Fluter, Wash und Blinder

SGM Q7-W im Test

Als weltweit erstem Magazin stand PRODUCTION PARTNER Anfang 2014 der neue SGM Q7-W zur Verfügung. Der SGM Q7-W erreichte uns in einer fast dem endgültigen Stand entsprechenden Vorserienversion.

Q7W_Front
'Herbert Bernstädt

Gleich um es vorweg zu nehmen, der Q7 gehört nach der SGM-Namensgebung zur Familie der Fluter bzw. Washlights. Aber aufgrund seiner enormen Leuchtdichte, welche insbesondere durch die hohe Packungsdichte der LEDs erreicht wird, ist der Q7 ebenso als Blinder geeignet. Sein großer Abstrahlwinkel von 120° hilft hierbei möglichst breit in das Publikum zu „blenden“. Ebenso gut ist der Q7-W als ein sehr lichtstarker LED-Scheinwerfer zur Grundausleuchtung von Bühnen, Flächen oder z. B. auch Messeständen geeignet. Durch die schnelle Reaktionszeit der LEDs ist der Q7-W mit diesen optischen Eigenschaften auch sehr gut als Stroboskop einzusetzen. Mit seiner blockweisen Ansteuerung der Einzelelemente ist sogar eine Anwendung als Gegenlicht-Matrix auf Bühnen möglich. Damit avanciert der Q7-W zu einem absoluten Weißlicht-Multitalent, der die Eigenschaften von Matrix, Fluter, Blinder und Stroboskop in sich vereint. Die Anwendungsvielfalt wird sowohl in der festen Installation als auch im Produktions- und Vermietungsgeschäft sehr gut ankommen.

Die Zwangskühlung erfolgt über drei Lüfter, die sich hinter den Kühlrippen des Kopfes befinden
Die Zwangskühlung erfolgt über drei Lüfter, die sich hinter den Kühlrippen des Kopfes befinden

Aufbau

Der Q7-W ist wie alle Fluter und Stroboskope von SGM in einem formschönen, eleganten Gehäuse untergebracht. Verstecken muss man den neuen Sprössling des dänischen Herstellers also nicht. Ist der Kopf parallel zum Bügel gestellt, erlaubt die flache Bauweise eine sehr hohe Packungsdichte im Case und hilft ungemein Truckspace einzusparen. Das geringe Gewicht von 8,1 kg erfreut nicht nur beim Handling im Lager und auf Tour, sondern wird auch viele Projektleiter und Statiker zum Jubeln bringen, da man bei Abhängungen an Traversen diese kaum belastet bzw. viele Q7-W darin einbringen kann. Sehr gut gelöst ist die Halterung für das Sicherungsseil, so – dass eine dezente Montage des Sicherungsseiles erfolgen kann. Wie beim Vorgänger auch sind Camlock-Adapter für die Traversenmontage mittels Coupler oder eine anschraubbare Bodenplatte die einem sicheren und tiefen Stand ermöglicht. Werden die Köpfe um 90° am Bügel angeordnet, kann man durch eine passende rückseitige Rohrkonstruktion auch eine Matrix aufbauen. Die Zwangskühlung erfolgt über drei Lüfter, die sich hinter den Kühlrippen des Kopfes befinden. Der Scheinwerfer erfüllt IP65 und ist somit einer der formschönsten OutdoorStrahler auf dem Markt. Die Kabel sind aus dem Alugehäuse geführt, wobei die 5-pol-DMX-Steckverbinder in der qualitativ hochwertigen Neutrik Outdoor-Version ausgeführt sind.

Weißlicht

Das Licht wird von 1.000 kalt-weißen LEDs generiert, die kompakt nebeneinander platziert sind und ohne weitere Optik direkt durch das Schutzglas hindurchscheinen. Die Lichtleistung dieses LED-Arrays ist außerordentlich stark. Das Array ist in vier Zonen unterteilt, welche jeweils durch einen separaten Dimmerkreis angesteuert werden. Damit lassen sich vor allem in Verbindung mit mehreren Q7-W schöne Effekte herstellen. Vor allem bei Matrixanwendungen als Gegenlichteffekte werden die vier Zonen zu beliebten Tools für Lichtdesigner und Operatoren.

