Hollmann. Sänger Daniel Wirtz hatte seinen Mund stets sehr nahe an der mit einem Schaumstoffüberzug versehenen Kapsel, so dass ausreichend Nutzpegel zur Verfügung stand. Bezüglich der Robustheit gab es zu den generell als sensibel erachteten, lediglich mikrometerdünnen Aluminiumbändchen laut Timo Hollmann auf der Tournee keine Klagen.

Projektionsflächen aus weißem Tuch
Zentrales Gestaltungselement mit vier lang gestreckten Projektionsflächen aus weißem Tuch und locker davor befestigtem Nesselstoff zwischen den mit Lampen bestückten Traversen (Bild: Jörg Küster)

Die Beschallungsanlage für das Konzert im Kölner E-Werk wurde von der TDA Rental GmbH geliefert; Verantwortung als Systemtechniker trug Dirk Pinger. Das Setup war „straight forward“ und passte somit bestens zur Musik von Daniel Wirtz und seiner Band: Rechts und links der Bühne wurden jeweils acht Martin Audio W8LC geflogen. Für den gewünschten Druck in den tiefen Frequenzen sorgten acht Subbässe (Concert Audio ESX mit doppelter 18“-Bestückung), die sich querliegend auf drei Stapel (3 + 2 + 3) vor der Bühne verteilten und ohne cardioid abstrahlenden Aufbau betrieben wurden. Als Frontfills dienten W3 Kompaktlautsprecher von Martin Audio; die Empore im E-Werk wurde nicht separat bedient. Dirk Pinger nutzte einen Dolby Lake LP4D12 Processor, der mit einer L/R-Summe aus dem FOH-Pult gespeist wurde. Die Endstufen (I-Tech 5000/9000 HD) stammten durchweg von Crown Audio und waren in Racks mit Lake Controllern (LM 44, Mesa Quad EQ) untergebracht. Die Messungen zeigten in der leeren Halle vereinzelte Raummoden im Low-MidBereich, für welche Besserung bei Anwesenheit von Publikum erwartet wurde.

Video für Emotionen
Für Licht-, Video- und Set-Design der Tournee war die Cue GmbH aus Karben verantwortlich. Peter Seifert, der gemeinsam mit Gunther Hecker in die Entwicklung eingebunden war, wurde als Operator aktiv. Das lichttechnische Equipment lieferte zu großen Teilen die satis&fy AG Werne – in Werne fand auch eine Probe mit dem kompletten Tourneeaufbau statt. Für Daniel Wirtz, dessen Auftritte vor dem Erfolg von „Sing meinen Song“ in einem deutlich bescheideneren Rahmen stattfanden, war die „Auf die Plätze, fertig, los“-Tournee der Sprung auf ein neues Level, was sich selbstverständlich auch im visuellen Konzept der Show widerspiegeln sollte. Nichtsdestotrotz musste mit spitzem Stift kalkuliert werden – wohl auch mit Gedanken an einen einzelnen Truck, der prall zu füllen war. Eine besondere Herausforderung bei der Planung bestand darin, dass sowohl überschaubare Clubgrößen (wie etwa das Roxy in Flensburg) als auch die Berliner Columbiahalle mit 3.500 Gästen auf dem Tour-Plan standen.

VJ-Software Resolume Avenue
VJ-Software Resolume Avenue (Bild: Jörg Küster)

Zentrales Gestaltungselement auf der Bühne war ein aus fünf Towern bestehender Hintergrund. Zwischen den mit Lampen bestückten Traversen befanden sich vier lang gestreckte Projektionsflächen (2 × 4,5 Meter), welche sich aus weißem Tuch und locker davor befestigtem Nesselstoff zusammensetzten; Experimente mit schwarzem Latex wurden nach Probeaufbauten verworfen. Als Projektor diente ein Panasonic PTDZ21KE mit 20.000 ANSI-Lumen und WUXGA-Auflösung. Eine spezielle Content-Maskierung kam nicht zum Einsatz; Bildteile „verschwanden“ zwischen den Projektionsflächen in den Truss-Towern. Je nach Video-Inhalt fielen projizierte Muster auf Gesichter, Körper und Instrumente der Bühnenakteure: „Wen stört’s?“, kommentierte Peter Seifert: „Es geht nicht um das perfekte Videobild, sondern um Emotionen!“