Steuerung

Angesteuert werden kann der Q7-W sowohl über DMX 512 A, RDM als auch über W-DMX der Marke Wireless Solution mit der Generation G4. Je nach Modi, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig implementiert waren, werden der Masterdimmer und die vier Einzelflächen mit 8-Bit gedimmt. Dazu kommt noch die Strobefrequenz und je nach Modi noch das Pausenverhältnis des Strobe. Das 5-Tastenfeld, welches aus vier Richtungspfeilen und einem Abschlussbefehl (Enter) besteht, ist sehr intuitiv zu bedienen. Das Matrixdisplay ist gut zu sehen und gibt praktische Hinweise, wie z. B. beim Einstellen der DMX-Adresse welcher der nächste freie Steuerkreis wäre bei dem jetzt eingestellten Mode. Ansonsten ist eine Klartextanzeige immer besser als die früher sonst üblich gewesene, vierstellige Merkhilfe.

RFID

Hatte man früher, insbesondere beim Einsatz im Stand Alone-Betrieb, wie dies z. B. bei Stadtfesten oft der Fall ist, die Szenen und Übergänge mühsam über das Menü eingeben müssen, so hatte man bei SGM zunächst den Weg über eine IR-Fernbedienung eingeschlagen und ist heute mit der neusten Generation dazu übergegangen, die Bedienung der Stand Alone-Funktionen über ein Smartphone durchzuführen. Das kann die Arbeit ungemein erleichtern, weil man dann von Scheinwerfer zu Scheinwerfer geht und nur mit Anhalten des Android Smartphones und dem Aktivieren der App Funktion die Daten übertragen kann. Schluss mit dem auf den Knien rutschend Menütastentippen, sondern bequem am Handy einstellen und dann einfach über – tragen. Die Kommunikation erfolgt bidirektional, sodass von der Lampe auch die Betriebsstunden, Temperatur, Log- und Störmeldungen ausgelesen werden können.

Insgesamt 1.000 weiße LEDs sorgen für mächtig Punch
Herbert Bernstädt
Insgesamt 1.000 weiße LEDs sorgen für mächtig Punch

Fazit

Der Q7-W ist nicht nur sehr formschön, sondern dabei auch noch Outdoor-geeignet. Seine extrem hohe Lichtleistung, gepaart mit einer hohen Leuchtdichte und einem Abstrahlwinkel von ca. 120° lassen ihn universell als Fluter, Blinder oder Stroboskop einsetzen. Durch die vier getrennt steuerbaren Weißlicht-LED-Flächen lassen sich auch Matrixeffekte realisieren. Neuartig ist die Bedienung des Q7-W über ein Handy mit entsprechender App, wobei die übliche Steuerung über DMX und W-DMX alle Notwendigkeiten abdeckt. SGM zeigt mit ihrem Q7-W, dass funktionale Technik auch schön und Leistungsstark sein kann.

Ein Kommentar zu “SGM Q7-W im Test”
  1. Steffen Wunderlich

    Sorry, aber das ist leider kein Testbericht, sondern eine Produktbeschreibung, in der auch noch die Farbtemperaturangabe fehlt. Wie verhält sich das Gerät im Dauereinsatz bei 24/7 Weisslicht auf 100%, max Umgebungstemp.? Was sagt die Dimmerkurve, vor allem im Bereich bis 10%, gibts Torblenden, vom Hersteller Cases mit SIP dazu, Kanalbelegungen, Modis?
    Für die Headline erwarte ich schon etwas mehr. Das ist keine zielgruppengerechte Darstellung für eine “Fachzeitschrift”.
    Grüße Steffen Wunderlich

    Antworten
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