Musiker und Crew der Daniel Wirtz Tour
Musiker und Crew am Nachmittag vor dem letzten Konzert einer ganz besonderen Tournee. (Bild: Jörg Küster)

Auf den Projektionsflächen waren unter anderem verfremdete Live-Feeds zu sehen, die während der Show allerdings nur in vier Songs zum Zuge kamen. Als Bildlieferanten dienten in diesem Zusammenhang eine am FOH-Platz auf einem Stativ positionierte Full-HD-Kompaktkamera von Panasonic sowie eine an der Bühne befindliche GoPro Hero 3 Actioncam (mit 720p/50). Kameraleute oder ein dedizierter Regieplatz kamen mit Gedanken an die damit verbundenen Kosten nicht zum Einsatz, und Ziel war auch nicht, gestochen scharfe Bilder mit Hochglanz-Look zu liefern: „Wenn die Leute Fernsehen gucken wollen, sollen sie besser eine DVD kaufen und zuhause bleiben“, merkte Peter Seifert an. „Für Gäste, die weiter hinten in der Halle stehen, ist es natürlich schön, den Sänger ab und an auch einmal ein wenig größer auf der Projektion zu sehen. Es gibt aber ebenso wie bei Grönemeyer, Naidoo oder den Fantastischen Vier niemals ein glasklares Fernsehbild – das wäre viel zu langweilig, entspricht darüber hinaus nicht unserer Ästhetik, und die Konzertbesucher würden dann auch nur passiv vor den Screens stehen und am Künstler vorbeischauen.“

»Auf der Tournee hat sich der eigene Monitormix für mich prima bewährt, und bei künftigen Jobs möchte ich das gerne immer so am Start haben!«
Peter Seifert, Design und Operator Licht 

Jenseits der Live-Bilder war auf den Projektionsflächen viel geschmackvoll zusammengestellter Content zu sehen, dessen Auswahl und Aufbereitung Videospezialist Haegar übernommen hatte. Daniel Wirtz brachte bei einem Besuch im Cue Preprogramming-Studio das komplette Artwork des aktuellen Albums mit, welches gezielt an diversen Stellen integriert wurde. Auf übertrieben Plakatives wurde verzichtet; Fans registrierten in den Animationen aber beispielsweise den sternförmigen Ohrstecker ihres Stars sowie ein markantes Schwalben-Tattoo (beim Titel „Frei“). Einfach und wirkungsvoll: Die Einblendung des Namens der jeweiligen Stadt („Köln, Ihr rockt!“) mit dem von Daniel Wirtz bevorzugten Font Boston Traffic. „Den Namen einzuprogrammieren, ist das erste, was ich vor Ort mache“, berichtete Peter Seifert. „Die Städtenamen sollte man tunlichst nicht verwechseln – es wäre nicht so gut, wenn in Köln plötzlich Düsseldorf auf den Screens erscheinen würde …“

Peter Seifert
Peter Seifert Operator Licht (Bild: Jörg Küster)

Als Zuspieler diente bei den Konzerten ein Apple MacBook Pro, auf dem die VJ-Software Resolume Avenue installiert war. Die Live-Bilder der Kameras wurden über GrabberBoxen (UltraStudio Mini Recorder) von Blackmagic Design via Thunderbolt in das MacBook geführt; Latenzzeiten wurde in diesem konkreten Zusammenhang keine Beachtung geschenkt. Um nicht ständig mit der Maus hantieren zu müssen, hatte Video-Operator Thomas „Dossi“ Doßmann einen Akai MPD26 MIDI/USB-PadController zur Hand.

Licht-Equipment 
5 × Truss Tower Eurotruss PRT
22 × Robe Pointe HRI 280 W
6 × Robe Robin 600 LED-Wash
10 × 2-Lite Audience Blinder
6 × Martin MAC Viper Profile
1 × Camco Dimmer
12 × 2 KW
1 × MA DMX-Booster
1 × MDG Atmosphere ATM / APS
3 × Ayrton Dreampanel Twin

dazu lokal im E-Werk Köln:
14 × Vari-Lite VL2500
11 × Martin MAC Aura LED-Wash
8 × ARRI 1000 Plus Stufenlinsen
2 × Thomas ACL set
8 × Thomas 4-Lite Blinder
1 × MA Lighting 48-Kanal-Dimmer

Konsistenter Look für alle Venue-Größen Peter Seifert bediente während der Show mit perfektem Timing eine MA Lighting grandMA2 light. Begeistert äußerte sich der erfahrene Lichtspezialist über einen Audio-Monitormix, der ihm von Timo Hollmann zur Verfügung gestellt wurde: Das Signal wurde über einen Vorverstärker von Fischer Amps an individuell angepasste Earpieces übertragen. „Zum einen kann ich mir auf diese Weise den Clicktrack der Musiker einspielen lassen, wodurch ich ganz genau weiß, wann beim nächsten Song die 1 kommt“, berichtete Seifert zufrieden. „Zum anderen kann man sich viel besser auf das Bühnengeschehen konzentrieren, wenn rund um den FOH-Platz eng gedrängt Gäste stehen und sich angeregt unterhalten – das kann mitunter schon einmal nervig sein und lenkt auch ab. Auf der Tournee von Daniel Wirtz hat sich der eigene Monitormix für mich prima bewährt, und bei künftigen Jobs möchte ich das gerne immer so am Start haben!“

Zu Besonderheiten bei der lichttechnischen Ausstattung befragt, erwähnte Peter Seifert lobend drei Ayrton Dreampanel Twin Hybridleuchten, die ihm von Michael Althaus als Vertriebspartner empfohlen worden waren. Die auf dem Boden aufgestellten Dreampanel Twins erlauben eine Endlosrotation auf der Pan- und Tilt-Achse – der besondere Effekt wurde während der Show von Daniel Wirtz nur für einen einzelnen Song eingesetzt. Positive Worte fand Seifert auch zu den Produkten von Robe: „Ich bin ein großer Fan von Robe – die Lampen packt man einfach aus, und es gibt nie Probleme damit!“

Daniel Wirtz Tournee-Crew
Christian „Chris“ Weber – Backline
Rene von Stephanie – Backline
Tjado de Frise – Monitormix
Thomas „Dossi“ Doßmann – Operator Video / Licht System
Peter Seifert – Operator Licht
Jonas Lettmann – Techniker (Azubi bei satis&fy)
Timo „Kapitän“ Hollmann – FOH-Mix / Produktionsmanager
Thomas Damm – Busdriver Coch Service
Manfred Roling – Truckdriver Mexs
Mario „Frisco“ Stamm – Merchandise
Matthias Hoffmann – Tourmanager
Haegar – Videogestaltung
Lui Helmig – Tourmaterial
Ton und Licht (satis&fy AG Werne)

Seinen grundlegenden Design-Ansatz erläuterte Peter Seifert wie folgt: „Wenn wir mit Cue eine Clubtour begleiten, ist mir immer wichtig, dass sich für die Besucher ein einzigartiger visueller Eindruck einstellt. Wer in Köln wohnt und Musik mag, geht mit ziemlicher Sicherheit regelmäßig ins E-Werk und schaut sich dort Konzerte ganz unterschiedlicher Bands an – wenn das Design keine Besonderheiten aufweist, werden die auftretenden Formationen quasi auswechselbar. Die Musik von Daniel Wirtz ist sehr kraftvoll, und mit unserem Design wollten wir genau wie die Band voll auf die Zwölf gehen, dabei aber so flexibel sein, dass wir selbst im Flensburger Roxy mit seiner Deckenhöhe von 2,60 Meter spielen können. Für den Auftritt dort haben wir die Projektionsflä- chen gekürzt. Generell bedingen die unterschiedlich dimensionierten Venues, dass ich jeden Tag den Content neu anpassen muss, was immer zwei bis drei Stunden in Anspruch nimmt. Trotz variierender Gegebenheiten stellt sich aber überall ein charakteristischer Look ein, selbst wenn wir in den ganz kleinen Läden mit nur zwei Projektionsflächen arbeiten konnten. Das Publikum merkt in der Regel nicht, ob gegenüber anderen Konzerten ein paar Lampen fehlen und nimmt den Look immer als das einzigartige Setting der Tournee wahr – das hat überhaupt nichts mit der tatsächlichen Größe der Location zu tun!“

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